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Category Archives: Gefangene Pakistan

Nahost: Bessere Politik zum Schutz der Christen gefordert

Die Hoffnung nicht aufgeben!

Pakistan: Christ nach Eigentumsstreit unter Blasphemie-Anklage

Familie von fanatisierter Nachbarschaft bedroht

Als „Gefangenen des Monats März“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) den 69-jährigen pakistanischen Christen Mukhtar Masih benannt. Sie rufen auf, für ihn einzutreten und zu beten. Am 28. Januar spätabends, als Masih und seine Familie bereits schliefen, brach die Polizei mit Gewalt in die Wohnung in Lahore ein und ergriffen ohne weitere Erklärung ihn und seinen Sohn Anjum. Sie prügelten auf beide Männer ein und brachten sie zu einer Gegenüberstellung in ein anderes Privathaus. Dort erfuhren Vater und Sohn erstmals durch dort versammelte Männer von dem Vorwurf der Blasphemie, der gegen sie vorlag. Von dort wurden die zwei Christen zur Polizeistation gebracht. Nach zwei Tagen kam der Sohn wieder frei und der Vater ins Gujaranwala Distrikt Gefängnis. Hintergrund der Anzeige ist wohl ein Konflikt um Landeigentum, der zwischen Männern, die bei der Gegenüberstellung dabei waren, und dem Familienvater schwelt. Außergewöhnlich in dem Fall ist, dass die Polizei selbst Anzeige auf der Grundlage der Aussagen dieser Männer erstattet hat, derzufolge Mukhtar Masih in zwei Briefen vom 26. Januar sowohl Mohammed als auch den Koran beleidigt haben soll. Keiner der vermeintlichen Zeugen kann jedoch etwas Konkretes dazu aussagen, ob der Christ so einen Brief tatsächlich verfasst hat. Dem 69-Jährigen droht die Todesstrafe. Bitte, appellieren Sie an Seine Exzellenz
Mamnoon Hussain, Präsident der Islamischen Republik Pakistan, via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan
Schaperstraße 29, 10719 Berlin. Fax: 030 – 212 44 210

Für den Appell können Sie den vorbereiteten Musterbrief verwenden – entweder als Vorlage, oder unverändert. Er ist um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen.

>>Download Musterbrief

Herzlichen Dank für die Unterstützung!

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Asia Bibi: Noch kein Ende der Leidenszeit

Im Vorfeld des für den 13. Oktober 2016  angesetzten Anhörungsverfahrens vor dem obersten Gericht in Islamabad gab es die berechtigte Hoffnung auf einen Freispruch aus formalen Gründen. Die Christen in Pakistan und alle hier bei uns, die sich für Asia Bibi eingesetzt haben, fragen sich, wann das Leid der wegen Blasphemie zum Tode verurteilten Christin endlich ein Ende hat. Nach fast sieben Jahren hinter Gittern und zuletzt fünf Vertagungen vor dem Höchsten Gericht in Pakistans Hauptstadt Islamabad muss sie weiterhin befürchten, hingerichtet zu werden. Angehörige und Freunde leiden mit der fünffachen Mutter. Ihrem Mann stand die Enttäuschung nach der zweiminütigen Anhörung am Donnerstag ins Gesicht geschrieben.

Ein Vertreter der Britisch-Pakistanisch-Christlichen Vereinigung sagte gegenüber dem anglikanischen Infoportal Episcopal News Service: „Ich sah Ashiq Masih an und sah die Angst und die Wut in seinen Augen, als er das Gericht verließ, sichtbar erschüttert durch einen weiteren Aufschub in der überaus langen Causa von Asia Bibi.“ Ein neuer Termin wurde noch nicht bestimmt.

Der gesamte Prozess um die angebliche Herabwürdigung des Islam war von Drohungen, Protesten und massiver Gewalt durch Islamisten begleitet. Der Grund für den Aufschub ist die Befangenheit eines Richters. Er hatte dazu beigetragen, dass  der Mörder (Mumtaz Qadri) des am 4. Januar 2011 ermordeten Provinzgouverneurs von Punjab, Salman Taseer gehängt wurde. Beobachter fragten sich, warum diese Besetzung nicht von vornherein vermieden worden ist. „Das ist ein grober Verstoß gegen ein faires Verfahren. Hier gilt das Prinzip, wonach aufgeschobene Gerechtigkeit die Verweigerung derselben bedeutet. Das ist nicht akzeptabel“, kritisierte Katherine Sapna von der pakistanischen Menschenrechtsorganisation Christian True Spirit.

