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Yearly Archives: 2016

Ein weiterer Märtyrer

China: Noch mehr Religionskontrolle

Falsche Version von China

Kardinal Zen bei der IGFM-Jahresversammlung in Bonn

Christlichen Konvertiten wird Asyl verweigert

Christliche Familien kehren zurück nach Mosul

27.03.2018: Vatican News berichtet: Nachdem die Stadt Mosul und die Ninive-Ebene von den Kämpfern des IS befreit wurden, kehren immer mehr Christen in ihre Heimat zurück.
Bereits 4.000 geflüchtete christliche Familien sind in den letzten Monaten nach Mosul und in die Ninive-Ebene zurückgekehrt. Am 9. Dezember 2017 hatte der irakische Präsident Haider al Abadi die Befreiung des Gebiets von den Anhängern des sogenannten islamischen Staates (IS) proklamiert. Seit diesem Zeitpunkt kehren mehr und mehr Familien in ihre alte Heimat zurück, sagte Nawfal Hammadi, Gouverneur der Provinz Ninive am vergangenen Sonntag.

Hammadi stellte außerdem klar, dass die meisten dieser Flüchtlinge vor dem IS in der autonomen irakischen Region Kurdistan Zuflucht gefunden hatten.

Zwischen Juni und August 2014 hatte die Eroberung dieses Gebiets durch die Kämpfer des sogenannten IS die Christen aus der Region zur Flucht veranlasst. Hammadi zufolge wird der Zustrom der christlichen Rückkehrer in ihre eigenen Häuser noch einmal vermehrt zunehmen, wenn das aktuelle Schuljahr und das laufende akademische Jahr enden. Das sagte er gegenüber dem Fernsehersender PressTV auf Englisch. (fides – nv)

Türkei: Pastor als angeblicher CIA-Agent inhaftiert

Pakistan: Christen in großer Bedrängnis

Appellbitte für drei iranische Christen

Frankfurt am Main. Aus unbekannten Gründen wurden im Iran die Christen Yasser Mossayebzadeh, Saheb Fadaie sowie Mohammadreza Omidi festgenommen. Sie befinden sich im Lakan-Gefängnis in der Stadt Rascht am Kaspischen Meer. Bislang haben sich die Behörden nicht dazu geäußert, was diesen Christen vorgeworfen wird. Sie haben nur die Möglichkeit einer Freilassung gegen Kaution in Höhe von umgerechnet 30.000 Euro in Aussicht gestellt, ein Betrag, der für die drei Häftlinge unerschwinglich ist. Von Yasser Mossayebzadeh ist bekannt, dass er – wie die anderen beiden – verheiratet ist. Fadaie ist Vater einer achtjährigen Tochter, Omidi hat zwei Töchter im Alter von 13 und 15 Jahren.

Anmerkung: Yasser Mossayebzadeh war am 13. Mai im Haus von Pastor Nadarkhani zusammen mit diesem und dessen Frau Tina festgenommen worden. Die Eheleute sind – wie berichtet wurde – wieder auf freiem Fuß.

Der Fall Nadarkhani wurde durch die zeitweilige Anklage wegen Apostasie weltweit bekannt. Er war mit einigen Monaten Unterbrechung bereits von 2009 bis 2013 inhaftiert. Die IGFM befürchtet, dass die Razzien zu einer breiter angelegten systematischen Aktion gehören, die junge christliche Gemeinschaften letztlich ins Exil drängen sollen. –
Die Appell-Adresse: Botschaft der Islamischen Republik Iran, S.E. Herrn Botschafter Ali Majedi, Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin, Fax: 030-8435 3535.

Sie können einen eigenen Appelltext entwerfen oder einfach den Muster-Appellbrief herunterladen. Dieser ist nur mit Absender, Datum und Unterschrift zu versehen und entweder per Fax oder per Brief an die Botschaft zu senden. (Porto 70 ct)

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Wie geht es den Christen in Nordkorea?

Ein Interview mit Hartmut Koschyk, MdB

Der CSU-Bundestagsabgeordnete, Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten sowie Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe Hartmut Koschyk gilt als ausgewiesener Kenner Nordkoreas. Viele Reisen führten ihn bereits in das verschlossene Land. Koschyk liegt das Recht auf freie Ausübung der Religion sehr am Herzen – dies macht er bei seinen vielen internationalen Reisen immer wieder deutlich. Das Interview führten Vertreter des IGFM-Arbeitskreises Religionsfreiheit Weltweit.

