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Category Archives: Blasphemie

„Westen verschließt die Augen vor Christenverfolgung“

China: Noch mehr Religionskontrolle

Falsche Version von China

Kardinal Zen bei der IGFM-Jahresversammlung in Bonn

Christlichen Konvertiten wird Asyl verweigert

Christliche Familien kehren zurück nach Mosul

27.03.2018: Vatican News berichtet: Nachdem die Stadt Mosul und die Ninive-Ebene von den Kämpfern des IS befreit wurden, kehren immer mehr Christen in ihre Heimat zurück.
Bereits 4.000 geflüchtete christliche Familien sind in den letzten Monaten nach Mosul und in die Ninive-Ebene zurückgekehrt. Am 9. Dezember 2017 hatte der irakische Präsident Haider al Abadi die Befreiung des Gebiets von den Anhängern des sogenannten islamischen Staates (IS) proklamiert. Seit diesem Zeitpunkt kehren mehr und mehr Familien in ihre alte Heimat zurück, sagte Nawfal Hammadi, Gouverneur der Provinz Ninive am vergangenen Sonntag.

Hammadi stellte außerdem klar, dass die meisten dieser Flüchtlinge vor dem IS in der autonomen irakischen Region Kurdistan Zuflucht gefunden hatten.

Zwischen Juni und August 2014 hatte die Eroberung dieses Gebiets durch die Kämpfer des sogenannten IS die Christen aus der Region zur Flucht veranlasst. Hammadi zufolge wird der Zustrom der christlichen Rückkehrer in ihre eigenen Häuser noch einmal vermehrt zunehmen, wenn das aktuelle Schuljahr und das laufende akademische Jahr enden. Das sagte er gegenüber dem Fernsehersender PressTV auf Englisch. (fides – nv)

Türkei: Pastor als angeblicher CIA-Agent inhaftiert

Pakistan: Christen in großer Bedrängnis

Ägyptischer Christ wegen Vergleich Jesus mit Mohammed inhaftiert

Zum „Gefangenen des Monats Mai“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den Christen Abdo Adel aus dem Dorf Menbal im Gouvernorat Minya in Mittelägypten benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den 43-Jährigen einzusetzen und zu beten. Adel gehört der koptisch-orthodoxen Minderheit in Ägypten an. Ein Gericht verurteilte ihn Ende vorigen Jahres zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe wegen angeblicher Gotteslästerung. Er hatte am 5. Juli 2018 auf Facebook Jesus und Mohammed miteinander verglichen. Am Tag darauf zeigten ihn muslimische Nachbarn wegen Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed an.

Nach ägyptischem Recht kann dieser Tatbestand mit Gefängnis bis zu fünf Jahren bestraft werden. Zusammen mit seinen Angehörigen hofft er nun auf einen Freispruch in der nächsten Instanz. Wenige Tage nachdem Adel am 6. Juli vorigen Jahres verhaftet worden war, griffen aufgebrachte Dorfbewohner ihre christlichen Nachbarn an, indem sie Steine warfen und Parolen riefen. Nur durch den Einsatz von Sicherheitskräften blieb es bei Sachschäden und leichten Verletzungen. Knapp ein Drittel der dortigen Dorfbevölkerung bekennt sich zum christlichen Glauben und lebt seither in Angst.

Bitte, appellieren Sie an den ägyptischen Staatspräsidenten al-Sisi und bitten Sie angesichts der Bedrohung um Schutz für die Familie und die christlichen Nachbarn. Bitten Sie ihn auch, alles in seiner Macht Stehende zu veranlassen, um ein faires Verfahren zu garantieren und die Freilassung des Inhaftierten zu erwirken. Die Appelladresse lautet:

Seine Exzellenz Präsident Abd al-Fattah al-Sisi, c/o Ägyptische Botschaft, Stauffenbergstrasse 6-7, 10785 Berlin, Fax 030 477 10 49.

