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Freiheit für Behnam Irani!

Der Arbeitskreis Religionsfreiheit weltweit setzt sich für den iranischen Konvertitenpastor Behnam Irani ein, der zu zu 6 Jahren Haft verurteilt wurde. Hier sein Steckbrief und sein Leidensweg:

Behnam IraniTätigkeit: Leiter einer Hauskirche
Verhaftungen: 2006, 2010, 2011
Verurteilung: zu insgesamt 6 Jahren Haft

Zur Person. Pastor Behnam Irani (*1960) – IGFM „Gefangener des Monats Juli 2010“ – lebte und arbeitete in Karaj nahe Teheran. Er ist mit Christine, einer armenischen Christin, verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder: eine Tochter, Rebecca (*2001) und einen Sohn, Adriel (*2008). Behnam Irani konvertierte im Jahre 1992 vom Islam zum christlichen Glauben und arbeitet seit 2002 als Pastor. Behnam Irani ist Pastor und Mitglied der evangelischen „Church of Iran“.

Verhaftung und Prozess. Behnam Irani wurde in der Vergangenheit bereits mehrere Male verhaftet. Da er als Leiter einer Hauskirche in Karaj fungiert, wurde er im Dezember 2006 wegen seiner kirchlichen Arbeit zum ersten Mal verhaftet – kam jedoch im Januar 2007 auf Kaution frei. Am 23. Februar 2008 wurde er von der 30. Kammer des Berufungsgerichtes in Teheran zu einer fünfjährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Das Gericht erklärte, dass der Staatsanwalt eigentlich die Todesstrafe wegen Apostasie („Abfall vom Islam“) hätte fordern müssen. Dies wurde damit begründet, dass Iranis Eltern und er selbst muslimisch geboren seien, er erst als Volljähriger zum Christentum übertrat und auch Mitmenschen mit „falschen Mitteln“ zur Konversion überredet habe. Somit sei gemäß islamischem Recht die Todesstrafe notwendig. Eine weitere Begründung für die Urteilsfindung wurde nicht gegeben.

Am 14. April 2010 verhafteten Sicherheitsbeamte Irani während eines Gottesdienstes. Nachdem er 2 Monate in Haft verbrachte, wurde er im Juni 2010 auf Kaution freigelassen. Im Januar 2011, wurde er wegen „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ angeklagt und zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Am 31. Mai 2011 erging ein Haftbefehl gegen Irani und er musste seine einjährige Haftstrafe antreten. Am 18. Oktober 2011 informierten ihn die iranischen Behörden zudem darüber, dass er darüber hinaus seine frühere 5-jährige Haftstrafe im Gefängnis verbüßen müsse. Seither sitzt er im Ghezel-Hesar-Gefängnis ein. Berichten zu Folge wurde er dort physisch und psychisch misshandelt. Die ersten Monate seiner Haftstrafe musste er in Einzelhaft verbringen. Er leidet unter großen gesundheitlichen Problemen (u.a. einem blutigen Darmgeschwür), die im Gefängnis nicht adäquat behandelt werden. Im Juli 2012 soll er Blut erbrochen und daraufhin bewusstlos geworden sein. Die dringend notwendige medizinische Versorgung wird ihm verweigert.

Haftbedingungen: Das Ghezel-Hesar-Gefängnis ist das größte Gefängnis der Provinz Alborz, in dem vorwiegend Personen einsitzen, die wegen Drogendelikten mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Wie die meisten iranischen Gefängnisse, so ist auch dieses chronisch überbesetzt. Zudem hat das Gefängnis traurige Berühmtheit erlangt: Berichten zufolge werden Häftlinge systematisch gefoltert und misshandelt. Zudem sind die Hygienebedingungen dort verheerend und die medizinische Versorgung der Häftlinge unzureichend.

Hintergrund. Christen stellen im Iran eine religiöse Minderheit dar und müssen zahlreiche Repressionen seitens des Regimes ertragen, unter anderem müssen christliche Gemeinden Erklärungen unterzeichnen, dass sie nicht missionieren. Außerdem werden Gottesdienstbesucher seitens der Polizei kontrolliert. Im Iran ist es einem Muslim nicht möglich, auf legalem Wege seiner Religion zu wechseln oder religionslos zu sein. Der Übertritt vom Islam zum Christentum und Atheismus können mit dem Tode bestraft werden. Dies hat dazu geführt, dass sich ein Netz von Hauskirchen entwickelte. Bibelstunden und Gottesdienste werden in privaten Wohnungen abgehalten.

Wie können Sie helfen? Sie können Unterschriften sammeln mit Hilfe einer vorbereiteten Liste, die Sie dann der IGFM senden – und/oder dem Gefangenen selbst ins Gefängnis schreiben – siehe folgende Links:

[Haftadresse in Farsi als pdf-Datei …]
[Wie schreibe ich einem Gefangenen …]
[zur Unterschriftenliste]
[zum Appellvorschlag für Behnam Irani …]
[Wie schreibe ich einen Appell? …]

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