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Lichterkette in Hamburg 18.11.2017

Die Hoffnung nicht aufgeben!

Myanmar: Diskriminierung der christlichen Volksgruppe

Frankfurt am Main. Etwa 51 Millionen Menschen leben in Myanmar, davon sind ungefähr 89 % Buddhisten; neben vielen anderen gibt es auch muslimische (5 %) und christliche Minderheiten (4 %). Sowohl die muslimischen Rohingya als auch die zu rund 90 Prozent christliche Volksgruppe der Kachin sind de-facto Bürger zweiter Klasse: sie werden in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens diskriminiert.

Im Norden Myanmars liegt das Gebiet der Kachin, etwa so groß wie Bayern. Hier bekämpfen sich seit Jahren Regierungstruppen und die „Kachin Independence Army“ (KIA). Seit 1948 strebt die KIA nach mehr Autonomie für ihre Region. Sie kämpft für einen eigenen Staat, doch die burmesische Armee geht mit großer Brutalität und massivem Einsatz von Waffen dagegen vor. Unter diesen Kämpfen leiden vor allem die Zivilisten. Gegenwärtig leben mehr als 100.000 ethnische Kachin in Binnenflüchtlingslagern, die wegen des 2011 im Norden des Landes ausgebrochenen Bürgerkriegs vertrieben worden sind. Weil die Kämpfe andauern, konnten die Geflohenen bislang nicht zurückkehren. Die Zustände in den Flüchtlingslagern sind menschenunwürdig.

Seit vielen Jahren führen Vertreter der Kachin und der Regierung Myanmars Friedensverhandlungen. Bisher wurden jedoch alle Waffenstillstände gebrochen, Kirchen und religiöse Gebäude im Gebiet zerstört. In Kachin herrscht ein ewiger Wechsel von Krieg und Frieden, Aufbau und Zerstörung. Der Wahlsieg der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi lässt die vertriebenen Kachin auf mehr Freiheit und das Recht, ihren christlichen Glauben ausleben zu können, hoffen. Aung San Suu Kyi darf der Verfassung zufolge zwar nicht Präsidentin des Landes werden, doch wird sie die Regierung leiten, wenn das Parlament Anfang 2016 einen neuen Präsidenten wählt.

Ein Appellbrief in deutscher Sprache steht zum >>>Download bereit, zusätzlich in englischer Sprache (sollte vorzugsweise verwendet werden) >>>Download

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Parlamentarier setzen sich für iranische Glaubensgefangene ein

Bei der Internationalen Parlamentarier-Konferenz in New York im September 2015 bekam die Ehefrau des inhaftierten iranischen Pastors Abedini Gelegenheit, seinen Fall vor mehr als 100 Parlamentariern aus 50 Staaten vorzutragen. Die Konferenzteilnehmer haben daraufhin einen Brief an die iranische Regierung unterzeichnet, in dem sie für die Freilassung von Saeed Abedini und seiner Mitgefangenen eintraten. Namentlich genannt wurden die Pastoren Behnam Irani und Farshid Fathi Malayeri. Ebenso wurde auf das Schicksal von sieben verfolgter Bahá`í-Führer hingewiesen, die in 2010 zu 20 Jahren Haft verurteilt wurden, sowie auf das Schicksal von Mitgliedern der Sufi-Gemeinschaft.

>>>Download Appellbrief der Parlamentarier

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‚Religionsfreiheit weltweit‘ ein Thema beim Christustag

