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Monthly Archives: April 2016

Pater Tom immer noch in islamistischer Hand

Die Hoffnung nicht aufgeben!

Appellbitte für den koreanischen Pastor Hyeon Soo Lim

Er half Hungernden im Kommunistischen Nordkorea. Dafür wurde er zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt.

Der in Südkorea geborene Pastor der Light Korean Presbyterian Church ist seit Februar 2015 in Nordkorea inhaftiert und wurde durch das Oberste Gericht des Landes zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt. Hyeon Soo Lim war Ende Januar 2015 wegen einer humanitären Aktion nach Nordkorea eingereist. Laut seiner Gemeinde in Toronto war dies eine von insgesamt rund 100 Reisen, die er seit 1997 zur Betreuung eines Waisenhauses und einer Kinderkrippe in das Land unternommen hatte.

Nach seinem Verschwinden im Februar 2015 wurde er im Juni auf einer Pressekonferenz in der Landeshauptstadt Pjöngjang vorgeführt. Dort „gestand“ er laut nordkoreanischen Berichten, das Ziel des Regimesturzes und den Aufbau eines religiösen Staates verfolgt zu haben. Zudem soll er sich zu Entführungsversuchen von Nordkoreanern mit Hilfe südkoreanischer und US-amerikanischer Behörden „bekannt“ haben. Basierend auf diesem Geständnis wurde der 60-jährige staatsfeindlicher Aktivitäten für schuldig befunden. Nordkorea gilt als Land mit der schärfsten Christenverfolgung.

Bitte, fordern Sie seine umgehende Freilassung. Die Appell-Adresse: Seine Exzellenz Kim Jong-un, Oberster Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea Via Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea Glinkastraße 5-7 10117 Berlin, Fax 030 22651929. Dazu können Sie einen >>>Muster-Appellbrief herunterladen, der um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Das Porto für den Versand an die Botschaft in Berlin beträgt 70 ct.

China lässt zwei Gefangene frei! Kampagne gegen Kreuze geht weiter

Uns erreichte die erfreuliche Nachricht über zwei Haftentlassungen in China:

Der evangelische Pastor Gu Yuese und der christliche Rechtsanwalt Zhang Kai sind frei. Für Zhang Kai setzte sich die IGFM im Januar 2016 ein – siehe Appellbitte. Internationaler Druck kam hinzu – auch die Begegnung des chinesischen Präsidenten Xi Jinping mit US-Präsident Barack Obama in der Woche nach Ostern in Washington aus Anlass des dortigen Atomgipfels spielte eine Rolle.

Ende Januar war Pastor Pastor Gu Yuese aus Hangzhou festgenommen worden. Er ist als Dialogpartner ausländischer Gäste und Pastor der staatlich kontrollierten Chonyi Kirche auch über die Grenzen Chinas hinaus bekannt, quasi ein prominentes Aushängeschild der Religionspolitik. Zunächst wurde er am 22. Januar entlassen und kurz darauf wurde bekannt, dass er sich in staatlichem Gewahrsam befindet. Gu Yuese, dem die Behörden Korruption vorwarfen, hatte sich gegen die Kampagne in der Provinz Zhejiang gewandt, in der seit zwei Jahren Kreuze von den Kirchen abgerissen werden.* Die IGFM hatte Pastor Gu Yuese zusammen mit der evangelischen Nachrichtenagentur idea als „Gefangenen des Monats April“ nominiert.

Mehr als sechs Monate verbrachte der christliche Rechtsanwalt Zhang Kai an unbekanntem Ort hinter Gittern. Nun kam er endlich frei. Am Mittwoch vor Ostern war der 37-Jährige schon wieder zu Hause in der Inneren Mongolei. Pastor Bob Fu von der in Texas (USA) ansässigen Hilfsorganisation China Aid, kommentierte die Freilassung: „Als ein enger Freund von Zhang Kai freue ich mich, diese guten Nachrichten zu vernehmen, obgleich nähere Details zu den Bedingungen seiner Freilassung immer noch unbekannt sind.“ Er sei ein mutiger Menschenrechtsanwalt und Verteidiger der Rechtsstaatlichkeit und Religionsfreiheit. Zhang Kai sei vollkommen unschuldig.

*Es gibt trotz der erfreulichen Nachrichten keine Anzeichen dafür, dass die Kommunisten in der chinesischen Provinz Zhejiang bei ihrer Kampagne gegen religiöse Symbole auf Gotteshäusern und Gebetsstätten nun grundsätzlich einlenken.

Beobachtern zufolge geht es nur vordergründig um angebliche Verstöße gegen Bauvorschriften. Betroffen sind Kirchen aller Konfessionen, auch der patriotischen, sprich staatlich-kontrollierten. Hintergründig geht es wohl um die Unterwerfung unter die Kontrolle der Kommunistischen Partei. Im vorigen Jahr stieg die Zahl der Beschädigungen an den Kirchen enorm an, insgesamt rund 1.800 Kirchenkreuze ließ die Provinzregierung demontieren. Auf friedliche Proteste reagieren die Sicherheitskräfte mit Festnahmen und Gewalt. Beobachter gehen davon aus, dass der Regierung der enorme Zuwachs der Christen aller Konfessionen ein Dorn im Auge ist. 

Pater Tom Uzhunnalil in Sicherheit?

Der aus Indien stammende Salesianerpater Tom Uzhunnalil wurde vor einem Monat in Verbindung mit einem Massaker in einem von Mutter-Teresa-Schwestern betriebenem Seniorenheim in Aden/Jemen entführt, gefoltert und mit Kreuzigung am Karfreitag bedroht. Die IGFM startete eine Appellbrief-Aktion an den Präsidenten der Republik Jemen. – Die Indische Regierung setzte sich – Agenturmeldungen zufolge – intensiv für seine Sicherheit, bzw. seine Freilassung ein. Eine hohe Lösegeldforderung seitens der Islamisten stand (oder steht noch) im Raum.

Laut aktueller Information der indischen  Außenministerin Sushma Swaraj soll sich Pater Tom in Sicherheit befinden. Das teilte die katholische Bischofskonferenz Indiens (CBCI) am Samstagabend (Ortszeit) per Presseaussendung mit. Swaraj zufolge arbeite die indische Regierung intensiv auf die baldige Freilassung des Priesters hin und schöpfe dafür alle Möglichkeiten aus. 

Unterschreiben für Gerechtigkeit:

Machen Sie mit: Petition für ein Tribunal über den Islamischen Staat (IS)

Ihre Hilfe für Verfolgte und Bedrängte

Algerien