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Yearly Archives: 2014

„Westen verschließt die Augen vor Christenverfolgung“

China: Noch mehr Religionskontrolle

Falsche Version von China

Kardinal Zen bei der IGFM-Jahresversammlung in Bonn

Christlichen Konvertiten wird Asyl verweigert

Christliche Familien kehren zurück nach Mosul

27.03.2018: Vatican News berichtet: Nachdem die Stadt Mosul und die Ninive-Ebene von den Kämpfern des IS befreit wurden, kehren immer mehr Christen in ihre Heimat zurück.
Bereits 4.000 geflüchtete christliche Familien sind in den letzten Monaten nach Mosul und in die Ninive-Ebene zurückgekehrt. Am 9. Dezember 2017 hatte der irakische Präsident Haider al Abadi die Befreiung des Gebiets von den Anhängern des sogenannten islamischen Staates (IS) proklamiert. Seit diesem Zeitpunkt kehren mehr und mehr Familien in ihre alte Heimat zurück, sagte Nawfal Hammadi, Gouverneur der Provinz Ninive am vergangenen Sonntag.

Hammadi stellte außerdem klar, dass die meisten dieser Flüchtlinge vor dem IS in der autonomen irakischen Region Kurdistan Zuflucht gefunden hatten.

Zwischen Juni und August 2014 hatte die Eroberung dieses Gebiets durch die Kämpfer des sogenannten IS die Christen aus der Region zur Flucht veranlasst. Hammadi zufolge wird der Zustrom der christlichen Rückkehrer in ihre eigenen Häuser noch einmal vermehrt zunehmen, wenn das aktuelle Schuljahr und das laufende akademische Jahr enden. Das sagte er gegenüber dem Fernsehersender PressTV auf Englisch. (fides – nv)

Türkei: Pastor als angeblicher CIA-Agent inhaftiert

Pakistan: Christen in großer Bedrängnis

Appellbitte für Januar 2015: Bischof Jakob Su Zhimin

Der chinesische Bischof Jakob Su Zhimin musste bisher wegen seiner Weigerung, der Patriotischen Vereinigung beizutreten, insgesamt 43 Jahre in Haft, Polizeigewahrsam, Arbeitslagern oder im Hausarrest verbringen. Wegen seiner Unbeugsamkeit und Treue zum Heiligen Stuhl in Rom wird er auch als der “größte und bedeutenste” chinesische Bischof bezeichnet.
Im Oktober 1997 verhaftete ihn der chinesische Staatsschutz wegen dieser Weigerung zum (mindestens) sechsten Mal. In den 50er-Jahren wurde er als Konterrevolutionär bezeichnet. Seine Familie setzt sich für seine Freilassung ein und forderte Gläubige an Bischof Sus’ 80. Geburtstag im Jahr 2011 auf, für ihn zu beten. Die organisierten Treffen wurden verboten und die Initiatoren überwacht. Bischof Sus’ Vorgänger Joseph Fan Xueyan wurde 1993 zu Tode gefoltert.
Im September 2014 gab der frei gelassene Priester Lu Genjun den Hinweis, dass es Überlegungen bezüglich einer Freilassung Bischof Jakob Su Zhimin’s gebe. Also ein Lebenszeichen des 83-jährigen!

Weitere Details siehe >>>Gefangenen-Porträts
Bitte, appellieren Sie an die chinesische Führung und fordern Sie den Staatspräsidenten Xi Jinping auf, den Bischof unverzüglich freizulassen. Die Adresse:
Seine Exzellenz Staatspräsident Xi Jinping, via Botschaft der Volksrepublik China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, Fax 030 27588221.
Sie können anstelle eines eigenen Brieftextes auch den vorbereiteten Musterbrief verwenden, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist: >>>Download

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Schreiben Sie Glaubensgefangenen zu Weihnachten ins Gefängnis!