Sie waren mehrfach in Nordkorea. Konnten Sie den Menschen direkt begegnen?

Bei Besuchen in Nordkorea werde ich natürlich immer von Funktionären des nordkoreanischen Regimes begleitet und im Vorfeld der Besuche wird auch stets ein festes Reiseprogramm mit der nordkoreanischen Seite abgestimmt. Insofern ist ein wirklich offenes Gespräch mit Menschen, denen ich begegne, meist nicht möglich.

Auch sind nur Besuche der unter strikter staatlicher Kontrolle stehenden Kirchengemeinden möglich. Allerdings gibt es rund 30.000 nordkoreanische Flüchtlinge in Südkorea, darunter zahlreiche Christen, die in Nordkorea verfolgt wurden. Bei meinen regelmäßigen Gesprächen mit nordkoreanischen Flüchtlingen in Südkorea versuche ich mir aus erster Hand ein Bild über Repressalien und Verfolgung von Christen in Nordkorea zu machen. Auch führe ich in Südkorea in allen Fällen auch Gespräche mit Vertretern der beiden christlichen Kirchen, um mich über deren Einschätzung der Lage der Christen in Nordkorea zu informieren.

Hat sich in diesem Staat zwischen Ihren Besuchen etwas verändert?

Wenn man von einer zu erkennenden leichten wirtschaftlichen Entwicklung einmal absieht, hat sich in Nordkorea in den vergangenen Jahren wenig bewegt. Der Machtanspruch von Kim Jong-un und des ihn tragenden Regimes wird nicht in Frage gestellt, Regimekritiker werden unverändert verfolgt und Religionsfreiheit und Menschenrechte weiterhin missachtet. In all den Jahren, in denen ich mich nun mit der Situation auf der koreanischen Halbinsel beschäftige, muss ich zudem leider feststellen, dass nach Phasen einer Annäherung und der Öffnung in allen Fällen auch wieder eine Phase der Verhärtung eingetreten ist. Grund hierfür ist, dass es innerhalb der nordkoreanischen Führung Strömungen gibt, die eine Annäherung und eine Öffnung des Landes befürworten bzw. kategorisch ablehnen.

Es gab Anlass zur Hoffnung, dass es den beiden koreanischen Staaten im Sommer vergangenen Jahres gelungen ist, in einer Phase der Eskalation zu einer Vereinbarung zu kommen, die ich sehr bemerkenswert empfand: Eine Quasi-Entschuldigung Nordkoreas für die im Grenzgebiet verlegten Minen einerseits und andererseits die Bereitschaft Südkoreas auf die Beschallung durch Lautsprecher an der innerkoreanischen Grenze zu verzichten. Auch wurde die Wiederaufnahme des Dialogs und erneute Treffen getrennter Familien vereinbart. Alle führenden Persönlichkeiten, alle Machtzentren Nordkoreas, Kim Jong-un, das Militär, aber auch die Partei haben diese Vereinbarung mit Südkorea begrüßt. Es sah danach aus, dass wieder etwas Bewegung in die verhärteten Fronten kommt. Leider hat der nordkoreanische Nukleartest und die darauf folgenden Raketenstarts seit Jahresbeginn die positiven Entwicklungen des vergangenen Jahres zunichte gemacht.

Sehen Sie Chancen auf Öffnung des Landes bezüglich der Religionsfreiheit und der Menschenrechte im Allgemeinen?

Auch unter dem Machthaber Kim Jong-un hat sich die Situation nicht geändert. Die Menschenrechtslage in Nordkorea bleibt unverändert besorgniserregend, umso mehr, da nach den verhängten UN-Resolutionen Nordkorea jeglichen Menschenrechtsdialog abgebrochen hat.

Momentan sind drei westliche Gefangene in Nordkorea bekannt. Einer davon ist der koreanisch-stämmige Pastor Hyeon Soo Lim. Gab es bei Ihren Besuchen Gelegenheit, das Schicksal dieser Gefangenen zu thematisieren?