Sie können auch den vorbereiteten Muster-Appellbrief herunterladen und ausdrucken. Er braucht nur um Absender, Datum und Unterschrift ergänzt werden: http://www.religionsfreiheit-igfm.info/wp-content/uploads/2019/05/GdM-Mai-2019.pdf

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Pakistan: Zwei Christen zum Tode verurteilt

Frankfurt am Main. Zu „Gefangenen des Monats April“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea die pakistanischen Christen Qaisar und Amoon Ayub benannt. Sie rufen dazu auf, sich für die beiden Brüder aus der Gegend um Lahore im Punjab einzusetzen und zu beten. Am 13. Dezember vorigen Jahres wurden sie wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Sie betrieben gemeinsam eine Internetseite, auf der der islamische Prophet Mohammed im August 2010 beleidigt worden sein soll. Qaisar, 44 Jahre alt, soll den umstrittenen Inhalt veröffentlicht haben. Der Vater von drei Kindern unterrichtete als Lehrer für Informatik an verschiedenen Schulen in Lahore.

Im Juni 2011 erstattete ein muslimischer Führer Anzeige. Jahrelang hielten die beiden Brüder sich versteckt. Im November 2014 erfolgte schließlich die Festnahme, woraufhin sie im Bezirksgefängnis von Jhelum eingesperrt wurden. Dort erfuhren sie auch von dem Urteil, weil der Prozess aus Sicherheitsgründen in der Anstalt geführt wurde. Vieles spricht dafür, dass sie Opfer einer Intrige in einem Streit geworden sind. Qaisar erhielt schon vor der Anzeige Morddrohungen. Der Verteidigung zufolge haben sie die strittige Internetseite bereits seit 2009 nicht mehr geführt. Vor dem Oberlandesgericht in Lahore haben sie nun Berufung eingelegt, um doch noch freigesprochen zu werden.

Bitte, appellieren Sie an den pakistanischen Präsidenten Arif Alvi, die zum Tode verurteilten Brüder zu begnadigen.

Die Appelladresse: Seine Exzellenz Präsident Arif Alvi via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstr. 29, 10719 Berlin, Fax: 030 21244210. Sie können dazu auch den >>>vorbereiteten Musterappellbrief herunterladen und ausdrucken. Er braucht nur um Absender, Datum und Unterschrift ergänzt werden. – Herzlichen Dank für die Unterstützung.

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Pakistan: Christ wegen Blasphemie-Vorwurf in Haft

Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats Dezember“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den pakistanischen Christen Humayun Faisal Masih benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den 33-Jährigen aus der Kleinstadt Sanda bei Lahore im Punjab einzusetzen und für ihn zu beten. Am 24. Mai 2015 bezichtigten die muslimischen Männer Syed Zeeshanul Haq, Muhammad Jamshed und Kashif Ali Shah, nachdem sie am frühen Nachmittag die örtliche Shah Noor Jamia Moschee verlassen hatten, den psychisch beeinträchtigten Straßenkehrer lauthals, Zeitungsseiten mit Koranzitaten verbrannt zu haben. Diese dürfen in Pakistan aufgrund der Blasphemiegesetze nicht weggeworfen, sondern müssen gesondert deponiert werden. An so einem Depot hatte sich Humayun im Zustand der Verwirrung zu schaffen gemacht, die Zeitungsseiten jedoch (laut Verteidigung) nicht angezündet.

Der Polizei gelang es mit Mühe gerade noch, ihn aus der Gewalt eines Mobs, der ihn lynchen wollte, zu befreien. Zu der aufgebrachten Menge kamen jedoch weitere Gewaltbereite hinzu: Rund 2.000 Fanatiker demolierten, plünderten und brandschatzten Häuser im nahegelegenen mehrheitlich christlichen Viertel. Muslimische Nachbarn bedrängten sie, „den Christen eine Lektion zu erteilen“. Einzelne drohten, die Christen lebendig zu verbrennen, die daraufhin flohen. Verstärkung durch Spezialeinheiten der Polizei verhinderte knapp ein Massaker. Seither sitzt Humayun Faisal hinter Gittern: Ein Kautionsantrag wurde rund einen Monat nach der Verhaftung abgelehnt und sein Fall wird seither verschleppt. – Leider werden Blasphemievorwürfe in Pakistan dazu benutzt, Stimmung gegen religiöse Minderheiten zu machen.