Viele Gewissensgefangene haben nach Ihrer Freilassung berichtet, wie sehr ihnen ins Gefängnis gesandte Briefe geholfen haben. Wie sehr sie Hoffnung und Zuversicht schöpfen konnten – selbst wenn sie den Verfasser nicht kannten und seine Sprache nicht beherrschten.
In vielen Ländern wollen die Machthaber bei den Gefangenen ein Gefühl der Hilflosigkeit und Einsamkeit erzeugen, um ihren Widerstand zu brechen. Jede Post von außen hilft den Opfern aber, diese Situation besser zu bewältigen und gibt ihnen das Gefühl, nicht völlig vergessen zu sein.

Post an Gefangene hilft auch selbst dann, wenn der Häftling sie nie erhält, denn seine Behandlung im Gefängnis hängt ganz entscheidend vom Verhalten der Wärter ab. Bekommt ein Insasse häufiger Post aus dem Ausland, so handelt es sich in den Augen des Gefängnispersonals um eine wichtige Person, die später möglicherweise einflussreich und gefährlich werden könnte. Viele ehemalige politische Gefangene sind nach ihrer Haft in höchste Regierungsämter aufgestiegen wie z.B. Vaclav Havel. Gerade in Diktaturen sind solche Fälle unter den Wärtern und Gefängnisleitern sehr gut bekannt. Deshalb: Schreiben sie Gewissensgefangenen ins Gefängnis! Ihre Mühe wird belohnt.

Schreiben Sie kurz auf einer Ansichtskarte oder einer sonstigen neutralen Karte einen Neujahrsgruß („Best Wishes for the New Year!“) und kritisieren Sie die Regierung nicht. Schreiben Sie auf Deutsch, Englisch oder in der Landessprache des Gefangenen. Stecken Sie die Karte in den adressierten Umschlag*),  und geben Sie möglichst nicht Ihre komplette Absender-Adresse an (also nur Name, Ort, Region). Bei einzelnen Ländern (z.b. Iran) sollte auf einen religiösen Bezug im Text verzichtet werden, um eine Gefährdung des Gefangenen zu vermeiden.

*)>>>Als Download stehen sechs Gefangenen-Adressen zur Auswahl zur Verfügung.

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Appellbitte für die iranische Christin Maryam Zargaran

Die IGFM bittet, sich für eine Iranerin einzusetzen, die zu vier Jahren Haft wegen „Propaganda gegen das islamische Regime und Untergrabung der nationalen Sicherheit“ verurteilt wurde. Dazu folgende Hintergrundinformation:

Im Januar 2013 lud der Staatssicherheitsdienst Maryam Naghash Zargaran, Jahrgang 1978 und unverheiratet, „wegen Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ vor, befragte die Konvertitin aus dem Islam und hielt sie für drei Tage fest. Danach kam sie für 19 Tage in das berüchtigte Evin-Gefängnis in der Nähe von Teheran. Während dieser Zeit kam es bei ihr zu Hausdurchsuchungen mit Beschlagnahmung persönlichen Eigentums und religiös-christlichen Materials. Vorübergehend auf Kaution freigelassen, verurteilte sie Richter Mohammad Moghiseh vom Revolutionsgericht in Teheran „wegen Propaganda gegen das islamische Regime und Untergrabung der nationalen Sicherheit“ zu vier Jahren Haft. Am 15. Juli 2013 trat sie ihre Strafe in der Frauenabteilung des Evin-Gefängnisses an. Aus einer uns vorliegenden Kopie der Urteilsbegründung ist u. a. zu lesen: „Sie trat unter dem Einfluss ihrer im Ausland lebenden Schwester zum protestantischen Christentum über. Als Mitglied der „Central Assemblies of God Church“ (Pfingstkirche „Versammlungen Gottes“) gründete sie eine Hauskirche, um die islamische Jugend zu missionieren. Das Gericht sieht darin eine Unterstützung der sicherheitsgefährdenden Absicht Englands und Israels, die islamische Gesellschaft vom Weg der Wahrheit abzubringen.“

Am 29. September 2013 wurde sie wegen Herzproblemen in das Krankenhaus in Modares gebracht. Die harten Gefängnisbedingungen führten bei ihr zu Depressionen. Seit Herbst 2013 gibt es keine neuen Informationen zu ihrer Lage.

