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Category Archives: Gefangene Iran

UN-Beauftragter warnt

China: Noch mehr Religionskontrolle

Falsche Version von China

Kardinal Zen bei der IGFM-Jahresversammlung in Bonn

Christlichen Konvertiten wird Asyl verweigert

Christliche Familien kehren zurück nach Mosul

27.03.2018: Vatican News berichtet: Nachdem die Stadt Mosul und die Ninive-Ebene von den Kämpfern des IS befreit wurden, kehren immer mehr Christen in ihre Heimat zurück.
Bereits 4.000 geflüchtete christliche Familien sind in den letzten Monaten nach Mosul und in die Ninive-Ebene zurückgekehrt. Am 9. Dezember 2017 hatte der irakische Präsident Haider al Abadi die Befreiung des Gebiets von den Anhängern des sogenannten islamischen Staates (IS) proklamiert. Seit diesem Zeitpunkt kehren mehr und mehr Familien in ihre alte Heimat zurück, sagte Nawfal Hammadi, Gouverneur der Provinz Ninive am vergangenen Sonntag.

Hammadi stellte außerdem klar, dass die meisten dieser Flüchtlinge vor dem IS in der autonomen irakischen Region Kurdistan Zuflucht gefunden hatten.

Zwischen Juni und August 2014 hatte die Eroberung dieses Gebiets durch die Kämpfer des sogenannten IS die Christen aus der Region zur Flucht veranlasst. Hammadi zufolge wird der Zustrom der christlichen Rückkehrer in ihre eigenen Häuser noch einmal vermehrt zunehmen, wenn das aktuelle Schuljahr und das laufende akademische Jahr enden. Das sagte er gegenüber dem Fernsehersender PressTV auf Englisch. (fides – nv)

Türkei: Pastor als angeblicher CIA-Agent inhaftiert

Pakistan: Christen in großer Bedrängnis

Pastor Abedini kommt frei!

Die IGFM hat sich in den letzten zwei Jahren intensiv für die Freilassung des iranischen Konvertiten-Pastors Saeed Abedini eingesetzt – in 2015 auch gemeinsam mit seiner Ehefrau Naghmeh, die bereits in den USA lebte und nach Deutschland kam. Dabei gab es – unter anderen – Kontakte beim Europäischen Parlament in Straßburg und zu Volker Kauder, dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Mehr zu Saeed Abedini und zum Iran auf der >>>IGFM-Hauptseite

Forto IGFM Abedini freiII

Dazu die Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur vom 17.01.2016

Washington (idea) – Der Iran lässt den US-amerikanischen Pastor Saeed Abedini frei. Zusammen mit drei weiteren Amerikanern wird er gegen sieben in den USA inhaftierten Iranern ausgetauscht. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das US-Außenministerium. Die teils jahrelang im Iran gefangenen Männer sollen binnen kürzester Zeit aus dem Land ausgeflogen werden. Die am 16. Januar abgeschlossenen Verhandlungen begannen am Rande der internationalen Gespräche über das iranische Atomprogramm. Im vergangenen September schlug der iranische Staatspräsident Hassan Ruhani einen Gefangenenaustausch vor. Abedinis Ehefrau Naghmeh war dagegen, weil ihr Ehemann kein Krimineller sei, sondern sich ausschließlich wegen seines christlichen Glaubens im Gefängnis befinde. Im Gegensatz zu den inhaftierten Iranern habe Saeed keine Gesetze gebrochen. Der 35-jährige Abedini, der neben der US-Staatsbürgerschaft auch die iranische besitzt, wurde 2012 wegen Übertritts vom Islam zum christlichen Glauben und evangelistischer Aktivitäten zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde mehrfach von Wärtern und Mitgefangenen misshandelt. Sein Gesundheitszustand gilt als sehr schlecht.