Bitte, appellieren Sie per Brief an den pakistanischen Präsidenten Arif Alvi, dass sich das zuständige Gericht zügig mit dem Fall befassen und den Angeklagten freisprechen kann.

Die Appelladresse: Seine Exzellenz Präsident Arif Alvi via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstr. 29, 10719 Berlin, Fax: 030 21244210. Sie können dazu auch den >>>vorbereiteten Musterappellbrief herunterladen und ausdrucken. Er braucht nur um Absender, Datum und Unterschrift ergänzt werden. – Herzlichen Dank für die Unterstützung.

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Pakistan: Junger Christ wegen angeblicher Cyber-Blasphemie in Haft

Frankfurt am Main. Zum „Gefangenen des Monats April“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den pakistanischen Christen Patras Masih benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den 21-Jährigen einzusetzen und für ihn zu beten. Am 19. Februar stellte sich der junge Mann aus einem Vorort von Lahore der Polizei, nachdem ein von einer islamistischen Organisation angeführter Mob in der christlichen Siedlung, in der er mit seiner Familie lebte, gedroht hatte, die Häuser niederzubrennen. Rund 800 Christen mussten sich in Sicherheit bringen.

Die Fanatiker werfen Patras, der als Reinigungskraft in einer Bank arbeitete, vor, bereits am 16. Januar in einer Facebook-Messenger-Gruppe ein gotteslästerliches Bild gesendet zu haben: Dies zeige einen Mann, wie er auf der Kuppel einer besonders ehrwürdigen Moschee steht. Sie sehen darin den Tatbestand der Beleidigung des Propheten Mohammed erfüllt, der in Pakistan die Todesstrafe zur Folge hat. Seine Rechtsanwältin Aneeqa Anthony hält es für ausgeschlossen, dass Patras das Bild verschickte.

Besonders dramatisch entwickelte sich die Geschichte, als Patras‘ Cousin Sajid, der derselben Messengergruppe angehört haben soll, ebenso unter Verdacht geriet und beim Verhör von der Staatsanwaltschaft gefoltert, sowie sexuell bedrängt wurde. Um der Tortur zu entgehen, sprang er aus dem vierten Stock und verletzte sich so lebensgefährlich. Die Familie bangt weiterhin um sein Leben. – Bitte, appellieren Sie über die pakistanische Botschaft in Berlin an den Staatspräsidenten und bitten um sofortige Freilassung. Die Appelladresse lautet:

Seine Exzellenz Präsident Mamnoon Hussain
via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan
Schaperstraße 29, 10719 Berlin, Fax: 030/21244210.
Sie können dazu den vorbereiteten >>>Muster-Appell-Brief herunterladen und ausdrucken. Er ist nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen und kann in einem Fensterbrief-Umschlag versandt werden (Porto: 70 ct)

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Pakistan: Christ nach Eigentumsstreit unter Blasphemie-Anklage

