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Monthly Archives: Oktober 2016

Pastor Lim berichtet nach seiner Freilassung

Die Hoffnung nicht aufgeben!

Appellbitte für drei iranische Christen

Frankfurt am Main. Zu „Gefangenen des Monats November“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea die iranischen Christen Amin Nader Afshar, Hadi Askary und Amir Sina Dasht benannt, die im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten werden. In der Stadt Firuzkuh, 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Teheran, saßen sie zusammen mit ihren Frauen, zwei weiteren Christen und deren Ehefrauen, am Mittag des 26. August beim Anglerpicknick. Sicherheitskräfte, die dem Geheimdienstministerium unterstellt sind, tauchten dort unerwartet auf und führten die Männer ab, die alle Mitglieder einer iranischen Hauskirche sind. Für die Festnahme gab es keine Grundlage. Amin Nader Afshar kam bereits Weihnachten 2014 hinter Gittern und erst im Februar darauf wieder frei. Die Behörden warfen ihm Mission, Bibelverbreitung und illegale Hauskirchenaktivitäten vor. Am 10. Oktober wurden zwei der Mitgefangenen gegen Zahlung von mehr als 30.000 Euro Kaution freigelassen, Mohamad Dehnay und Ramiel Bet Tamraz, dessen Vater Victor 2014 mit Amin Nader zusammen inhaftiert worden und schließlich wieder freigekommen war. Hadi Askary und Amir Sina Dashti, wurde bereits eine Entlassung gegen Kaution in Aussicht gestellt. – Bitte appellieren Sie an den Staatspräsidenten der Islamischen Republik Iran und bitten um sofortige Freilassung. Die Appelladresse: Seine Exzellenz Präsident Hassan Ruhani via Botschaft der Islamischen Republik Iran, Podbielskiallee 67, 14195 Berlin, Fax 030 84353535. Sie können auch den >>>Muster-Appellbrief herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Danke für Ihre Unterstützung!

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Asia Bibi: Noch kein Ende der Leidenszeit

Im Vorfeld des für den 13. Oktober 2016  angesetzten Anhörungsverfahrens vor dem obersten Gericht in Islamabad gab es die berechtigte Hoffnung auf einen Freispruch aus formalen Gründen. Die Christen in Pakistan und alle hier bei uns, die sich für Asia Bibi eingesetzt haben, fragen sich, wann das Leid der wegen Blasphemie zum Tode verurteilten Christin endlich ein Ende hat. Nach fast sieben Jahren hinter Gittern und zuletzt fünf Vertagungen vor dem Höchsten Gericht in Pakistans Hauptstadt Islamabad muss sie weiterhin befürchten, hingerichtet zu werden. Angehörige und Freunde leiden mit der fünffachen Mutter. Ihrem Mann stand die Enttäuschung nach der zweiminütigen Anhörung am Donnerstag ins Gesicht geschrieben.

Ein Vertreter der Britisch-Pakistanisch-Christlichen Vereinigung sagte gegenüber dem anglikanischen Infoportal Episcopal News Service: „Ich sah Ashiq Masih an und sah die Angst und die Wut in seinen Augen, als er das Gericht verließ, sichtbar erschüttert durch einen weiteren Aufschub in der überaus langen Causa von Asia Bibi.“ Ein neuer Termin wurde noch nicht bestimmt.

Der gesamte Prozess um die angebliche Herabwürdigung des Islam war von Drohungen, Protesten und massiver Gewalt durch Islamisten begleitet. Der Grund für den Aufschub ist die Befangenheit eines Richters. Er hatte dazu beigetragen, dass  der Mörder (Mumtaz Qadri) des am 4. Januar 2011 ermordeten Provinzgouverneurs von Punjab, Salman Taseer gehängt wurde. Beobachter fragten sich, warum diese Besetzung nicht von vornherein vermieden worden ist. „Das ist ein grober Verstoß gegen ein faires Verfahren. Hier gilt das Prinzip, wonach aufgeschobene Gerechtigkeit die Verweigerung derselben bedeutet. Das ist nicht akzeptabel“, kritisierte Katherine Sapna von der pakistanischen Menschenrechtsorganisation Christian True Spirit.

Qadri war Taseers Leibwächter, erschoss ihn aber, nachdem der Politiker Asia Bibi im Sheikhupura Gefängnis der Hauptstadt besucht und ihr versichert hatte, sich bei seinem Freund, dem damaligen pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari, für ihre Begnadigung einzusetzen. Mehr als 500 Islamgelehrte priesen Qadris Tat und verehren ihn als Helden der Scharia. Die Hinrichtung löste eine Serie von Protesten aus. Ein anderer Richter, vor dem sich Qadri verantworten musste, Pervez Ali Shah, war gezwungen, samt Familie nach Saudi Arabien zu fliehen, um einem Attentat zu entgehen.