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Iranischer Christ nach 5 Jahren Haft endlich entlassen

Frankfurt am Main. Der der iranische Konvertit und Vater von zwei Kindern, Farshid Fathi (*1980), konnte Weihnachten 2015 zu Hause feiern. – Im Rahmen einer Verhaftungswelle war er am 26. Dezember 2010 – zusammen mit 69 weiteren Christen – von der Polizei verhaftet worden. Die Behörden inhaftierten die Christen im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran. Fathis Inhaftierung und Verurteilung liegt ausschließlich seine Konversion vom Islam zum Christentum zugrunde. Lange Zeit standen die vage formulierten Anschuldigungen „Apostasie“ (Abfall vom Islam), „Evangelisation“ und „Gründung einer Untergrundgemeinde“ im Raum. Allein der Vorwurf der „Apostasie“ kann mit dem Tod bestraft werden. Farshid Fathi ist eines der vielen Opfer religiös motivierter Gewalt im Iran. Seine Festnahme indiziert das rigorose Vorgehen iranischer Behörden. Dies gilt insbesondere gegenüber Muslimen, die zum Christentum konvertieren.

Im April 2012 wurde er wegen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ und „Kontakt zu ausländischen Organisationen“ zu 6 Jahren Haft verurteilt. Bis zu seiner Verlegung ins Rajaei-Shahr Gefängnis befand er sich im Teheraner Evin-Gefängnis. Ende 2014 verurteilte ihn ein Gericht zu einem weiteren Jahr Haft. Ein Jahr später gaben Vertreter der iranischen Justiz bekannt, dass Fathis Strafe um zwei Jahre gekürzt worden war; somit konnte Fathi am 21. Dezember 2015 entlassen werden. Die IGFM dankt allen Unterstützern für ihren Einsatz!
Die Abgeordneten Peter van Dalen MdEP (niederländische ChristenUnie) und Albert Stegemann MdB (CDU), setzten sich im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms für Fathi ein.

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Parlamentarier setzen sich für iranische Glaubensgefangene ein

Bei der Internationalen Parlamentarier-Konferenz in New York im September 2015 bekam die Ehefrau des inhaftierten iranischen Pastors Abedini Gelegenheit, seinen Fall vor mehr als 100 Parlamentariern aus 50 Staaten vorzutragen. Die Konferenzteilnehmer haben daraufhin einen Brief an die iranische Regierung unterzeichnet, in dem sie für die Freilassung von Saeed Abedini und seiner Mitgefangenen eintraten. Namentlich genannt wurden die Pastoren Behnam Irani und Farshid Fathi Malayeri. Ebenso wurde auf das Schicksal von sieben verfolgter Bahá`í-Führer hingewiesen, die in 2010 zu 20 Jahren Haft verurteilt wurden, sowie auf das Schicksal von Mitgliedern der Sufi-Gemeinschaft.

>>>Download Appellbrief der Parlamentarier

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Die IGFM beim Kirchentag 2015 in Stuttgart

Nach Dresden (2011) und Hamburg (2013) war die IGFM auch in Stuttgart mit einem Info-Stand vertreten. Die thematischen Schwerpunkte waren:

  • Iran: Inhaftierte Konvertiten wie die Pastoren Abedini und Irani; der regimekritische Ayatollah Borudscherdi
  • Pakistan: Die wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilte Asia Bibi
  • die in Myanmar verfolgten Rohingya-Muslime
  • die Aufforderung an die Türkei, den Genozid an den Armeniern 1915 anzuerkennen.

Gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wurde eine Resolution an politische und kirchliche Institutionen formuliert und verabschiedet:

„WFoto für Blog Reliir, die Teilnehmenden des Kirchentages, fordern alle Verantwortlichen auf, den gejagten Christen, Yeziden und anderen religiösen Minderheiten in den Ländern des Nahen Ostens aktiver beizustehen als bisher. Es reicht nicht, den Völkermord der Vergangenheit unentwegt zu beklagen und der heutigen Vernichtung von assyrisch-aramäischen Christen und Yeziden wieder schweigend und tatenlos
zuzusehen…“ >>>Download

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Appellbitte für den Hauskirchenleiter Ebrahim Hossin-Zadeh

Frankfurt am Main. Der 32jährige Hauskirchenleiter Ebrahim Hossin-Zadeh wurde Mitte November 2014 durch Mitarbeiter des iranischen Informationsministeriums in der Provinzhauptstadt Shiraz verhaftet. Seine Wohnung wurde durchsucht und dabei Computer, Bücher, Mobiltelefon und andere Gegenstände konfisziert. Seit dem 17. November ist ein Kontaktaufnahme zu ihm nicht mehr möglich. Sein gegenwärtiger Aufenthaltsort und seine Befindlichkeit sind nicht bekannt. Ebrahim wurde 2009 Christ und betreibt ein eigenes Geschäft.