In seiner UN-Rede vom 25.September 2014 sprach der iranische Präsident Rouhani unter anderem davon, einen neuen Horizont zu eröffnen, in welchem der Friede über den Krieg herrscht, Toleranz über Gewalt, Gerechtigkeit über Diskriminierung.

Bitten Sie Präsident Rouhani, sich im Sinne seiner UN-Rede umgehend für die Freilassung der Christin Maryam Naghas Zargaran einzusetzen.

Die Christin hat nur die im vom Iran ratifizierten „Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ garantierte Religionsfreiheit wahrgenommen. Hierzu gehört auch das Recht, friedlich seinen Glauben zu praktizieren und weiterzugeben.

Hier können Sie appellieren: Seine Exzellenz Präsident Hasan Rouhani via Botschaft der Islamischen Republik Iran, Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin, Fax: 030-8435 3535, Email: info@iranbotschaft.de

Für den Appell können Sie auch den Musterbrief verwenden, der zum >>>Download bereitsteht. Er ist nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen.

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Appellbitte für den chinesischen Pastor Gong Shengliang

Die IGFM bittet darum, sich für den seit 13 Jahren inhaftierten Mitbegründer der verbotenen Südchinesischen Kirche einzusetzen. Ein Gericht in Jingmen (Provinz Hubei) hatte ihn im Dezember 2001 zum Tode verurteilt. Gong wurde „Sabotage der Landesgrenze mittels einer Sekte“, „Vergewaltigung“ und „Körperverletzung“ zur Last gelegt. Drei mit ihm verhaftete Frauen berichteten später in Briefen an ihre Familien, dass sie unter Folter zu den belastenden Aussagen gegen den Pastor gezwungen wurden. Internationale Proteste führten dazu, dass das Todesurteil gegen ihn in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt wurde. Er ist im Hongshan-Gefängnis in der zentralchinesischen Provinz Hubei eingesperrt und befindet sich nach Angaben seiner Tochter Gong Hulai wegen Folter und unterlassener medizinischer Hilfe in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Ende 2012 erlitt er einen Schlaganfall und kann seither weder gehen noch sprechen. Die Familie des Pastors bat wiederholt darum, ihn gegen Zahlung einer Kaution freizulassen, um ihm medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Die Angehörigen erhielten jedoch keine Antwort. 2013 schrieb Gongs Tochter in einem offenen Brief an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping, ihr Vater sei allein aufgrund seines Glaubens an Jesus Christus inhaftiert. Die IGFM ruft dazu auf, sich in Briefen an die chinesische Führung zu wenden. Sie solle die Religionsfreiheit achten und Pastor Gong nach über 13 Jahren Haft umgehend freilassen. Schätzungen über die Zahl der Christen in der Volksrepublik China variieren stark: Die Regierung spricht von 24 Millionen in staatlich anerkannten Gemeinden – 18 Millionen Protestanten und sechs Millionen Katholiken. Andere Experten, die die nicht registrierten evangelikalen Hausgemeinden einbeziehen, gehen von bis zu 130 Millionen aus.

Bitte, richten Sie Ihren Appell an: Seine Exzellenz Xi Jinping, Generalsekretär der Kommunistischen Partei der VR China, via Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin, Fax: 030-27588221

Dazu können Sie den vorbereiteten Musterbrief verwenden, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist >>>Download

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Appellbitte für den iranischen Pastor Haghnejad