Familie von fanatisierter Nachbarschaft bedroht

Als „Gefangenen des Monats März“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) den 69-jährigen pakistanischen Christen Mukhtar Masih benannt. Sie rufen auf, für ihn einzutreten und zu beten. Am 28. Januar spätabends, als Masih und seine Familie bereits schliefen, brach die Polizei mit Gewalt in die Wohnung in Lahore ein und ergriffen ohne weitere Erklärung ihn und seinen Sohn Anjum. Sie prügelten auf beide Männer ein und brachten sie zu einer Gegenüberstellung in ein anderes Privathaus. Dort erfuhren Vater und Sohn erstmals durch dort versammelte Männer von dem Vorwurf der Blasphemie, der gegen sie vorlag. Von dort wurden die zwei Christen zur Polizeistation gebracht. Nach zwei Tagen kam der Sohn wieder frei und der Vater ins Gujaranwala Distrikt Gefängnis. Hintergrund der Anzeige ist wohl ein Konflikt um Landeigentum, der zwischen Männern, die bei der Gegenüberstellung dabei waren, und dem Familienvater schwelt. Außergewöhnlich in dem Fall ist, dass die Polizei selbst Anzeige auf der Grundlage der Aussagen dieser Männer erstattet hat, derzufolge Mukhtar Masih in zwei Briefen vom 26. Januar sowohl Mohammed als auch den Koran beleidigt haben soll. Keiner der vermeintlichen Zeugen kann jedoch etwas Konkretes dazu aussagen, ob der Christ so einen Brief tatsächlich verfasst hat. Dem 69-Jährigen droht die Todesstrafe. Bitte, appellieren Sie an Seine Exzellenz
Mamnoon Hussain, Präsident der Islamischen Republik Pakistan, via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan
Schaperstraße 29, 10719 Berlin. Fax: 030 – 212 44 210

Für den Appell können Sie den vorbereiteten Musterbrief verwenden – entweder als Vorlage, oder unverändert. Er ist um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen.

>>Download Musterbrief

Herzlichen Dank für die Unterstützung!

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Asia Bibi: Noch kein Ende der Leidenszeit

Im Vorfeld des für den 13. Oktober 2016  angesetzten Anhörungsverfahrens vor dem obersten Gericht in Islamabad gab es die berechtigte Hoffnung auf einen Freispruch aus formalen Gründen. Die Christen in Pakistan und alle hier bei uns, die sich für Asia Bibi eingesetzt haben, fragen sich, wann das Leid der wegen Blasphemie zum Tode verurteilten Christin endlich ein Ende hat. Nach fast sieben Jahren hinter Gittern und zuletzt fünf Vertagungen vor dem Höchsten Gericht in Pakistans Hauptstadt Islamabad muss sie weiterhin befürchten, hingerichtet zu werden. Angehörige und Freunde leiden mit der fünffachen Mutter. Ihrem Mann stand die Enttäuschung nach der zweiminütigen Anhörung am Donnerstag ins Gesicht geschrieben.

Ein Vertreter der Britisch-Pakistanisch-Christlichen Vereinigung sagte gegenüber dem anglikanischen Infoportal Episcopal News Service: „Ich sah Ashiq Masih an und sah die Angst und die Wut in seinen Augen, als er das Gericht verließ, sichtbar erschüttert durch einen weiteren Aufschub in der überaus langen Causa von Asia Bibi.“ Ein neuer Termin wurde noch nicht bestimmt.

Der gesamte Prozess um die angebliche Herabwürdigung des Islam war von Drohungen, Protesten und massiver Gewalt durch Islamisten begleitet. Der Grund für den Aufschub ist die Befangenheit eines Richters. Er hatte dazu beigetragen, dass  der Mörder (Mumtaz Qadri) des am 4. Januar 2011 ermordeten Provinzgouverneurs von Punjab, Salman Taseer gehängt wurde. Beobachter fragten sich, warum diese Besetzung nicht von vornherein vermieden worden ist. „Das ist ein grober Verstoß gegen ein faires Verfahren. Hier gilt das Prinzip, wonach aufgeschobene Gerechtigkeit die Verweigerung derselben bedeutet. Das ist nicht akzeptabel“, kritisierte Katherine Sapna von der pakistanischen Menschenrechtsorganisation Christian True Spirit.