In seiner UN-Rede vom 25.September 2014 sprach Staatspräsident Hasan Rouhani u. a. davon, einen neuen Horizont zu eröffnen, in welchem der Friede über den Krieg herrscht, Toleranz über Gewalt, Gerechtigkeit über Diskriminierung.

Bitten Sie Präsident Rouhani, sich in dem Sinn der vor der UN angesprochenen Gerechtigkeit und Toleranz umgehend für die Freilassung des Christen Ebrahim Hossin-Zadeh einzusetzen.

Ebrahim Hossin-Zadeh hat nur die im vom Iran ratifizierten „Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ garantierte Religionsfreiheit wahrgenommen. Hierzu gehört auch das Recht, friedlich seinen Glauben zu praktizieren und weiterzugeben.

Für den Appell an den Staatspräsidenten empfehlen wir den Weg über die iranische Botschaft in Berlin:

Seine Exzellenz Präsident Hasan Rouhani via
Botschaft der Islamischen Republik Iran,
Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin,
Fax: 030-8435 3535,
mail: info@iranbotschaft.de

Sie können auch den >>>vorbereiteten Musterbrief, passend für einen Fensterbriefumschlag,  herunterladen und ausdrucken. Er braucht nur um Absender, Datum und Unterschrift ergänzt zu werden (Porto 0,62 Euro)

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Appelle für Pastor Abedini und Blogger Raif Badawi

Frankfurt am Main. Der IGFM-Arbeitskreis ‚Religionsfreiheit weltweit‘  unterzeichnete bei seiner letzten Sitzung im Januar 2015 zwei Appelle, die an den Iranischen Staatspräsidenten, beziehungsweise an den Saudi-arabischen König gerichtet waren.

Anlass für den Abedini-Appell: Der 27. Januar ist der Jahrestag seiner Verurteilung zu acht Jahren Haft – Einzelheiten siehe >>>Appellbrief an Präsident Hassan Rouhani

Anlass für den Badawi-Appell: Das Schicksal des Raif Badawi, unter anderem verurteilt zu 1000 Peitschenhieben in 20 Wochenraten zu je 50,  ist noch nicht geklärt. Nach den ersten 50 Schlägen konnte immerhin eine vorläufige Aussetzung weiterer Schläge erreicht werden, was mit dem angeschlagenen Gesundheitszustand des Gepeinigten begründet wurde. Ziel ist es, dass Badawi ganz freikommt und dass langfristig Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit verwirklicht und solch drakonische Strafen Vergangenheit sind. >>>zum Appellbrief an den saudischen König

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Appellbitte für die iranische Christin Maryam Zargaran

Die IGFM bittet, sich für eine Iranerin einzusetzen, die zu vier Jahren Haft wegen „Propaganda gegen das islamische Regime und Untergrabung der nationalen Sicherheit“ verurteilt wurde. Dazu folgende Hintergrundinformation:

Im Januar 2013 lud der Staatssicherheitsdienst Maryam Naghash Zargaran, Jahrgang 1978 und unverheiratet, „wegen Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ vor, befragte die Konvertitin aus dem Islam und hielt sie für drei Tage fest. Danach kam sie für 19 Tage in das berüchtigte Evin-Gefängnis in der Nähe von Teheran. Während dieser Zeit kam es bei ihr zu Hausdurchsuchungen mit Beschlagnahmung persönlichen Eigentums und religiös-christlichen Materials. Vorübergehend auf Kaution freigelassen, verurteilte sie Richter Mohammad Moghiseh vom Revolutionsgericht in Teheran „wegen Propaganda gegen das islamische Regime und Untergrabung der nationalen Sicherheit“ zu vier Jahren Haft. Am 15. Juli 2013 trat sie ihre Strafe in der Frauenabteilung des Evin-Gefängnisses an. Aus einer uns vorliegenden Kopie der Urteilsbegründung ist u. a. zu lesen: „Sie trat unter dem Einfluss ihrer im Ausland lebenden Schwester zum protestantischen Christentum über. Als Mitglied der „Central Assemblies of God Church“ (Pfingstkirche „Versammlungen Gottes“) gründete sie eine Hauskirche, um die islamische Jugend zu missionieren. Das Gericht sieht darin eine Unterstützung der sicherheitsgefährdenden Absicht Englands und Israels, die islamische Gesellschaft vom Weg der Wahrheit abzubringen.“

Am 29. September 2013 wurde sie wegen Herzproblemen in das Krankenhaus in Modares gebracht. Die harten Gefängnisbedingungen führten bei ihr zu Depressionen. Seit Herbst 2013 gibt es keine neuen Informationen zu ihrer Lage.