Qadri war Taseers Leibwächter, erschoss ihn aber, nachdem der Politiker Asia Bibi im Sheikhupura Gefängnis der Hauptstadt besucht und ihr versichert hatte, sich bei seinem Freund, dem damaligen pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari, für ihre Begnadigung einzusetzen. Mehr als 500 Islamgelehrte priesen Qadris Tat und verehren ihn als Helden der Scharia. Die Hinrichtung löste eine Serie von Protesten aus. Ein anderer Richter, vor dem sich Qadri verantworten musste, Pervez Ali Shah, war gezwungen, samt Familie nach Saudi Arabien zu fliehen, um einem Attentat zu entgehen.

Zwei mit der Causa verbundene Attentate als Bilanz zeigen, dass Bibi längst schon zum Symbol für den Kampf um den Einfluss der Scharia im Land steht, der seit dem Regime General Zia ul-Haqs (1977 bis 1988) beständig zunimmt. Asia Bibi sitzt seit dem 19. Juni 2009 in Haft und wurde erstinstanzlich im November 2010 zum Tode verurteilt. Wenn der Oberste Gerichtshof in der Berufung das Todesurteil bestätigt, besteht die letzte Hoffnung Asia Bibis in einem Gnadengesuch an den pakistanischen Präsidenten. Ein Gnadenakt könnte das ganze Land in Aufruhr versetzen, wie Beobachter befürchten, denn die Stimmungsmache islamistischer Kreise nimmt zu. Muslimische Frauen hatten Asia Bibi nach einem Streit der Verunglimpfung Mohammeds beschuldigt. Sie hatten sich darüber aufgeregt, dass sie als Christin aus derselben Wasserschale getrunken hatte.

Islamische Führer, vor allem in der Roten Moschee, einer einflussreichen islamistischen Hochburg im Herzen der Hauptstadt, hatten zu landesweiten Protesten im Fall ihrer Freilassung aufgerufen. In allen größeren Städten verbreiteten Islamisten Drohungen gegen Unterstützer der Christin. Das berichtet Joseph Francis, Direktor der christlichen Rechtshilfe-Organisation CLAAS, der Prozessbeobachter ist. „Die radikalislamische Gruppe Sunni Tehreek hat eine Stellungnahme verbreitet, in der sie die Regierung auffordert, Asia Bibi zu hängen sowie alle anderen auf der Grundlage der Blasphemiegsetze Gefangenen. Sie tun darin kund, dass alle Anwälte oder Personen, die Asia Bibi verteidigen oder unterstützen, getötet werden“, sagte Francis weiter. Dieser Gruppe gehören rund 150 Islamgelehrte an, die das Gericht unter Druck setzen, Bibi an den Galgen zu bringen. Nach Einschätzung von CLAAS besteht die Gefahr, dass solche Gruppen nach einer Freilassung große Proteste in Pakistan initiieren sowie das Eigentum und das Leben der Christen in Gefahr bringen könnten. Es sei sehr wichtig, dass die Regierung diese Angelegenheit ernst nimmt und vor der Revisionsverhandlung Sicherheitsmaßnahmen ergreift, nicht nur in Islamabad, sondern im ganzen Land und besonders in der Provinz Punjab, wo Bibi herkommt. 