Qadri war Taseers Leibwächter, erschoss ihn aber, nachdem der Politiker Asia Bibi im Sheikhupura Gefängnis der Hauptstadt besucht und ihr versichert hatte, sich bei seinem Freund, dem damaligen pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari, für ihre Begnadigung einzusetzen. Mehr als 500 Islamgelehrte priesen Qadris Tat und verehren ihn als Helden der Scharia. Die Hinrichtung löste eine Serie von Protesten aus. Ein anderer Richter, vor dem sich Qadri verantworten musste, Pervez Ali Shah, war gezwungen, samt Familie nach Saudi Arabien zu fliehen, um einem Attentat zu entgehen.

Zwei mit der Causa verbundene Attentate als Bilanz zeigen, dass Bibi längst schon zum Symbol für den Kampf um den Einfluss der Scharia im Land steht, der seit dem Regime General Zia ul-Haqs (1977 bis 1988) beständig zunimmt. Asia Bibi sitzt seit dem 19. Juni 2009 in Haft und wurde erstinstanzlich im November 2010 zum Tode verurteilt. Wenn der Oberste Gerichtshof in der Berufung das Todesurteil bestätigt, besteht die letzte Hoffnung Asia Bibis in einem Gnadengesuch an den pakistanischen Präsidenten. Ein Gnadenakt könnte das ganze Land in Aufruhr versetzen, wie Beobachter befürchten, denn die Stimmungsmache islamistischer Kreise nimmt zu. Muslimische Frauen hatten Asia Bibi nach einem Streit der Verunglimpfung Mohammeds beschuldigt. Sie hatten sich darüber aufgeregt, dass sie als Christin aus derselben Wasserschale getrunken hatte.

Islamische Führer, vor allem in der Roten Moschee, einer einflussreichen islamistischen Hochburg im Herzen der Hauptstadt, hatten zu landesweiten Protesten im Fall ihrer Freilassung aufgerufen. In allen größeren Städten verbreiteten Islamisten Drohungen gegen Unterstützer der Christin. Das berichtet Joseph Francis, Direktor der christlichen Rechtshilfe-Organisation CLAAS, der Prozessbeobachter ist. „Die radikalislamische Gruppe Sunni Tehreek hat eine Stellungnahme verbreitet, in der sie die Regierung auffordert, Asia Bibi zu hängen sowie alle anderen auf der Grundlage der Blasphemiegsetze Gefangenen. Sie tun darin kund, dass alle Anwälte oder Personen, die Asia Bibi verteidigen oder unterstützen, getötet werden“, sagte Francis weiter. Dieser Gruppe gehören rund 150 Islamgelehrte an, die das Gericht unter Druck setzen, Bibi an den Galgen zu bringen. Nach Einschätzung von CLAAS besteht die Gefahr, dass solche Gruppen nach einer Freilassung große Proteste in Pakistan initiieren sowie das Eigentum und das Leben der Christen in Gefahr bringen könnten. Es sei sehr wichtig, dass die Regierung diese Angelegenheit ernst nimmt und vor der Revisionsverhandlung Sicherheitsmaßnahmen ergreift, nicht nur in Islamabad, sondern im ganzen Land und besonders in der Provinz Punjab, wo Bibi herkommt. 

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Appellbitte für den pakistanischen Christen Nabeel Masih

Christlicher Teenager wegen angeblicher Blasphemie in Haft – Familie und Nachbarn von Fanatikern bedroht