Stuttgart. Mehr als 21.000 Protestanten aus ganz Deutschland versammelten sich am katholischen Feiertag Fronleichnam (19. Juni) zum Christustag in der Mercedes-Benz-Arena. Neben Predigten und Vorträgen zu Glaubensthemen gab es auch den „Markt der Möglichkeiten“, auf dem 133 christliche Organisationen, Vereine und Werke mit Info-Ständen vertreten waren, darunter auch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Unter dem Motto „Verschiedene Religionen, ein Ziel: Religionsfreiheit weltweit“ machte sie auf die Verfolgung aus religiösen Gründen aufmerksam und informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die massive Verfolgung Andersgläubiger. Dabei wurde insbesondere auf das Schicksal des im Iran inhaftierten Konvertitenpastors Behnam Irani und der im Sudan zum Tode verurteilten Christin Meriam Yahia Ibrahim Ishag* eingegangen. Anmerkung: Vorgestern wurde bekannt, dass ein Berufungsgericht die Christin von allen Vorwürfen frei gesprochen hat: http://www.religionsfreiheit-igfm.info/sudanesische-christin-frei/

Der Infostand stieß auf reges Interesse. Die Menschen bewegt das Schicksal von religiösen Minderheiten und Verfolgten aus religiösen Gründen sehr. Intensive Gespräche konnten geführt werden. Die IGFM setzt sich nicht nur für verfolgte Christen ein, die weltweit mit Abstand die größte Opfergruppe darstellen, zu der besonders die Konvertiten in islamischen Ländern zählen, sondern auch für Rohingya-Muslime in Myanmar/Birma, Anhänger der Bahá’í -Religion im Iran, oder auch Uighuren in China. Sie alle haben eines gemeinsam: Ihr Recht auf religiöse Selbstbestimmung wird eingeschränkt oder ganz verwehrt.
Mehr Infos zur IGFM: http://www.menschenrechte.de

*Auch der beim Christustag als Redner aufgetretene Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder rief zum Engagement für die Freilassung der sudanesischen Christin auf.

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Franziskus I: Appell für Religionsfreiheit in Nahost

Wird der Nahe Osten, Ursprungsregion der Christenheit, christenfrei? Die Christen stehen in Syrien zwischen den Fronten des unseligen Bürgerkriegs. Es gab gezielte Tötungen durch islamistische Gruppen und viele sind bereits geflohen. Wie die in Würzburg erscheinende Zeitung „Die Tagespost“ in der heutigen Ausgabe berichtet, hat Papst Franziskus I. in einem eindringlichen Appell die Achtung der Menschenrechte, besonders der Religionsfreiheit, für die Menschen im Nahen Osten gefordert. „Wir können uns einen Nahen Osten ohne Christen nicht vorstellen, die dort seit 2000 Jahren den Namen Jesu bekennen und als Bürger in das soziale, kulturelle und religiöse Leben ihrer Nationen eingebunden sind“, sagte er am Donnerstag bei einer Audienz für die Vollversammlung der vatikanischen Ostkirchen-Kongregation. Jeder Katholik schulde den Kirchen dieser Region Dankbarkeit: „Von ihnen können wir unter anderem Geduld und Ausdauer in der täglichen, manchmal mühevollen Ausübung des ökumenischen Geistes und des interreligiösen Dialogs lernen.

Das geografische, historische und kulturelle Umfeld, in dem sie seit Jahrhunderten leben, hat sie zu natürlichen Gesprächspartnern zahlreicher anderer christlicher Konfessionen und anderer Religionen gemacht.“

Er sei sehr besorgt über die Lebensbedingungen der Christen, die in vielen Regionen des Nahen Ostens unter den Spannungen und aktuellen Konflikten leiden müssen, sagte der Papst. Er verwies auf die Lage in Syrien, im Irak, Ägypten und in anderen Regionen des Nahen Ostens. „Der Bischof von Rom wird keine Ruhe finden, solange es Männer und Frauen irgendeiner Religion gibt, die in ihrer Würde verletzt werden, die um das gebracht werden, was sie zum Überleben brauchen, die ihrer Zukunft beraubt werden und gezwungen sind, ein Leben als Flüchtlinge und Vertriebene zu führen. Heute rufen wir gemeinsam mit den Hirten der Ostkirchen dazu auf, dass das Recht aller auf ein würdiges Leben und auf das freie Bekenntnis des eigenen Glaubens respektiert werden möge“, führte Franziskus aus. – HJE

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„Gefangene des Monats“: Vier kamen frei!