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Appellbitte für den pakistanischen Christen Nabeel Masih

Christlicher Teenager wegen angeblicher Blasphemie in Haft – Familie und Nachbarn von Fanatikern bedroht

Als „Gefangenen des Monats Oktober“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) den 16-jährigen pakistanischen Christen Nabeel Masih benannt. Sie rufen auf, für ihn einzutreten und zu beten. Masih, dessen Mutter schon verstorben ist, sitzt seit dem 18. September unter Blasphemieverdacht im Gefängnis. Ihm drohen zehn Jahre oder sogar lebenslange Haft. Es verbreitete sich im Dorf des Fabrikarbeiters die Nachricht, er habe ein manipuliertes Bild von der heiligsten Stätte der Muslime, der Kaaba in Mekka, auf Facebook geteilt. Wie die IGFM erfuhr, soll die Bildbearbeitung auf seinen muslimischen Facebook-Freund Akhtar Ali herabwürdigend gewirkt haben; dieser erstattete Anzeige. Möglicherweise ist Nabeel aber in eine Falle getappt. Ein Pastor, der auch Arzt im Dorf ist und den Beschuldigten seit dessen Kindheit kennt, versicherte, dass Nabeel vernünftiger auf ihn wirke als viele Gleichaltrige und er bislang stets die religiösen Gefühle anderer respektiert habe. Um nicht gelyncht zu werden, mussten sich nun der Vater und die fünf Geschwister verstecken. Sogar die Nachbarn brauchen nun Polizeischutz. – Das Blasphemiegesetz in Pakistan wird immer wieder dazu mißbraucht, gegen Angehörige religiöser Minderheiten vorzugehen, vor allem gegen Christen. – Appellieren Sie an den pakistanischen Präsidenten Mamnoon Hussain über die pakistanische Botschaft in Berlin. Bitten Sie ihn, sich für die umgehende, bedingungslose Freilassung einzusetzen. Hierzu können sie auch den vorbereiteten Musterbrief herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Er kann in einem Fensterbriefumschlag versandt werden. Porto: 70 ct. – Fax-Nr. der Botschaft: 030 21244210.

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Appellbitte für den pakistanischen Christen Naveed Masih

Frankfurt am Main. Die IGFM bittet, sich im Dezember besonders für den pakistanischen Christen Naveed Masih (Sargodha/Provinz Punjab) einzusetzen. Laut IGFM suchten viele Menschen bei dem 24-Jährigen seelsorgerlichen Rat, und sogar Muslime baten ihn, für sie zu beten. Dadurch wurden örtliche Sicherheitskräfte auf ihn aufmerksam. Sie forderten eine Art monatliches Schutzgeld von ihm und drohten damit, Schritte gegen ihn einzuleiten. Als er sich weigerte zu zahlen, stellten ihm Polizisten eine Falle. Ein Anrufer bat ihn um Hilfe und beide vereinbarten einen Treffpunkt. Dort nahmen Polizisten den Christen Anfang Oktober fest. Währenddessen durchsuchten Sicherheitskräfte sein Haus und beschlagnahmten ein antikes Schwert. Es war das Dankesgeschenk eines Muslims, der den Christen wegen geistlicher Nöte aufgesucht hatte. An dem Schwert sind Zitate aus dem Koran eingraviert. Sie lieferten laut IGFM den korrupten Polizisten den Vorwand, Naveed Masih wegen Blasphemie festzunehmen. Bei einem Schuldspruch können Angeklagte mit dem Tod oder lebenslanger Haft bestraft werden.

Das Appellschreiben richten Sie bitte an: Seine Exzellenz Mamnoon Hussain, Präsident der Islamischen Republik Pakistan, Islamabad/Pakistan, via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstr. 29, 10719 Berlin, Fax: 030 21244210. Ein Musterbrief dazu steht hier >>>zum Download bereit.

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Der pakistanische Christ Pervaiz Masih ist frei!

Aktuelle Meldung zu unserer Appellbitte vom 1. Oktober 2015

Frankfurt am Main. Ungewöhnlich schnell kam jetzt ein Gefangener frei: Der wegen Blasphemie beschuldigte pakistanische Christ Pervaiz Masih, vierfacher Familienvater aus der Nähe der Stadt Kasur (Provinz Punjab), wurde am Samstag gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen. Wie unsere Partner-Organisation The Voice berichtet, handelt es sich um einen seltenen Fall in der pakistanischen Geschichte, in dem bereits die erste Gerichtsinstanz einem Kautionsantrag der Verteidigung zustimmte. In vielen Fällen, wie etwa in dem von Asia Bibi, kam es schon sofort zu Verurteilungen. Der Bezirk Kasur gilt sogar als eine Gegend, in der ein rigides islamisches Rechtsverständnis vorherrscht, ein Landstrich, in dem sich die Menschen in den Dörfern leicht von Hasspredigern aufhetzen lassen. Wiederholt kam es bereits zu Fällen von Lynchjustiz, in denen der Mob gegen die Beschuldigten vorging.