Ich habe bei meinen zahlreichen Reisen nach Nordkorea meinen nordkoreanischen Gesprächspartnern immer verdeutlicht, dass der Ausbau von bilateralen Beziehungen untrennbar mit der Wahrung der Menschenrechte und dem Recht auf freie Religionsausübung verbunden ist. Dies schließt alle Menschen in Nordkorea ein, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, darunter auch den koreanisch-stämmigen Pastor Hyeon Soo Lim.

Im Jahr 2001 wurden auf Bitten der Republik Korea zur Unterstützung der „Sonnenscheinpolitik“ des damaligen Präsidenten der Republik Korea und späteren Friedensnobelpreisträgers, Kim Dae-jung, offizielle Beziehungen zwischen Deutschland und der Demokratischen Volksrepublik Korea aufgenommen. Nach der dabei getroffenen Vereinbarung sollen die diplomatischen Beziehungen zur Sicherung der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen, zu Fortschritten im innerkoreanischen Dialog sowie zur Verbesserung der Menschenrechtslage in Nordkorea beitragen. So haben sich die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung der Demokratischen Volksrepublik Korea anlässlich des Notenwechsels vom 1. März 2001 zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Staaten in Artikel 6 darauf verständigt: „Beide Seiten wollen einen Dialog über die Menschenrechtsfrage führen“. Besagter Notenwechsel ist Grundlage für alle Gespräche der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe, der ich als Vorsitzender vorstehe, und des Ausschusses für Menschenrechte des Deutschen Bundestages mit der nordkoreanischen Seite.

Die VR China gilt noch immer als der „Große Bruder“ oder zumindest Beschützer Nordkoreas. Wie bewerten Sie diesen Einfluss?

Erkennbar geht die VR China zunehmend auf Distanz zu Nordkorea, gerade auch aufgrund der Tatsache, dass der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un zunehmend unberechenbare Entscheidungen trifft, die auf eine strikte Ablehnung der chinesischen Seite stoßen.

Der Nukleartest war ein Schlag ins Gesicht für die chinesische Seite und die Tatsache, dass neben Russland auch China den bislang schärfsten Sanktionen gegen Nordkorea im UN-Sicherheitsrat zugestimmt hat, ist ein Indiz, dass selbst Peking Nordkoreas aggressiven Kurs nicht länger duldet. Der bisherige Hauptverbündete, die VR China, verweigert erkennbar immer mehr seine Rückendeckung, beteiligt sich aus globalstrategischen Überlegungen an den internationalen Sanktionen und stoppte Anfang März erstmals Rohstoffexporte an seiner Grenze zu Nordkorea.

Nach der Zustimmung der VR China zu den schärfsten Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat gegen Nordkorea verhängt hat, sollten die USA die Regierung in Peking nunmehr dabei unterstützen, im Schulterschluss mit Russland, Japan und Südkorea die Sechs-Parteien-Gespräche wiederzubeleben. Nur eine enge Zusammenarbeit zwischen den USA und der VR China könnte hierfür die notwendigen Voraussetzungen schaffen.

Während Ihrer Reisen haben Sie auch mehrfach Gottesdienste in den staatlich überwachten Kirchen besucht. Können Sie Ihre Eindrücke in einem solchen Gottesdienst beschreiben?

Selbst wenn die Arbeit der Kirchen in Nordkorea stark reglementiert ist, darf man dennoch nicht die spirituelle Kraft der Kirchen unterschätzen. Bei meinen Besuchen in Pjöngjang habe ich stets auch die unter strikter staatlicher Kontrolle stehenden christlichen Gemeinden (zwei evangelische Gemeinden und eine katholische Gemeinde) besucht. Zuletzt besuchte die Delegation der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe am 25. Oktober 2015 in Pjöngjang einen Gottesdienst in der katholischen Jangchung-Kirche und in der evangelischen Pongsu-Kirche. Bedenkt man, dass bei Gesprächen mit Gemeindemitgliedern immer auch Personen anwesend sind, die hierüber die staatlichen Stellen genauestens informieren, sind offene Gespräche aus Angst vor Repressalien kaum vorstellbar.