In seiner UN-Rede vom 25.September 2014 sprach der iranische Präsident Rouhani unter anderem davon, einen neuen Horizont zu eröffnen, in welchem der Friede über den Krieg herrscht, Toleranz über Gewalt, Gerechtigkeit über Diskriminierung.

Bitten Sie Präsident Rouhani, sich im Sinne seiner UN-Rede umgehend für die Freilassung der Christin Maryam Naghas Zargaran einzusetzen.

Die Christin hat nur die im vom Iran ratifizierten „Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ garantierte Religionsfreiheit wahrgenommen. Hierzu gehört auch das Recht, friedlich seinen Glauben zu praktizieren und weiterzugeben.

Hier können Sie appellieren: Seine Exzellenz Präsident Hasan Rouhani via Botschaft der Islamischen Republik Iran, Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin, Fax: 030-8435 3535, Email: info@iranbotschaft.de

Für den Appell können Sie auch den Musterbrief verwenden, der zum >>>Download bereitsteht. Er ist nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen.

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Appellbitte für den iranischen Pastor Haghnejad

Frankfurt am Main. Christliche Konvertiten sind in der Islamischen Republik Iran der Verfolgung ausgesetzt. Am 5. Juli 2014 verhafteten Sicherheitskräfte den Pastor Matthias (früher: Abdolreza) Haghnejad in seinem Haus in  Bandar-e-Anzali am Kaspischen Meer. Am 3. August   wurde er dann unter dem Vorwurf „Moharebeh“ angeklagt: „Kampf  gegen Gott“. Zudem lautet die Anklage: „Mofsed-e-filarz“, was als „Verderbenstiften auf Erden“ übersetzt werden kann. Beide Anklagepunkte können die Todesstrafe, sogar die Kreuzigung, zur Folge haben. Die Beamten nahmen am 5. Juli auch die beiden im Haus anwesenden Gläubigen Mohammad Roghangir und Suroush Saraie fest und beschlagnahmten Bibeln, christliche Literatur und den persönlichen Computer von Pastor Haghnejad. Er war bereits drei Mal zwischen 2006 und 2011 inhaftiert worden. Die  Männer, alle drei Konvertiten zum Christentum,  sind einer home-based Organisation namens Church of Iran angeschlossen. Pastor Haghnejad ist führend in der Kirche tätig. Roghangir und Saraie werden „Aktionen gegen die öffentliche Sicherheit“, „Evangelisieren“ und „Untergrabung der öffentlichen Ordnung“ vorgeworfen. Beide waren bereits deswegen im Juli 2013 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden, während der eingelegten Berufung aber auf freiem Fuß.

Der IGFM  liegen keine Informationen über tatsächlich vollstreckte Kreuzigungen im Iran vor. Dass die Kreuzigung in der Islamischen Republik aber weiterhin Teil des Strafrechts ist, zeigt aber, auf wie groteske Weise sich der Iran über völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge hinwegsetzt. Das erste Amtsjahr des iranischen Präsidenten Hassan Rohani ist aus IGFM-Sicht, insbesondere aufgrund vorgebrachter Versprechungen, eine einzige Enttäuschung.

Von den rund 75 Millionen Einwohnern des Iran sind nach offiziellen Angaben nur rund 280.000 Christen. Die Zahl ehemaliger Muslime, die zum Christentum übergetreten sind, ist unbekannt. Da der „Abfall vom Islam“ – ebenso wie Atheismus – mit dem Tod bestraft werden kann, treffen sich christliche Konvertiten nicht öffentlich, sondern in inoffiziellen Hausgemeinden. Vielfach sind sie Opfer von Drohungen, Verhaftungen und anderen Übergriffen durch die Behörden.

Noch Ende 2013 hatte Ali Younesi, enger Berater von Präsident Hasan Rouhani, in Zeitungsinterviews erklärt, dass niemandem wegen seines Christ- oder Jude-seins die Rechte verwehrt werden dürfen.