Das Blasphemie-Gesetz ist zu einem Mittel zur Rache in persönlichen Auseinandersetzungen geworden, sagen pakistanische Menschenrechtler, so auch im Fall Pervaiz Masih. Seit dem 2. September saß der Ziegelei-Arbeiter wegen des Blasphemie-Vorwurfs hinter Gittern. Nach 14 Tagen durften seine Anwälte einen Kautionsantrag stellen. Pervaiz musste sogar befürchten, gelyncht zu werden und war daher zeitweise untergetaucht. Als die Polizei ihn suchte, zeigte sie sich äußerst parteiisch, misshandelte sogar seine Familie und bedrohte später auch das Team von The Voice, als dies in dem Fall ermittelte.

The Voice ist eine Stimme der unterdrückten Menschen und in ihrer Religionsfreiheit bedrohten Christen in der pakistanischen Provinz Punjab. Voice untersucht, bringt die Wahrheit ans Licht, klagt nicht nur an, sondern hilft auch humanitär. Und sie vertritt die Opfer vor Gericht, klärt über Realitäten auf, über die die Politik nicht laut spricht. Auch Pakistan wollen immer mehr Menschen verlassen – Gründe gibt es genug, aber noch mehr Gründe, den Menschen dort beizustehen und zu helfen. Wir unterstützen The Voice. Bitte helfen sie uns dabei.

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Appellbitte für bedrängte pakistanische Christen

Die missbräuchliche Anwendung der Blasphemie-Paragrafen ist in Pakistan an der Tagesordnung. Jetzt trifft es wieder einmal einen Ziegelei-Arbeiter und seine Familie. Auch die Christen im Dorf sind mitbedroht; ihnen wird eine Mitschuld unterstellt und man droht, sie auf offener Straße zu verbrennen. Das Schicksal der Familie Pervaiz und Zarina Masih geht aus dem folgenden Muster-Appellbrief* hervor. Sie können der Familie Masih nicht nur durch Bittschreiben helfen, sondern auch durch Spenden für ihre Versorgung, während sie sich verstecken muss, sowie für ihre Auslagen zur Verteidigung vor Gericht. Ihre Zuschriften an die IGFM, Borsigallee 9, D-60388 Frankfurt, sowie Ihre Spenden, hier online unter dem Kennwort „VOICE“ möglich, reichen wir gerne weiter – siehe rechts oben ‚Online-Spenden‘.

Es empfiehlt sich aber, diesen Appell in der englischen Fassung an die pakistanische Botschaft in Berlin zur Weiterleitung an den Präsidenten in Islamabad zu senden>>>Download Muster-Appellbrief. Dieser ist – wie üblich – nur mit Absender, Datum und Unterschrift zu versehen.

*Exzellenz, der christliche Familienvater und Ziegelei-Arbeiter Pervaiz Masih aus dem pakistanischen Dorf Gharry Wala, etwa fünfzig Kilometer von der Stadt Kasur/ Punjab entfernt, sitzt seit dem 2. September wegen des unberechtigten Vorwurfs der Blasphemie in Haft. Konkurrenten hatten ihn Mitte August infolge eines Streites um einen Zuschlag für eine Sandlieferung wegen Verstoßes gegen Paragraph 295 C des pakistanischen Strafgesetzbuchs angezeigt. Bevor ermittelt werden konnte, ob der Vorwurf glaubwürdig ist, wurde Pervaiz Masih bereits bedroht und er versteckte sich, aus Angst, gelyncht zu werden.

Auf der Suche nach dem Angeklagten wandten die örtlichen Sicherheitskräfte Gewalt an, wobei sie Masihs Familienangehörige beleidigten und misshandelten. Vier Verwandte wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Eine schwangere Schwägerin berichtete, wie die Polizisten gnadenlos auf alle einschlugen. Auch die Schwester von Masihs Ehefrau Zarina, die eine Woche zuvor per Kaiserschnitt entbunden hatte, sowie ihr Neugeborenes, wurden nicht verschont.