Der Gottesdienst in der katholischen Jangchung-Kirche war wie der evangelische Gottesdienst in der Pongsu-Kirche geprägt von innerkoreanischen Begegnungen. An dem katholischen Gottesdienst in der Jangchung-Kirche haben seit sieben Jahren erstmals wieder zwölf katholische Priester aus Südkorea teilgenommen, um gemeinsam den Gottesdienst zu feiern. Am evangelischen Gottesdienst in der Pongsu-Kirche nahmen Mitglieder des Ökumenischen Forums des Weltkirchenrates für Frieden, Wiedervereinigung und Entwicklungszusammenarbeit auf der koreanischen Halbinsel teil.

Die Teilnahme der südkoreanischen Priester am Gottesdienst in der katholischen Jangchung-Kirche und die Teilnahme der Mitglieder des Ökumenischen Forums des Weltkirchenrates für Frieden, Wiedervereinigung und Entwicklungszusammenarbeit auf der koreanischen Halbinsel, darunter auch Vertreter der Evangelischen Kirchen Nord- und Südkoreas sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Gottesdienst in der evangelischen Pongsu-Kirche verdeutlichten eindrucksvoll, welch nachhaltige Impulse für eine innerkoreanische Annäherung von den beiden christlichen Kirchen auszugehen vermögen.

Gleichzeitig boten beide Gottesdienste der nordkoreanischen Führung aber selbstverständlich auch eine willkommene Möglichkeit öffentlichkeitswirksam eine Christenverfolgung in Nordkorea in Frage zu stellen und zu zeigen, dass man auch bereit ist, in einen Menschenrechtsdialog einzutreten.

Am Gottesdienst in der evangelischen Pongsu-Kirche nahmen übrigens auch der internationale Direktor des Weltkirchenrates, Peter Prove, der Generalsekretär des Kirchenrats der Evangelischen Kirchen Südkoreas, Kim Young-Ju, der ehemalige Sonderbotschafter für Menschenrechtsfragen in Nordkorea der südkoreanischen Regierung unter Präsident Kim Dae-Jung, Prof. Park Kyung-Seo, der ehemalige südkoreanische Ministerpräsident Goh Kun sowie der Geschäftsführer der Deutschen Ostasienmission und Ostasienreferent des Evangelischen Missionswerks in Deutschland, Lutz Drescher, der die EKD in genanntem Ökumenischen Forum vertritt, teil.

Ist der Status traditioneller Religionsgemeinschaften mit dem der Christen vergleichbar, oder steht für die Buddhisten und Anhänger des Konfuzianismus ein größerer Spielraum zur Verfügung, wie wir etwa in Laos beobachten, wo dem Buddhismus eine Sonderstellung eingeräumt wurde?

Christen und andere Religionsgemeinschaften gelten in Nordkorea als gefährliche politische Feinde, insbesondere auch weil sie die gottgleiche Verehrung von Staatsgründer Kim Il Sung sowie dessen 2011 verstorbenem Sohn Kim Jong Il ablehnen. Ihren Glauben können die Christen in Nordkorea nur heimlich leben.

Verfügt die russisch-orthodoxe Kirche über bessere Bedingungen?

Die russisch-orthodoxe Kirche unterliegt der gleichen strengen Reglementierung durch die staatlichen Stellen und ist wie die anderen christlichen Kirchen Repressalien ausgesetzt. Aufgrund der Tatsache, dass weniger Menschen der russisch-orthodoxen Kirche angehören, wird sie allerdings vom nordkoreanischen Regime wohl weniger als Bedrohung angesehen.

Ist der Personenkult um Kim Jong-un und seiner Dynastie noch allgegenwärtig?

Der Personenkult um Kim Jong-un und seiner Dynastie ist für die Legitimation des Regimes von entscheidender Bedeutung. Obwohl der Personenkult in den nordkoreanischen Medien und der Gesellschaft allgegenwärtig scheint, bin ich dennoch der festen Überzeugung, dass wie zu Zeiten des Stalinismus in der Sowjetunion es auch in Nordkorea nicht gelungen ist, eine kritische Reflektion über Kim Jong-un und das ihn tragende Regime auszulöschen. Dies umso mehr in der jetzigen Situation, da Kim Jong-un 2011 mit der Marschrichtung angetreten war, den Lebensstandard der Bevölkerung Nordkoreas deutlich zu verbessern – aber das Gegenteil ist der Fall, denn Nordkorea bewegt sich unaufhaltsam in die wirtschaftliche Isolation.