Frankfurt am Main. Christliche Konvertiten sind in der Islamischen Republik Iran der Verfolgung ausgesetzt. Am 5. Juli 2014 verhafteten Sicherheitskräfte den Pastor Matthias (früher: Abdolreza) Haghnejad in seinem Haus in  Bandar-e-Anzali am Kaspischen Meer. Am 3. August   wurde er dann unter dem Vorwurf „Moharebeh“ angeklagt: „Kampf  gegen Gott“. Zudem lautet die Anklage: „Mofsed-e-filarz“, was als „Verderbenstiften auf Erden“ übersetzt werden kann. Beide Anklagepunkte können die Todesstrafe, sogar die Kreuzigung, zur Folge haben. Die Beamten nahmen am 5. Juli auch die beiden im Haus anwesenden Gläubigen Mohammad Roghangir und Suroush Saraie fest und beschlagnahmten Bibeln, christliche Literatur und den persönlichen Computer von Pastor Haghnejad. Er war bereits drei Mal zwischen 2006 und 2011 inhaftiert worden. Die  Männer, alle drei Konvertiten zum Christentum,  sind einer home-based Organisation namens Church of Iran angeschlossen. Pastor Haghnejad ist führend in der Kirche tätig. Roghangir und Saraie werden „Aktionen gegen die öffentliche Sicherheit“, „Evangelisieren“ und „Untergrabung der öffentlichen Ordnung“ vorgeworfen. Beide waren bereits deswegen im Juli 2013 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden, während der eingelegten Berufung aber auf freiem Fuß.

Der IGFM  liegen keine Informationen über tatsächlich vollstreckte Kreuzigungen im Iran vor. Dass die Kreuzigung in der Islamischen Republik aber weiterhin Teil des Strafrechts ist, zeigt aber, auf wie groteske Weise sich der Iran über völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge hinwegsetzt. Das erste Amtsjahr des iranischen Präsidenten Hassan Rohani ist aus IGFM-Sicht, insbesondere aufgrund vorgebrachter Versprechungen, eine einzige Enttäuschung.

Von den rund 75 Millionen Einwohnern des Iran sind nach offiziellen Angaben nur rund 280.000 Christen. Die Zahl ehemaliger Muslime, die zum Christentum übergetreten sind, ist unbekannt. Da der „Abfall vom Islam“ – ebenso wie Atheismus – mit dem Tod bestraft werden kann, treffen sich christliche Konvertiten nicht öffentlich, sondern in inoffiziellen Hausgemeinden. Vielfach sind sie Opfer von Drohungen, Verhaftungen und anderen Übergriffen durch die Behörden.

Noch Ende 2013 hatte Ali Younesi, enger Berater von Präsident Hasan Rouhani, in Zeitungsinterviews erklärt, dass niemandem wegen seines Christ- oder Jude-seins die Rechte verwehrt werden dürfen.

Protestieren Sie gegen die Inhaftierungen und eine mögliche Todesstrafe für Pastor Haghnejad. Bitten Sie Präsident Rouhani mit Hinweis auf den vom Iran ratifizierten „Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ und – mit Hinweis auf vorgebrachte  Versprechungen für religiöse Minderheiten – um umgehende Freilassung und Schutz der Gefangenen.

Seine Exzellenz Präsident Hasan Rouhani via
Botschaft der Islamischen Republik Iran, Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin, Fax: 030-8435 3535, Email: info@iranbotschaft.de

Sie können für den Appell auch den vorbereiteten >>>Musterbrief verwenden, der lediglich um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Das Porto beträgt 60 Cent.

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Pakistan: Fünf Christen in Todeszellen

Fulda, 4. Oktober 2014. Das katholische Missionswerk ‚missio‘ startete Anfang Oktober eine Solidaritätsaktion für die bedrängten und verfolgten Christen in Pakistan.  Bestandteil dieses Programms war eine Aktion an der Stadtpfarrkirche in Fulda mit Gästen aus Pakistan und Prominenten aus Politik und Kirche. ‚Misso‘ warb um Unterschriften für die Freilassung von Asia Bibi, die seit vier Jahren in der Todeszelle sitzt. Ihr Berufungsverfahren wurde bereits fünfmal verschoben und es ist zu hoffen, dass der neue Berufungstermin (16. Oktober 14) tatsächlich stattfindet und ein gerechtes Urteil gesprochen wird.  Die IGFM war ebenfalls durch den Arbeitskreis ‚Religionsfreiheit weltweit‘ sowie durch die Arbeitsgruppe Fulda vertreten und machte auf das Schicksal weiterer vier in Todeszellen befindlichen Christen aufmerksam:

  • Emmanuel Shafgat und seine Frau Kausar Shagufta, die am 4. April 2014 in einem unfairen Verfahren wegen Blasphemie zum Tode verurteilt wurden
  • Sawan Masih: Im März 2014 verurteilte ein Gericht in Lahore den 35-jährigen Straßenkehrer zum Tod. Er soll im Streit mit seinem muslimischen Freund den Propheten Mohammed beleidigt haben.
  • Anwar Kenneth, vermutlich geistesgestört, wurde in 2002 zum Tode verurteilt und befindet sich in einem Gefängnis in Multan.

Bitte, setzen Sie sich beim pakistanischen Präsidenten für diese zum Tode Verurteilten ein:

His Excellency Mamnoon Hussain, President of the islamic Republic of Pakistan, Islamabad, Pakistan

via Botschaft der islamischen Republik Pakistan, Schaperstraße 29, 10719 Berlin.

Einzelheiten zu den fünf Verurteilten, sowie weitere wichtige Informationen befinden sich im >>>Info- und Aktionsbrief des IGFM-Arbeitskreises Religionsfreiheit 1-2014, der zum Download bereitsteht .

>>>IGFM-Fulda und IGFM-Arbeitskreis „Religions-freiheit weltweit“ bei Missio-Aktionstag Pakistan

>>>Fotogalerie

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Appellbitte für den ägyptischen Konvertiten Hegazy

Frankfurt am Main. Am 18. Juni 2014 verurteilte ein ägyptisches Gericht den national bekannten Konvertiten Mohammed Hegazy wegen „Unruhestiftung durch Verbreitung falscher Informationen“ zu 5 Jahren Haft und 500 ägyptischen Pfund Geldstrafe. Ihm wurde vorgeworfen, Angriffe auf Christen und deren Einrichtungen 2013 ohne Genehmigung im öberägyptischen Minya, 260 km südlich von Kairo, gefilmt und dadurch ein „falsches Bild“ verbreitet zu haben. Am 4. Dezember 2013 war er dort festgenommen worden.

Zwar wurde Bishoy Armia Boulos, wie sich der geborene Moslem nach seinem Übertritt zum Christentum nannte, bei einer Verhandlung am 20. Juli 2014 gegen Kaution freigelassen, dennoch wurde er aber innerhalb von 24 Stunden danach von Mitarbeitern des Innenministeriums in Gewahrsam genommen. Er musste sich bereits 2009 wegen „Beleidigung des Islams“ mehrfach verantworten. Hegazy, geboren 1983, hatte sich im Alter von 16 Jahren für das Christentum entschieden.

Als er und seine Frau acht Jahre später ein Kind erwarteten, beantragte er im August 2007 die staatliche Anerkennung des Religionswechsels, damit sein Kind christlich getauft werden kann. Denn solange in seinem Ausweis Religion: „Muslim“ steht, so lange gilt jedes Kind eines muslimischen Vaters automatisch auch als Muslim. Da ihm das verweigert wurde, klagte er offiziell im Oktober 2007 auf das Menschenrecht auf Religionswechsel. Am 29. Januar 2008 entschied ein Gericht in Kairo, dass es für einen Muslim gegen das Gesetz sei, den Islam zu verlassen. Nur der Wechsel von anderen Religionen in den Islam sei zulässig.

Sein Fall erregte in Ägypten erhebliches Aufsehen, damit aber auch das Interesse von Extremisten, die in der Scharia vorgesehene Strafe für Abfall vom Glauben zu vollstrecken, nämlich die Hinrichtung. Im Februar 2008 legte Hegazy Berufung gegen das Urteil ein. Das höchste ägyptische Gericht weigerte sich, den Antrag anzunehmen.

Nach Angaben eines Anwalts wird ihm jetzt zusätzlich die „Beleidigung einer Offenbarungsreligion“ vorgeworfen. Die Ankläger gehen davon aus, dass allein das Verlassen des Islams diese Religion in ein schlechtes Licht setzt. Die Anklage aufgrund der Verurteilung vom 18. Juni 2014 wird weiter aufrechterhalten und soll am 11. November 2014 erneut verhandelt werden. Hegazys Frau und seine 2 Kinder leben mittlerweile in Deutschland.