Masihs Familie und seine christlichen Nachbarn sind aktuell in höchster Gefahr. Unseren Informationen zufolge wird ihnen durch andere Dorfbewohner, die am 3.September von einem Imam aufgehetzt wurden, damit gedroht, auf offener Straße verbrannt zu werden. Die Dorfbewohner gehen davon aus, dass alle Christen mit Pervaiz Masih verwandt sind und deshalb eine Mitschuld tragen.

Exzellenz, seit vielen Jahren weist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf diese – besonders für Christen und andere religiöse Minderheiten gefährliche – Lücke im Rechtsstaat hin. Pakistanische Menschenrechtler beklagen, dass das Blasphemie-Gesetz zu einem Mittel der Rache in persönlichen Auseinandersetzungen geworden ist. Eindringlich bitten wir Sie, sich für die sofortige Freilassung und Sicherheit Pervaiz Masihs sowie für den Schutz seiner Familienangehörigen und Nachbarn einzusetzen, die als Christen lange Zeit friedlich mit ihren muslimischen Nachbarn zusammengelebt haben und nun ausgegrenzt und bedroht werden. Hochachtungsvoll

Appelladresse: Seine Exzellenz Mamnoon Hussain Präsident der Islamischen Republik Pakistan Via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstrasse 29, 10719 Berlin. Fax 030 21244210.

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Beten für Asia Bibi: Berufungsverhandlung am 22. Juli 15

Lahore. Unser Partner in Pakistan, Joseph Francis, schreibt uns: „Wie Sie wissen, ist Asia Bibi zur Todesstrafe verurteilt worden und ihre Berufung gegen das Urteil beim Höchsten Gericht in Pakistan ist noch nicht entschieden. Die Berufungsverhandlung ist auf den 22. Juli 2015, 09.00 Uhr*,  vor den Richtern Saqib Nasar, Ijaz Ahmed Chaudhary und Umar Atta Bandiyal vom Höchsten Gerichtshof, Abteilung Lahore, festgelegt. Gedenken Sie bitte Asia Bibi im Gebet, dass unser Gott sie schützen möge und dass sie aus dem Gefängnis freigelassen wird. Sie werden auch ersucht, für die Richter zu beten. Möge Gott ihnen den Mut zur Gerechtigkeit geben. Beten Sie auch für Rechtsanwalt Saif Ul Malook, der den Fall im Gericht vortragen wird. Möge Gott ihm Weisheit und Kraft geben, Asia Bibi zu verteidigen. *da Zeitverschiebung = 5 Stunden früher, ist es bei uns erst 04.00 Uhr morgens

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Die IGFM beim Kirchentag 2015 in Stuttgart

Nach Dresden (2011) und Hamburg (2013) war die IGFM auch in Stuttgart mit einem Info-Stand vertreten. Die thematischen Schwerpunkte waren:

  • Iran: Inhaftierte Konvertiten wie die Pastoren Abedini und Irani; der regimekritische Ayatollah Borudscherdi
  • Pakistan: Die wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilte Asia Bibi
  • die in Myanmar verfolgten Rohingya-Muslime
  • die Aufforderung an die Türkei, den Genozid an den Armeniern 1915 anzuerkennen.

Gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wurde eine Resolution an politische und kirchliche Institutionen formuliert und verabschiedet:

„WFoto für Blog Reliir, die Teilnehmenden des Kirchentages, fordern alle Verantwortlichen auf, den gejagten Christen, Yeziden und anderen religiösen Minderheiten in den Ländern des Nahen Ostens aktiver beizustehen als bisher. Es reicht nicht, den Völkermord der Vergangenheit unentwegt zu beklagen und der heutigen Vernichtung von assyrisch-aramäischen Christen und Yeziden wieder schweigend und tatenlos
zuzusehen…“ >>>Download

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Pakistan: Fünf Christen in Todeszellen