Als „Gefangenen des Monats Oktober“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) den 16-jährigen pakistanischen Christen Nabeel Masih benannt. Sie rufen auf, für ihn einzutreten und zu beten. Masih, dessen Mutter schon verstorben ist, sitzt seit dem 18. September unter Blasphemieverdacht im Gefängnis. Ihm drohen zehn Jahre oder sogar lebenslange Haft. Es verbreitete sich im Dorf des Fabrikarbeiters die Nachricht, er habe ein manipuliertes Bild von der heiligsten Stätte der Muslime, der Kaaba in Mekka, auf Facebook geteilt. Wie die IGFM erfuhr, soll die Bildbearbeitung auf seinen muslimischen Facebook-Freund Akhtar Ali herabwürdigend gewirkt haben; dieser erstattete Anzeige. Möglicherweise ist Nabeel aber in eine Falle getappt. Ein Pastor, der auch Arzt im Dorf ist und den Beschuldigten seit dessen Kindheit kennt, versicherte, dass Nabeel vernünftiger auf ihn wirke als viele Gleichaltrige und er bislang stets die religiösen Gefühle anderer respektiert habe. Um nicht gelyncht zu werden, mussten sich nun der Vater und die fünf Geschwister verstecken. Sogar die Nachbarn brauchen nun Polizeischutz. – Das Blasphemiegesetz in Pakistan wird immer wieder dazu mißbraucht, gegen Angehörige religiöser Minderheiten vorzugehen, vor allem gegen Christen. – Appellieren Sie an den pakistanischen Präsidenten Mamnoon Hussain über die pakistanische Botschaft in Berlin. Bitten Sie ihn, sich für die umgehende, bedingungslose Freilassung einzusetzen. Hierzu können sie auch den vorbereiteten Musterbrief herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Er kann in einem Fensterbriefumschlag versandt werden. Porto: 70 ct. – Fax-Nr. der Botschaft: 030 21244210.

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Ultimatum: Hinrichtung Asia Bibis gefordert

Eine Gruppe von islamischen Anhängern von Mumtaz Qadri, dem Mörder des pakistanischen Gouverneurs Salman Taseer, hat ein Ultimatum für die Vollstreckung des Todesurteils gegen Asia Bibi gestellt. Sie droht mit landesweiten Protesten Anfang April, wenn die christliche Familienmutter nicht bis zum 27. März hingerichtet wird. Bibi sitzt wegen Blasphemievorwürfen hinter Gittern. Christen im ganzen Land bangen um sie und beten für ihre Sicherheit. 

Qadri, der am 20. Februar hingerichtet wurde, wird von islamistisch angefeuerten Massen als Held der Scharia verehrt. Der ehemalige Leibwächter war eigentlich für die Sicherheit des Salman Taseers, des Gouverneurs des Punjab, verantwortlich. Er erschoss ihn jedoch am 4. Januar 2011 in Islamabad, nachdem der Politiker Asia Bibi im Sheikhupura Gefängnis der Hauptstadt besucht und ihr versichert hatte, sich bei seinem Freund, dem damaligen pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari, für ihre Begnadigung einzusetzen. Anwälte streuten Rosenblätter auf Qadri, als dieser vor Gericht erschien, moralisch gestützt durch mehr als 500 Islamgelehrte, die die Tat priesen. Der Richter, der dem Mörder zum Tode verurteilte, konnte sich nur noch durch Flucht aus dem Land retten. Die Hinrichtung löste nun eine Serie von Protesten aus.

Asia Bibi sitzt seit 19. Juni 2009 in Haft und wurde erstinstanzlich im November 2010 zum Tode verurteilt. Es wäre das erste Todesurteil wegen Blasphemie, das vollstreckt wird. Daher hat der Fall eine große Symbolkraft für die Auseinandersetzung um die Bedeutung der Scharia im Land. Pakistans Oberstes Gericht ließ vorigen Juli die Berufung zu und schob die Hinrichtung auf.

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Appellbitte für den pakistanischen Christen Naveed Masih

Frankfurt am Main. Die IGFM bittet, sich im Dezember besonders für den pakistanischen Christen Naveed Masih (Sargodha/Provinz Punjab) einzusetzen. Laut IGFM suchten viele Menschen bei dem 24-Jährigen seelsorgerlichen Rat, und sogar Muslime baten ihn, für sie zu beten. Dadurch wurden örtliche Sicherheitskräfte auf ihn aufmerksam. Sie forderten eine Art monatliches Schutzgeld von ihm und drohten damit, Schritte gegen ihn einzuleiten. Als er sich weigerte zu zahlen, stellten ihm Polizisten eine Falle. Ein Anrufer bat ihn um Hilfe und beide vereinbarten einen Treffpunkt. Dort nahmen Polizisten den Christen Anfang Oktober fest. Währenddessen durchsuchten Sicherheitskräfte sein Haus und beschlagnahmten ein antikes Schwert. Es war das Dankesgeschenk eines Muslims, der den Christen wegen geistlicher Nöte aufgesucht hatte. An dem Schwert sind Zitate aus dem Koran eingraviert. Sie lieferten laut IGFM den korrupten Polizisten den Vorwand, Naveed Masih wegen Blasphemie festzunehmen. Bei einem Schuldspruch können Angeklagte mit dem Tod oder lebenslanger Haft bestraft werden.