Zwei mit der Causa verbundene Attentate als Bilanz zeigen, dass Bibi längst schon zum Symbol für den Kampf um den Einfluss der Scharia im Land steht, der seit dem Regime General Zia ul-Haqs (1977 bis 1988) beständig zunimmt. Asia Bibi sitzt seit dem 19. Juni 2009 in Haft und wurde erstinstanzlich im November 2010 zum Tode verurteilt. Wenn der Oberste Gerichtshof in der Berufung das Todesurteil bestätigt, besteht die letzte Hoffnung Asia Bibis in einem Gnadengesuch an den pakistanischen Präsidenten. Ein Gnadenakt könnte das ganze Land in Aufruhr versetzen, wie Beobachter befürchten, denn die Stimmungsmache islamistischer Kreise nimmt zu. Muslimische Frauen hatten Asia Bibi nach einem Streit der Verunglimpfung Mohammeds beschuldigt. Sie hatten sich darüber aufgeregt, dass sie als Christin aus derselben Wasserschale getrunken hatte.

Islamische Führer, vor allem in der Roten Moschee, einer einflussreichen islamistischen Hochburg im Herzen der Hauptstadt, hatten zu landesweiten Protesten im Fall ihrer Freilassung aufgerufen. In allen größeren Städten verbreiteten Islamisten Drohungen gegen Unterstützer der Christin. Das berichtet Joseph Francis, Direktor der christlichen Rechtshilfe-Organisation CLAAS, der Prozessbeobachter ist. „Die radikalislamische Gruppe Sunni Tehreek hat eine Stellungnahme verbreitet, in der sie die Regierung auffordert, Asia Bibi zu hängen sowie alle anderen auf der Grundlage der Blasphemiegsetze Gefangenen. Sie tun darin kund, dass alle Anwälte oder Personen, die Asia Bibi verteidigen oder unterstützen, getötet werden“, sagte Francis weiter. Dieser Gruppe gehören rund 150 Islamgelehrte an, die das Gericht unter Druck setzen, Bibi an den Galgen zu bringen. Nach Einschätzung von CLAAS besteht die Gefahr, dass solche Gruppen nach einer Freilassung große Proteste in Pakistan initiieren sowie das Eigentum und das Leben der Christen in Gefahr bringen könnten. Es sei sehr wichtig, dass die Regierung diese Angelegenheit ernst nimmt und vor der Revisionsverhandlung Sicherheitsmaßnahmen ergreift, nicht nur in Islamabad, sondern im ganzen Land und besonders in der Provinz Punjab, wo Bibi herkommt. 

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Appellbitte für den pakistanischen Christen Nabeel Masih

Christlicher Teenager wegen angeblicher Blasphemie in Haft – Familie und Nachbarn von Fanatikern bedroht

Als „Gefangenen des Monats Oktober“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) den 16-jährigen pakistanischen Christen Nabeel Masih benannt. Sie rufen auf, für ihn einzutreten und zu beten. Masih, dessen Mutter schon verstorben ist, sitzt seit dem 18. September unter Blasphemieverdacht im Gefängnis. Ihm drohen zehn Jahre oder sogar lebenslange Haft. Es verbreitete sich im Dorf des Fabrikarbeiters die Nachricht, er habe ein manipuliertes Bild von der heiligsten Stätte der Muslime, der Kaaba in Mekka, auf Facebook geteilt. Wie die IGFM erfuhr, soll die Bildbearbeitung auf seinen muslimischen Facebook-Freund Akhtar Ali herabwürdigend gewirkt haben; dieser erstattete Anzeige. Möglicherweise ist Nabeel aber in eine Falle getappt. Ein Pastor, der auch Arzt im Dorf ist und den Beschuldigten seit dessen Kindheit kennt, versicherte, dass Nabeel vernünftiger auf ihn wirke als viele Gleichaltrige und er bislang stets die religiösen Gefühle anderer respektiert habe. Um nicht gelyncht zu werden, mussten sich nun der Vater und die fünf Geschwister verstecken. Sogar die Nachbarn brauchen nun Polizeischutz. – Das Blasphemiegesetz in Pakistan wird immer wieder dazu mißbraucht, gegen Angehörige religiöser Minderheiten vorzugehen, vor allem gegen Christen. – Appellieren Sie an den pakistanischen Präsidenten Mamnoon Hussain über die pakistanische Botschaft in Berlin. Bitten Sie ihn, sich für die umgehende, bedingungslose Freilassung einzusetzen. Hierzu können sie auch den vorbereiteten Musterbrief herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Er kann in einem Fensterbriefumschlag versandt werden. Porto: 70 ct. – Fax-Nr. der Botschaft: 030 21244210.

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Ihre Hilfe für Verfolgte und Bedrängte

Freilassung!

Rohingya’s auf der Flucht

Freilassung!

Nach versuchter Zwangskonvertierung…

Solidarität mit mit den koptischen und orientalischen Christen