Aufgrund der vom Volk im Januar 2014 mit breiter Mehrheit angenommenen Verfassung gilt in Ägypten das umfassende Recht auf Religionsfreiheit. 2013 haben in Ägypten tatsächlich nach dem Sturz von Mursi zahlreiche Angriffe auf Christen stattgefunden, besonders in Oberägypten. Dies zu dokumentieren ist keinerlei Straftat.

Protestieren Sie mit diesen Hinweisen beim ägyptischen Staatspräsidenten gegen die Inhaftierung Hegazys. Bitten Sie um seinen Schutz und seine umgehende Freilassung sowie um das uneingeschränkte Recht auf Religionswechsel:

Seine Exzellenz Staatspräsident Abdel Fatah al-Sisi, via
Ägyptische Botschaft in Berlin, Stauffenbergstr. 6-7, 10785 Berlin

Tel. 030 477 54 70, Fax 030 477 10 49, Embassy@egyptian-embassy.de

Für den Appell können Sie den >>> Musterbrief verwenden, der mit Absender, Datum und Unterschrift zu versehen ist. Er ist für die Versendung im Fensterbriefumschlag gestaltet. 

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Appellbitte für den marokkanischen Christen Jamaa Ait Bakrim

Bereits seit über 10 Jahren ist der jetzt 50jährige marokkanische Christ und Konvertit Jamaa Ait Bakrim im Gefängnis. Was ist Grund? Er ist Christ geworden und hat anderen davon erzählt:

Nachdem der 1964 als Moslem Geborene in seinem Heimatland ein Studium der Politikwissenschaften absolviert hatte, fand Jamaa in den 90er Jahren in Europa zum christlichen Glauben. In den Niederlanden als Asylbewerber abgelehnt und nach Marokko abgeschoben, verbrachte er bereits 1994 sieben Monate wegen „Evangelisierens“ in Haft und mehrere Monate in einer Nervenheilanstalt. 1996 kam der inzwischen von seiner Familie Verstoßene für ein Jahr wegen Aufstellen eines Kreuzes ins Gefängnis.

Am 28. Dezember 2005 verurteilte ihn ein Gericht in Agadir wegen „Proselytismus“ und „Zerstören fremden Eigentums“ zu 15 Jahren Gefängnis. Jamaa hatte vor seinem Laden zwei nicht mehr benutzte hölzerne Telefonstangen weggeschafft. Seit Ende 2005 durchgehend inhaftiert, ist er derzeit als Gefangener Nr. 26574 im Zentralgefängnis in der Stadt Kenitra eingesperrt.

Der Fall wurde im Juni 2010 von amerikanischen Kongressabgeordneten zur Sprache gebracht, die ebenso wie Menschenrechtsbeobachter die außergewöhnliche Bestrafung nicht in der Zerstörung zweier unnützer Holzpfosten, sondern in Jamaas offenem christlichen Glaubensbekenntnis sehen.

2012 hatte in Marokko ein staatlicher Rat islamischer Geistlicher eine Fatwa zur Hinrichtung von Konvertiten aus dem Islam erlassen.

Der als gemäßigt geltende marokkanische König Mohammed VI trägt den Titel „Verteidiger der Gläubigen“. Unter 35 Millionen Einwohner Marokkos gibt es etwa 8000 Christen.

Appellieren Sie an König Mohammed VI, sich für die umgehende Freilassung von Jamaa Ait Bakrim und die unverkürzte Freiheit des Religionswechsels einzusetzen. Sie können einen >>>Musterbrief herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Die Vorlage ist zur Verwendung in einem Fenster-Briefumschlag gestaltet. Es entstehen 0,60 €für Porto an die marokkanische Botschaft in Berlin.