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea benennen gemeinsam Monat für Monat einen Gefangenen und rufen zur Unterstützung durch Appellbriefe an den Staatschef des jeweiligen Verfolgerlandes auf. Es wird oft die Frage gestellt, was diese Appellbriefe bewirken. Die Übersicht des IGFM-Arbeitskreises Religionsfreiheit zeigt, dass von den so unterstützten Gefangenen der letzten zwölf Monate immerhin vier frei kamen. Dies ist ohne Zweifel eine Ermutigung. – Heinz J. Ernst

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Myanmar: Flüchtlinge ertrinken aufgrund religiöser Verfolgung

Die Lage der religiösen Minderheiten in verschiedenen Ländern ist verzweifelt. Dies führt zu Bootsunglücken, wie wir sie in einem anderen Zusammenhang immer wieder erleben. Dazu gibt es seitens der IGFM den Appell an die Oppositionsführerin von Myanmar Aung San Suu Kyi, sich deutlich für Frieden und ein sofortiges Ende der Gewaltspirale in ihrem Land auszusprechen. Als „moralische Autorität“ müsse sie sich an ihrem Einsatz für die Befriedung des Vielvölkerstaates messen lassen. Am Sonntag, dem 3. November 2013, sank ein Boot besetzt mit 70 Rohingya-Muslimen, die vor der andauernden Gewalt buddhistischer Mobs flüchteten. Nur acht Menschen konnten lebend geborgen werden, so die IGFM.

Jüngste Opfer der Gewalt sind 62 Flüchtlinge, welche in ihrem Fischerboot am Sonntag die Ortschaft Ohn Taw Gyi gegen 3 Uhr verließen, kurz darauf kenterten und ertranken. Schon am 26. Oktober ertranken mindestens zehn Rohingyas im Grenzfluss zu Bangladesch. 31 weitere wurden von myanmarischen Sicherheitsbehörden festgenommen. Die Flüchtlinge waren unterwegs nach Malaysia und Bangladesch, um sich vor den andauernden gewalttätigen Übergriffen in der nördlichen Arakan-Provinz in Sicherheit zu bringen.

In der letzten Woche sollen über 1.500 Rohingyas über den Seeweg das Land verlassen haben – von Januar bis Oktober 2013 seien es über 24.000 gewesen, so verlässliche Quellen. Da sie in ihrer Heimat keine Überlebensmöglichkeit sehen, flüchten Rohingyas unter oftmals lebensgefährlichen Bedingungen in Nachbarländer.

Nobelpreisträgerin zeigt eine „nicht zu rechtfertigende Sprachlosigkeit“. Insbesondere das beharrliche Schweigen von Aung San Suu Kyi – Nobelpreisträgerin von 1991 – zu den humanitären Verbrechen gegen die Muslime schockiert die Menschenrechtler. Ihre ausweichenden Aussagen sind, gemessen an ihrem moralischen Anspruch, eine Bankrotterklärung. Hintergrund sind gewalttätige Ausschreitungen von Buddhisten, maßgeblich der Volksgruppe der Bamaren zugehörig, gegen die ethnische Minderheit. Die Rohingyas werden als eine der „meist bedrohten Minderheiten der Welt“ angesehen.

Verantwortung übernehmen. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin stellt fest: „Frau San Suu Kyi ist die einzige international bekannte Persönlichkeit des Landes mit moralischer Autorität. Sie sollte diese im Sinne der Menschenrechte einsetzen.“ Zudem fordert er die Europäische Union auf, Vorbehalte gegenüber der ehemals als „Pariastaat“ bezeichneten Republik nicht vorschnell fallen zu lassen. „Solange führende Politiker des Landes sich nicht für eine Befriedung des eigenen Landes einsetzen, darf keine finanzielle Aufbauhilfe ausgezahlt werden.“

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