Das Appellschreiben richten Sie bitte an: Seine Exzellenz Mamnoon Hussain, Präsident der Islamischen Republik Pakistan, Islamabad/Pakistan, via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstr. 29, 10719 Berlin, Fax: 030 21244210. Ein Musterbrief dazu steht hier >>>zum Download bereit.

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Der pakistanische Christ Pervaiz Masih ist frei!

Aktuelle Meldung zu unserer Appellbitte vom 1. Oktober 2015

Frankfurt am Main. Ungewöhnlich schnell kam jetzt ein Gefangener frei: Der wegen Blasphemie beschuldigte pakistanische Christ Pervaiz Masih, vierfacher Familienvater aus der Nähe der Stadt Kasur (Provinz Punjab), wurde am Samstag gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen. Wie unsere Partner-Organisation The Voice berichtet, handelt es sich um einen seltenen Fall in der pakistanischen Geschichte, in dem bereits die erste Gerichtsinstanz einem Kautionsantrag der Verteidigung zustimmte. In vielen Fällen, wie etwa in dem von Asia Bibi, kam es schon sofort zu Verurteilungen. Der Bezirk Kasur gilt sogar als eine Gegend, in der ein rigides islamisches Rechtsverständnis vorherrscht, ein Landstrich, in dem sich die Menschen in den Dörfern leicht von Hasspredigern aufhetzen lassen. Wiederholt kam es bereits zu Fällen von Lynchjustiz, in denen der Mob gegen die Beschuldigten vorging.

Das Blasphemie-Gesetz ist zu einem Mittel zur Rache in persönlichen Auseinandersetzungen geworden, sagen pakistanische Menschenrechtler, so auch im Fall Pervaiz Masih. Seit dem 2. September saß der Ziegelei-Arbeiter wegen des Blasphemie-Vorwurfs hinter Gittern. Nach 14 Tagen durften seine Anwälte einen Kautionsantrag stellen. Pervaiz musste sogar befürchten, gelyncht zu werden und war daher zeitweise untergetaucht. Als die Polizei ihn suchte, zeigte sie sich äußerst parteiisch, misshandelte sogar seine Familie und bedrohte später auch das Team von The Voice, als dies in dem Fall ermittelte.

The Voice ist eine Stimme der unterdrückten Menschen und in ihrer Religionsfreiheit bedrohten Christen in der pakistanischen Provinz Punjab. Voice untersucht, bringt die Wahrheit ans Licht, klagt nicht nur an, sondern hilft auch humanitär. Und sie vertritt die Opfer vor Gericht, klärt über Realitäten auf, über die die Politik nicht laut spricht. Auch Pakistan wollen immer mehr Menschen verlassen – Gründe gibt es genug, aber noch mehr Gründe, den Menschen dort beizustehen und zu helfen. Wir unterstützen The Voice. Bitte helfen sie uns dabei.

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Der deutsche Innenminister ist hier gefordert!

Ihre Hilfe für Verfolgte und Bedrängte

Lebensgefahr für abgelehnte konvertierte ausländische Christen

Indien: Christen sind weiterhin Zielscheibe

Indien

Christen in Nordkorea nicht vergessen!

IS wütet auch in Indonesien

Freilassung!

Freilassung!

Nach versuchter Zwangskonvertierung…

Solidarität mit mit den koptischen und orientalischen Christen