Was empfehlen Sie einer Privatperson, die sich für Religionsfreiheit und Menschenrechte in Nordkorea einsetzen möchte?

Es ist von größter Bedeutung, dass die Missachtung der Religionsfreiheit und der Menschenrechte in Nordkorea im Blickfeld der öffentlichen Wahrnehmung bleibt. Hierzu tragen nachhaltig auch unzählige Nichtregierungsorganisationen, bei denen sich Privatpersonen engagieren können, weltweit bei.

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Appellbitte für den koreanischen Pastor Hyeon Soo Lim

Er half Hungernden im Kommunistischen Nordkorea. Dafür wurde er zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt.

Der in Südkorea geborene Pastor der Light Korean Presbyterian Church ist seit Februar 2015 in Nordkorea inhaftiert und wurde durch das Oberste Gericht des Landes zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt. Hyeon Soo Lim war Ende Januar 2015 wegen einer humanitären Aktion nach Nordkorea eingereist. Laut seiner Gemeinde in Toronto war dies eine von insgesamt rund 100 Reisen, die er seit 1997 zur Betreuung eines Waisenhauses und einer Kinderkrippe in das Land unternommen hatte.

Nach seinem Verschwinden im Februar 2015 wurde er im Juni auf einer Pressekonferenz in der Landeshauptstadt Pjöngjang vorgeführt. Dort „gestand“ er laut nordkoreanischen Berichten, das Ziel des Regimesturzes und den Aufbau eines religiösen Staates verfolgt zu haben. Zudem soll er sich zu Entführungsversuchen von Nordkoreanern mit Hilfe südkoreanischer und US-amerikanischer Behörden „bekannt“ haben. Basierend auf diesem Geständnis wurde der 60-jährige staatsfeindlicher Aktivitäten für schuldig befunden. Nordkorea gilt als Land mit der schärfsten Christenverfolgung.

Bitte, fordern Sie seine umgehende Freilassung. Die Appell-Adresse: Seine Exzellenz Kim Jong-un, Oberster Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea Via Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea Glinkastraße 5-7 10117 Berlin, Fax 030 22651929. Dazu können Sie einen >>>Muster-Appellbrief herunterladen, der um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Das Porto für den Versand an die Botschaft in Berlin beträgt 70 ct.

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China lässt zwei Gefangene frei! Kampagne gegen Kreuze geht weiter

Uns erreichte die erfreuliche Nachricht über zwei Haftentlassungen in China:

Der evangelische Pastor Gu Yuese und der christliche Rechtsanwalt Zhang Kai sind frei. Für Zhang Kai setzte sich die IGFM im Januar 2016 ein – siehe Appellbitte. Internationaler Druck kam hinzu – auch die Begegnung des chinesischen Präsidenten Xi Jinping mit US-Präsident Barack Obama in der Woche nach Ostern in Washington aus Anlass des dortigen Atomgipfels spielte eine Rolle.

Ende Januar war Pastor Pastor Gu Yuese aus Hangzhou festgenommen worden. Er ist als Dialogpartner ausländischer Gäste und Pastor der staatlich kontrollierten Chonyi Kirche auch über die Grenzen Chinas hinaus bekannt, quasi ein prominentes Aushängeschild der Religionspolitik. Zunächst wurde er am 22. Januar entlassen und kurz darauf wurde bekannt, dass er sich in staatlichem Gewahrsam befindet. Gu Yuese, dem die Behörden Korruption vorwarfen, hatte sich gegen die Kampagne in der Provinz Zhejiang gewandt, in der seit zwei Jahren Kreuze von den Kirchen abgerissen werden.* Die IGFM hatte Pastor Gu Yuese zusammen mit der evangelischen Nachrichtenagentur idea als „Gefangenen des Monats April“ nominiert.

