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Christliche Familien kehren zurück nach Mosul

27.03.2018: Vatican News berichtet: Nachdem die Stadt Mosul und die Ninive-Ebene von den Kämpfern des IS befreit wurden, kehren immer mehr Christen in ihre Heimat zurück.
Bereits 4.000 geflüchtete christliche Familien sind in den letzten Monaten nach Mosul und in die Ninive-Ebene zurückgekehrt. Am 9. Dezember 2017 hatte der irakische Präsident Haider al Abadi die Befreiung des Gebiets von den Anhängern des sogenannten islamischen Staates (IS) proklamiert. Seit diesem Zeitpunkt kehren mehr und mehr Familien in ihre alte Heimat zurück, sagte Nawfal Hammadi, Gouverneur der Provinz Ninive am vergangenen Sonntag.

Hammadi stellte außerdem klar, dass die meisten dieser Flüchtlinge vor dem IS in der autonomen irakischen Region Kurdistan Zuflucht gefunden hatten.

Zwischen Juni und August 2014 hatte die Eroberung dieses Gebiets durch die Kämpfer des sogenannten IS die Christen aus der Region zur Flucht veranlasst. Hammadi zufolge wird der Zustrom der christlichen Rückkehrer in ihre eigenen Häuser noch einmal vermehrt zunehmen, wenn das aktuelle Schuljahr und das laufende akademische Jahr enden. Das sagte er gegenüber dem Fernsehersender PressTV auf Englisch. (fides – nv)

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Appellbitte für den vietnamesischen Evangelisten Ksor Y Du

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Im November 2010 verurteilte ein vietnamesisches Gericht den damals 47jährigen Evangelisten Ksor Y Du wegen „Untergrabung der nationalen Einheit“ zu sechs Jahren Gefängnis und vier Jahren Hausarrest. Der Mitangeklagte damals 30jährige Kpa Y Co erhielt vier Jahre Haft und zwei Jahre Hausarrest. Während Kpa Y Co im Juli 2013 entlassen wurde, bleibt der gesundheitlich angeschlagene Y Du weiter inhaftiert. Es gibt Berichte, dass der Gefangene an der Decke aufgehängt und geschlagen und in einem Gefängnis im Norden Vietnams zum Steine schleppen gezwungen wird. Y Du ist Mitglied der Hauskirchenbewegung „Vietnam Good News Mission“ und wurde bereits zehn Monate vor seiner Verurteilung im Januar 2010 festgenommen.

Er war bereits früher wegen seines Einsatzes für Religionsfreiheit und ethnischen Minderheitenrechten vier Jahre im Gefängnis. 2004 war er festgenommen worden, als er versuchte, nach Kambodscha zu fliehen. Als er bei seiner Verurteilung im November 2010 gefragt wurde, ob er seine Religion und die Mitgliedschaft in seiner Kirche aufgeben wolle, verneinte er dies und erklärte seine Bereitschaft, für den Glauben zu sterben.

Auf Y Du´s Frau Le H´Gioi wurde Druck ausgeübt, ihren christlichen Glauben zu verleugnen, wodurch ihr Mann frei gekommen wäre. Le H´Gioi blieb ebenfalls standhaft. Das Ehepaar hat eine Tochter.

Der Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats, Prof. Heiner Bielefeldt von der Universität Erlangen, besuchte im Juli 2014 Vietnam. Er berichtet: „Der geplante Besuch der Provinzen An Giang, Gia Lai und Kon Tum wurde leider drei Tage unterbrochen. Ich erhielt glaubhafte Informationen, dass einige Personen, die ich treffen wollte, entweder unter intensiver Beobachtung standen, gewarnt, eingeschüchtert oder schikaniert, oder durch die Polizei am Reisen gehindert wurden. Selbst diejenigen, denen es gelang, mich zu treffen, waren nicht frei von polizeilicher Überwachung oder Befragung. Darüber hinaus wurde ich selbst durch mir nicht angekündigte ‚Sicherheits- und Polizeiagenten‘ bezüglich meiner Aufenthaltsorte eng beschattet.“ Er führt weiter aus: „Die Bedingungen, unter denen Individuen oder Gruppen ihre Religion oder ihren Glauben ausüben können, sind willkürlich und hängen oft von dem Goodwill der staatlichen Behörden ab; letztendlich von den örtlichen Behörden. Darüber hinaus sehen sich Angehörige religiöser Minderheiten ohne offizielle Anerkennung weiterhin enormen Schwierigkeiten ausgesetzt, wenn sie ihre Rechte auf freie Ausübung ihrer Religion oder ihrer Glaubensüberzeugung wahrnehmen.“

Appellieren Sie an Staatspräsident Truong Tan Dung, dass Vietnam die in der Verfassung garantierte Religionsfreiheit achtet. Drücken Sie Ihre Sorge über das im Januar 2013 in Kraft getretene Dekret 92 aus, das Religionsgemeinschaften zwingt, ihre Organisationen und Aktivitäten minutiös registrieren zu lassen, wenn sie offiziell anerkannt werden wollen. Vietnam hat 1982 den „Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ mit der umfassenden Garantie auf Religionsfreiheit ratifiziert.

Bitten Sie um die umgehende Freilassung von Ksor Y Du und die Sicherung seiner Gesundheitsfürsorge. Ksor Y Du hat sich nur für die ihm und anderen zustehenden Menschenrechte eingesetzt. Sein Schicksal ist international auch nach über fünf Jahren Haft nicht vergessen.

Die Appelladresse: S. E. Staatspräsident Truong Tan Dung, via Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam, Elsenstraße 3, 12435 Berlin-Treptow, Fax: (030) 53630200, Email: sqvnberlin@t-online.de

Für die Abfassung des Appells können Sie den vorbereiteten >>>Musterbrief als Vorlage nehmen, oder aber diesen ohne Änderung übernehmen. Er braucht nur um Absender, Datum und Unterschrift ergänzt werden. Er eignet sich zum Versand im Fensterbrief-Umschlag (Porto: 0,62 €).

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