Fulda, 4. Oktober 2014. Das katholische Missionswerk ‚missio‘ startete Anfang Oktober eine Solidaritätsaktion für die bedrängten und verfolgten Christen in Pakistan.  Bestandteil dieses Programms war eine Aktion an der Stadtpfarrkirche in Fulda mit Gästen aus Pakistan und Prominenten aus Politik und Kirche. ‚Misso‘ warb um Unterschriften für die Freilassung von Asia Bibi, die seit vier Jahren in der Todeszelle sitzt. Ihr Berufungsverfahren wurde bereits fünfmal verschoben und es ist zu hoffen, dass der neue Berufungstermin (16. Oktober 14) tatsächlich stattfindet und ein gerechtes Urteil gesprochen wird.  Die IGFM war ebenfalls durch den Arbeitskreis ‚Religionsfreiheit weltweit‘ sowie durch die Arbeitsgruppe Fulda vertreten und machte auf das Schicksal weiterer vier in Todeszellen befindlichen Christen aufmerksam:

  • Emmanuel Shafgat und seine Frau Kausar Shagufta, die am 4. April 2014 in einem unfairen Verfahren wegen Blasphemie zum Tode verurteilt wurden
  • Sawan Masih: Im März 2014 verurteilte ein Gericht in Lahore den 35-jährigen Straßenkehrer zum Tod. Er soll im Streit mit seinem muslimischen Freund den Propheten Mohammed beleidigt haben.
  • Anwar Kenneth, vermutlich geistesgestört, wurde in 2002 zum Tode verurteilt und befindet sich in einem Gefängnis in Multan.

Bitte, setzen Sie sich beim pakistanischen Präsidenten für diese zum Tode Verurteilten ein:

His Excellency Mamnoon Hussain, President of the islamic Republic of Pakistan, Islamabad, Pakistan

via Botschaft der islamischen Republik Pakistan, Schaperstraße 29, 10719 Berlin.

Einzelheiten zu den fünf Verurteilten, sowie weitere wichtige Informationen befinden sich im >>>Info- und Aktionsbrief des IGFM-Arbeitskreises Religionsfreiheit 1-2014, der zum Download bereitsteht .

>>>IGFM-Fulda und IGFM-Arbeitskreis „Religions-freiheit weltweit“ bei Missio-Aktionstag Pakistan

>>>Fotogalerie

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Asia Bibi: Erneute Vertagung der Berufungsverhandlung

Lahore/Pakistan. Leider haben sich die Befürchtungen bewahrheitet:  Die Verhandlung im Berufungsverfahren im Fall Asia Bibi wurde auf ein “unbestimmtes Datum” verschoben.  Diese bereits vierte Vertagung in zwei Monaten sei “ein Verstoß gegen den Anspruch auf Gerechtigkeit einer pakistanischen Bürgerin”, so der Anwalt von Asia Bibi, Naeem Shakir (arbeitet für CLAAS, IGFM-Partner). Unterdessen seien „für andere ähnliche Prozesse, über die dieselben Richter entscheiden sollen, die Daten inzwischen festgelegt, mit Ausnahme des Falls Asia Bibi”. Im Fall Asia Bibi, so heißt es, müsse man auf die Rückkehr des Richters warten, der sich bereits zu Beginn mit dem Fall Asia Bibi befassen sollte. Ob dieser Richter je zurückkomme stehe nicht fest und wenn dann könne dies Monate dauern, so Shakir. “Wir sind enttäuscht und frustriert, denn dieses Vorgehen ist nicht korrekt und wenig transparent. Es gibt keinen plausiblen Grund, weshalb nur für den Prozess im Fall Asia Bibi kein Datum festgelegt wird. Dieser Aufschub ist nicht gerechtfertigt. Ich werde um ein Treffen mit dem Präsidenten des Hohen Gerichts bitten und eine Erklärung von ihm verlangen. Sollte diese nicht zufrieden stellend sein, dann werden wir als Vereinigung der Anwälte einen Brief schreiben”, so Shakir zum Fidesdienst. Asia Bibi befindet sich seit über vier Jahren in Haft.

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Franziskus: Aufruf zur Solidarität mit Christen in Nahost

Freilassung!

Ihre Hilfe für Verfolgte und Bedrängte

Solidarität mit mit den koptischen und orientalischen Christen

Algerien