Protestieren Sie gegen die Inhaftierungen und eine mögliche Todesstrafe für Pastor Haghnejad. Bitten Sie Präsident Rouhani mit Hinweis auf den vom Iran ratifizierten „Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ und – mit Hinweis auf vorgebrachte  Versprechungen für religiöse Minderheiten – um umgehende Freilassung und Schutz der Gefangenen.

Seine Exzellenz Präsident Hasan Rouhani via
Botschaft der Islamischen Republik Iran, Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin, Fax: 030-8435 3535, Email: info@iranbotschaft.de

Sie können für den Appell auch den vorbereiteten >>>Musterbrief verwenden, der lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Das Porto beträgt 60 Cent.

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Gefangene des Monats Dezember: Drei iranische Christen

Ebrahim, Masoud, SevadaAm 21. August 2013 stürmten  zivilgekleidete iranische Sicherheitskräfte das Büro einer Versicherungsgesellschaft in der 1,5 Mio-Einwohner-Stadt Karadsch am Fuß des Elburs-Gebirges. Die drei anwesenden Christen –  Masoud Mirzaei sowie seine beiden Besucher Sevada Aghasar und Ebrahim Firouzi – wurden festgenommen. Einen Haftbefehl konnten die Staatsmitarbeiter nicht vorweisen.

Erst im Oktober konnte über  Mohabat News* bestätigt werden, dass Sevada Aghasar und Ebrahim Firouzi  in separaten Einzelzellen des berüchtigten Evin Gefängnisses in der Nähe der Hauptstadt Teheran inhaftiert sind. Zur Situation von Masoud Mirzaei liegen derzeit keine Informationen vor. Ungewöhnlich ist die Festnahme eines armenischen Christen. Der 24jährige Sevada Aghasar, Jahrgang1989, gehört seit seiner Geburt der armenisch-orthodoxen Kirche an, die im Iran offiziell geduldet ist und nur in Armenisch ihren Gottesdienst halten darf. Die Landessprache Farsi (Persisch) ist den Armeniern als Liturgiesprache verboten. Sevada hat nach IGFM- Informationen christliche Bücher und Filme in Farsi übersetzt und christliche Face-Buch-Aktivitäten entwickelt. Sevada ist unverheiratet, er stammt wie seine Eltern und seine Schwester aus der Hauptstadt Teheran.

Der  28jährige Ebrahim Firouzi  ist Konvertit aus dem Islam und wurde bereits mehrfach wegen seiner evangelistischen Tätigkeiten inhaftiert. Ihm wurde jetzt angebliche Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad vorgeworfen. Beiden Christen wurde Ende September ein kurzer Besuch durch Familienangehörige in der Evin -Haftanstalt erlaubt.

Bisher wurden keine offiziellen Anklagen erhoben. Vor kurzem noch hatte Ali Younesi, Berater von Präsident Hasan Rouhani, in Zeitungsinterviews erklärt, dass niemandem wegen seines Christ – oder Jude – Seins seine Rechte verwehrt werden dürfen. *Quelle: Mohabat News

Protestieren Sie mit Hinweis auf diese öffentlichen Äußerungen gegen die Inhaftierungen (ohne Nennung von Mohabat News und IGFM) und bitten Sie Präsident Rouhani mit Hinweis auf den vom Iran ratifizierten „Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ um umgehende Freilassung der Gefangenen. Adresse siehe >>>Musterbrief.

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Freiheit für Behnam Irani!

Der Arbeitskreis Religionsfreiheit weltweit setzt sich für den iranischen Konvertitenpastor Behnam Irani ein, der zu zu 6 Jahren Haft verurteilt wurde. Hier sein Steckbrief und sein Leidensweg:

Behnam IraniTätigkeit: Leiter einer Hauskirche
Verhaftungen: 2006, 2010, 2011
Verurteilung: zu insgesamt 6 Jahren Haft

Zur Person. Pastor Behnam Irani (*1960) – IGFM „Gefangener des Monats Juli 2010“ – lebte und arbeitete in Karaj nahe Teheran. Er ist mit Christine, einer armenischen Christin, verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder: eine Tochter, Rebecca (*2001) und einen Sohn, Adriel (*2008). Behnam Irani konvertierte im Jahre 1992 vom Islam zum christlichen Glauben und arbeitet seit 2002 als Pastor. Behnam Irani ist Pastor und Mitglied der evangelischen „Church of Iran“.