Die Appelladresse lautet: Seine königliche Hoheit Mohammed VI via Botschaft des Königreiches Marokko, Niederwallstraße 39, 10117 Berlin, E-Mail: info@rabat.diplo.deFax-Nr. 030 20076191

PS: Marokko hatte vor 35 Jahren den Internationalen Pakt für bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der Religionsfreiheit garantiert. 

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Bundesweite Demo für assyrische Christen im Irak

Frankfurt am Main. Am 18. Juli 2014 ereignete sich in der irakischen Stadt Mosul (ursrprünglich Ninive) eine große Tragödie: Die Häuser von Menschen christlich-assyrischer Herkunft wurden mit einem arabischen „N“ markiert, was für „Nasrani“ steht. Nasrani (Nazarener) ist im Koran der negative Begriff für Christen, denn das eigentliche Wort „Christ“ bedeutet im arabischen „Masihi“ (Messias). Sie sollten in diesem menschenverachtendem Ritus entweder zum Islam konvertieren, eine christliche Kopfsteuer zahlen oder den Tod hinnehmen. Man gab ihnen Zeit bis zum nächsten Tag. Noch in der selben Nacht war Mosul das erste Mal seit 2000 Jahren christenfrei und das erste Mal seit über 7000 Jahren assyrerfrei.
Solch ein Stigma erinnert uns an die Zeit, in der in Deutschland Terror und Schrecken eingefallen war und die der Welt nie wieder dargelegt werden darf.

Deswegen möchten wir etwas bewegen, denn Schweigen ist ein Zeichen der Akzeptanz!
Bundesweit soll eine friedliche Kundgebung stattfinden, mit welcher wir die Welt
öffentlichkeit dazu bewegen wollen, zu intervenieren und sich für die Menschenrechte gemäß der UN-Konventionen einzusetzen, denn der Massenexodus der christlich-indigenen Bevölkerung Mesopotamiens hat aufgrund der fundamental-islamistischen Gruppierung der ISIS, die ein islamisches Kalifat ausgerufen haben, seine grauenhaften Konturen angenommen. Mit dem Ziel der Gründung eines Kalifats begehen sie religiöse sowie ethnische Massaker an der unschuldigen Zivilbevölkerung. Wir plädieren daher für eine Sicherheitszone unter westlichem Schutzmandat für die Christen und andere Minderheiten in der Ninive-Ebene.

Aus diesem Grunde veranstalten wir unter dem Slogan „A Demand for Action“, eine Initiative, die vom berühmten schwedisch-assyrischen Filmregisseur und Journalisten Nuri Kino gegründet wurde, in Solidarität mit den unterdrückten christlichen Assyrern eine weltweite Aktion, die in über 12 Ländern und in Deutschland parallel laufend in über 12 Städten, diese Kundgebung und Solidaritäts-Aktion. Diese wird am Samstag, den 02. August 2014 stattfinden; dazu gehören Städte, wie Stuttgart, Augsburg, München, Wiesbaden, Frankfurt, Hannover, Paderborn, Essen, Gronau, Gütersloh, Bremen und Hannover.

Dabei werden wir T-Shirts mit dem arabischen Buchstaben „N“bedruckt tragen und Info-Flyer verteilen, um auf das ungeheure Leiden dieser Menschen hinzuweisen und um uns mit diesen zu solidarisieren.

Treffpunkt am Samstag in Frankfurt ist die Zeil (16 Uhr). Wir freuen uns auf jede Unterstützung und jeden, der seine Solidarität zeigt. – Silvia Kulan, Assyrischer Jugendverband Mitteleuropa e.V. 

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Mariam durfte den Sudan verlassen

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Der deutsche Innenminister ist hier gefordert!

Ihre Hilfe für Verfolgte und Bedrängte

Lebensgefahr für abgelehnte konvertierte ausländische Christen

Indien: Christen sind weiterhin Zielscheibe

Indien

Christen in Nordkorea nicht vergessen!

IS wütet auch in Indonesien

Freilassung!

Freilassung!

Nach versuchter Zwangskonvertierung…

Solidarität mit mit den koptischen und orientalischen Christen