Mehr als sechs Monate verbrachte der christliche Rechtsanwalt Zhang Kai an unbekanntem Ort hinter Gittern. Nun kam er endlich frei. Am Mittwoch vor Ostern war der 37-Jährige schon wieder zu Hause in der Inneren Mongolei. Pastor Bob Fu von der in Texas (USA) ansässigen Hilfsorganisation China Aid, kommentierte die Freilassung: „Als ein enger Freund von Zhang Kai freue ich mich, diese guten Nachrichten zu vernehmen, obgleich nähere Details zu den Bedingungen seiner Freilassung immer noch unbekannt sind.“ Er sei ein mutiger Menschenrechtsanwalt und Verteidiger der Rechtsstaatlichkeit und Religionsfreiheit. Zhang Kai sei vollkommen unschuldig.

*Es gibt trotz der erfreulichen Nachrichten keine Anzeichen dafür, dass die Kommunisten in der chinesischen Provinz Zhejiang bei ihrer Kampagne gegen religiöse Symbole auf Gotteshäusern und Gebetsstätten nun grundsätzlich einlenken.

Beobachtern zufolge geht es nur vordergründig um angebliche Verstöße gegen Bauvorschriften. Betroffen sind Kirchen aller Konfessionen, auch der patriotischen, sprich staatlich-kontrollierten. Hintergründig geht es wohl um die Unterwerfung unter die Kontrolle der Kommunistischen Partei. Im vorigen Jahr stieg die Zahl der Beschädigungen an den Kirchen enorm an, insgesamt rund 1.800 Kirchenkreuze ließ die Provinzregierung demontieren. Auf friedliche Proteste reagieren die Sicherheitskräfte mit Festnahmen und Gewalt. Beobachter gehen davon aus, dass der Regierung der enorme Zuwachs der Christen aller Konfessionen ein Dorn im Auge ist. 

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Pater Tom Uzhunnalil in Sicherheit?

Der aus Indien stammende Salesianerpater Tom Uzhunnalil wurde vor einem Monat in Verbindung mit einem Massaker in einem von Mutter-Teresa-Schwestern betriebenem Seniorenheim in Aden/Jemen entführt, gefoltert und mit Kreuzigung am Karfreitag bedroht. Die IGFM startete eine Appellbrief-Aktion an den Präsidenten der Republik Jemen. – Die Indische Regierung setzte sich – Agenturmeldungen zufolge – intensiv für seine Sicherheit, bzw. seine Freilassung ein. Eine hohe Lösegeldforderung seitens der Islamisten stand (oder steht noch) im Raum.

Laut aktueller Information der indischen  Außenministerin Sushma Swaraj soll sich Pater Tom in Sicherheit befinden. Das teilte die katholische Bischofskonferenz Indiens (CBCI) am Samstagabend (Ortszeit) per Presseaussendung mit. Swaraj zufolge arbeite die indische Regierung intensiv auf die baldige Freilassung des Priesters hin und schöpfe dafür alle Möglichkeiten aus. 

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Ultimatum: Hinrichtung Asia Bibis gefordert

Eine Gruppe von islamischen Anhängern von Mumtaz Qadri, dem Mörder des pakistanischen Gouverneurs Salman Taseer, hat ein Ultimatum für die Vollstreckung des Todesurteils gegen Asia Bibi gestellt. Sie droht mit landesweiten Protesten Anfang April, wenn die christliche Familienmutter nicht bis zum 27. März hingerichtet wird. Bibi sitzt wegen Blasphemievorwürfen hinter Gittern. Christen im ganzen Land bangen um sie und beten für ihre Sicherheit. 

Qadri, der am 20. Februar hingerichtet wurde, wird von islamistisch angefeuerten Massen als Held der Scharia verehrt. Der ehemalige Leibwächter war eigentlich für die Sicherheit des Salman Taseers, des Gouverneurs des Punjab, verantwortlich. Er erschoss ihn jedoch am 4. Januar 2011 in Islamabad, nachdem der Politiker Asia Bibi im Sheikhupura Gefängnis der Hauptstadt besucht und ihr versichert hatte, sich bei seinem Freund, dem damaligen pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari, für ihre Begnadigung einzusetzen. Anwälte streuten Rosenblätter auf Qadri, als dieser vor Gericht erschien, moralisch gestützt durch mehr als 500 Islamgelehrte, die die Tat priesen. Der Richter, der dem Mörder zum Tode verurteilte, konnte sich nur noch durch Flucht aus dem Land retten. Die Hinrichtung löste nun eine Serie von Protesten aus.