Verhaftung und Prozess. Behnam Irani wurde in der Vergangenheit bereits mehrere Male verhaftet. Da er als Leiter einer Hauskirche in Karaj fungiert, wurde er im Dezember 2006 wegen seiner kirchlichen Arbeit zum ersten Mal verhaftet – kam jedoch im Januar 2007 auf Kaution frei. Am 23. Februar 2008 wurde er von der 30. Kammer des Berufungsgerichtes in Teheran zu einer fünfjährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Das Gericht erklärte, dass der Staatsanwalt eigentlich die Todesstrafe wegen Apostasie („Abfall vom Islam“) hätte fordern müssen. Dies wurde damit begründet, dass Iranis Eltern und er selbst muslimisch geboren seien, er erst als Volljähriger zum Christentum übertrat und auch Mitmenschen mit „falschen Mitteln“ zur Konversion überredet habe. Somit sei gemäß islamischem Recht die Todesstrafe notwendig. Eine weitere Begründung für die Urteilsfindung wurde nicht gegeben.

Am 14. April 2010 verhafteten Sicherheitsbeamte Irani während eines Gottesdienstes. Nachdem er 2 Monate in Haft verbrachte, wurde er im Juni 2010 auf Kaution freigelassen. Im Januar 2011, wurde er wegen „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ angeklagt und zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Am 31. Mai 2011 erging ein Haftbefehl gegen Irani und er musste seine einjährige Haftstrafe antreten. Am 18. Oktober 2011 informierten ihn die iranischen Behörden zudem darüber, dass er darüber hinaus seine frühere 5-jährige Haftstrafe im Gefängnis verbüßen müsse. Seither sitzt er im Ghezel-Hesar-Gefängnis ein. Berichten zu Folge wurde er dort physisch und psychisch misshandelt. Die ersten Monate seiner Haftstrafe musste er in Einzelhaft verbringen. Er leidet unter großen gesundheitlichen Problemen (u.a. einem blutigen Darmgeschwür), die im Gefängnis nicht adäquat behandelt werden. Im Juli 2012 soll er Blut erbrochen und daraufhin bewusstlos geworden sein. Die dringend notwendige medizinische Versorgung wird ihm verweigert.

Haftbedingungen: Das Ghezel-Hesar-Gefängnis ist das größte Gefängnis der Provinz Alborz, in dem vorwiegend Personen einsitzen, die wegen Drogendelikten mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Wie die meisten iranischen Gefängnisse, so ist auch dieses chronisch überbesetzt. Zudem hat das Gefängnis traurige Berühmtheit erlangt: Berichten zufolge werden Häftlinge systematisch gefoltert und misshandelt. Zudem sind die Hygienebedingungen dort verheerend und die medizinische Versorgung der Häftlinge unzureichend.

Hintergrund. Christen stellen im Iran eine religiöse Minderheit dar und müssen zahlreiche Repressionen seitens des Regimes ertragen, unter anderem müssen christliche Gemeinden Erklärungen unterzeichnen, dass sie nicht missionieren. Außerdem werden Gottesdienstbesucher seitens der Polizei kontrolliert. Im Iran ist es einem Muslim nicht möglich, auf legalem Wege seiner Religion zu wechseln oder religionslos zu sein. Der Übertritt vom Islam zum Christentum und Atheismus können mit dem Tode bestraft werden. Dies hat dazu geführt, dass sich ein Netz von Hauskirchen entwickelte. Bibelstunden und Gottesdienste werden in privaten Wohnungen abgehalten.

Wie können Sie helfen? Sie können Unterschriften sammeln mit Hilfe einer vorbereiteten Liste, die Sie dann der IGFM senden – und/oder dem Gefangenen selbst ins Gefängnis schreiben – siehe folgende Links:

[Haftadresse in Farsi als pdf-Datei …]
[Wie schreibe ich einem Gefangenen …]
[zur Unterschriftenliste]
[zum Appellvorschlag für Behnam Irani …]
[Wie schreibe ich einen Appell? …]

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Ihre Hilfe für Verfolgte und Bedrängte

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