Asia Bibi sitzt seit 19. Juni 2009 in Haft und wurde erstinstanzlich im November 2010 zum Tode verurteilt. Es wäre das erste Todesurteil wegen Blasphemie, das vollstreckt wird. Daher hat der Fall eine große Symbolkraft für die Auseinandersetzung um die Bedeutung der Scharia im Land. Pakistans Oberstes Gericht ließ vorigen Juli die Berufung zu und schob die Hinrichtung auf.

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Weltgebetstag 2016: Unterstützung für kubanische ‚Damen in Weiß‘ erbeten

Der Weltgebetstag (WGT) ist eine weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Er findet immer am ersten Freitag im März statt. Der Gottesdienst wird jeweils von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. In vielen Gemeinden Deutschlands beteiligen sich Frauen in ökumenischen Gruppen und organisieren den Gottesdienst.

Der diesjährige Weltgebetstag wurde von kubanischen Frauen gestaltet und findet weltweit am 4. März 2016 statt. Sein deutscher Titel lautet: Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf. In das Zentrum ihres Gottesdienstes haben die kubanischen Frauen das Zusammenleben der unterschiedlichen Generationen gestellt.

Anlässlich des Weltgebetstags ruft die IGFM die Unterstützerinnen und Unterstützer dazu auf, sich für die kubanischen Aktivistinnen der Bürgerrechtsorganisation Damen in Weiß (Damas de Blanco) einzusetzen.

Diese engagierten Damen tragen bei ihren Demonstrations-Zügen nur eine Gladiole und ein Bild eines Angehörigen oder Freundes, der immer noch aus politischen Gründen in Haft ist. Und dennoch geht von ihnen eine Kraft aus, die die Castros nicht verstehen. Eine solche Kraft, dass das Regime sich ohne den Einsatz rigoroser Gewalt nicht zu helfen weiß. Und so schlagen sie zu: Mobs bedrängen friedliche Demonstranten, willkürliche Verhaftungen und körperliche Angriffe sind an der Tagesordnung. Und trotzdem gehen die Damen in Weiß am Sonntag darauf wieder von einer Kirche in die nächste, wieder mit einer Gladiole in der einen und einem Foto in der anderen Hand. Sie lassen sich nicht einschüchtern, sie lassen sich nicht aufhalten. Helfen wir ihnen dabei – unterstützen auch Sie diese mutigen Damen.

Wie Sie ihnen helfen können, erfahren Sie auf der Webseite der IGFM und in der aktuellen Publikation „für die Menschenrechte“.                                                                                                      

Mehr Infos zu Damen in Weiß

Die IGFM zu Besuch auf Kuba

Zum Download Für die Menschenrechte

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Appellbitte für zwei sudanesische Pastoren

Frankfurt am Main. Der 36-jährige Pastor Telahoon Nogosi Kassa Rata ist seit dem 13. Dezember vorigen Jahres inhaftiert. Mitarbeiter des sudanesischen Geheimdienstes NISS (National Intelligence and Security Service) suchten den Leiter der Evangelischen Kirche Khartum Nord am Tag davor vergeblich in seinem elterlichen Haus.

Nachdem er ihrer Ladung in ein Büro hinter dem Flughafen von Al-Mashtal gefolgt war, wurde er festgenommen. Am 18. Dezember durften ihn seine Eltern im Al-Kober-Gefängnis der sudanesischen Hauptstadt einmal besuchen. Mit einem Anwalt durfte er noch nicht sprechen. Informationen sickerten durch, denen zufolge gegen Rata wegen angeblicher Spionage ermittelt wird.

Ebenso im Dunkeln liegt der Verbleib von Pastor Hassan Abduraheem Kodi Taour von der Kirche Christi Sudan. Am 18. Dezember nahmen ihn Mitarbeiter des NISS in der Stadt Omdurman, westlich von Khartum, zusammen mit Pastor Kuwa Shamal, Leiter des Kirchenkomitees, fest; dieser kam aber nach drei Tagen wieder frei. Wie Rata sollte auch Taour längst einem Richter vorgeführt oder freigelassen werden. Im Sudan, dessen Regierung als extremistisch-islamisch einzuordnen ist, werden alle Christen verfolgt, insbesondere wenn sie aktiv sind. Ziel ist eine religiös homogene islamische Gesellschaft, geprägt durch eine islamische Rechtsordnung. Der Sudan hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 16. Dezember 1966 am 18. März 1986 ratifiziert, dreißig Jahre nach seinem Beitritt zu den Vereinten Nationen. Damit gilt auch dort der Artikel 18 (1) der Allgemeinen Menschenrechtserklärung der UN: Jedermann hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, verbunden mit Recht auf ungehinderte Ausübung seiner Religion, sowie mit dem Recht, die Religion zu wechseln.

Im Sudan steht trotz Ratifizierung des Paktes über bürgerliche und politische Rechte auf Abkehr vom Islam die Todesstrafe.

Die Appelladresse: His Excellency Omar Hassan Ahmad al-Bashir, via Botschaft der Republik Sudan, Kurfürstendamm 151, 10709 Berlin, Fax 030 89069823

Ein vorbereiteter Musterbrief* steht als >>>Download zur Verfügung. Er braucht nur um Absender, Datum und Unterschrift ergänzt und in einen Fenster-Briefumschlag gesteckt zu werden. Porto: 70 ct

*Es empfiehlt sich, den Appellbrief in englischer Sprache zu verwenden: >>>Download

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Appellbitte für den vietnamesischen Anwalt Nguyen Van Dai

Die Beharrlichkeit des christlichen Anwalts Nguyen Van Dai aus Hanoi ist bewundernswert, denn sein Einsatz für die Menschenrechte brachte ihn jetzt ein drittes Mal in Haft. Bereits im April 2007 setzte sich die IGFM für ihn ein. Der Vorwurf lautete damals wie auch jetzt wieder: „Propaganda gegen den Staat“. Der Gründer des Komitees für Menschenrechte in Vietnam und Erstunterzeichner der Online-Petition für Freiheit und Demokratie in Vietnam kam erst 2011 aus dem Gefängnis und stand bis Anfang April vorigen Jahres unter Hausarrest. Ständige Überwachung, unverhohlene Drohungen, ein Einbruch sowie Prügelattacken hielten ihn nicht davon ab, für die Menschenrechte zu bloggen und bedrängte Regimekritiker sowie Angehörige religiöser Minderheiten zu vertreten. Erneut hat der 46-Jährige dafür einen hohen Preis bezahlt: Am 6. Dezember überfielen rund 20 maskierte Männer ihn und drei weitere Menschenrechtler, raubten sie aus und prügelten heftig auf sie ein. Elf Tage später brachen früh morgens rund zwei Dutzend Polizisten bei ihm ein, durchsuchten seine Wohnung und konfiszierten Datenträger sowie Informationen über Menschenrechte und Demokratie. Sie nahmen auch religiöse Literatur mit, wie seine Frau berichtete. „Wir glauben an Jesus. Ich sagte ihnen, dass das unsere Religion sei, aber sie ignorierten meine Worte.“ Schließlich nahmen sie ihn fest. Nun drohen Nguyen Van Dai bis zu 20 Jahre Haft wegen „Propaganda gegen den Staat“.

Bitte appellieren Sie für seine Freilassung an den

Staatspräsidenten Truong Tan Dung, via Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam, Elsenstraße 3, 12435 Berlin, Fax: 030 53630200. Ein Muster-Appellbrief, zu ergänzen um Absender, Datum und Unterschrift, steht >>>zum Download bereit.

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Syrien: Zur Situation der Christen vor Ort

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Kein Friede zu Weihnachten in Nigeria…

Ihre Hilfe für Verfolgte und Bedrängte

Ein Teilerfolg – immerhin!

Lebensgefahr für abgelehnte konvertierte ausländische Christen

Indien: Christen sind weiterhin Zielscheibe

Indien

Christen in Nordkorea nicht vergessen!

IS wütet auch in Indonesien

Freilassung!

Freilassung!

Nach versuchter Zwangskonvertierung…

Solidarität mit mit den koptischen und orientalischen Christen