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Monthly Archives: August 2014

Pater Tom immer noch in islamistischer Hand

Die Hoffnung nicht aufgeben!

Appellbitte für den ägyptischen Konvertiten Hegazy

Frankfurt am Main. Am 18. Juni 2014 verurteilte ein ägyptisches Gericht den national bekannten Konvertiten Mohammed Hegazy wegen „Unruhestiftung durch Verbreitung falscher Informationen“ zu 5 Jahren Haft und 500 ägyptischen Pfund Geldstrafe. Ihm wurde vorgeworfen, Angriffe auf Christen und deren Einrichtungen 2013 ohne Genehmigung im öberägyptischen Minya, 260 km südlich von Kairo, gefilmt und dadurch ein „falsches Bild“ verbreitet zu haben. Am 4. Dezember 2013 war er dort festgenommen worden.

Zwar wurde Bishoy Armia Boulos, wie sich der geborene Moslem nach seinem Übertritt zum Christentum nannte, bei einer Verhandlung am 20. Juli 2014 gegen Kaution freigelassen, dennoch wurde er aber innerhalb von 24 Stunden danach von Mitarbeitern des Innenministeriums in Gewahrsam genommen. Er musste sich bereits 2009 wegen „Beleidigung des Islams“ mehrfach verantworten. Hegazy, geboren 1983, hatte sich im Alter von 16 Jahren für das Christentum entschieden.

Als er und seine Frau acht Jahre später ein Kind erwarteten, beantragte er im August 2007 die staatliche Anerkennung des Religionswechsels, damit sein Kind christlich getauft werden kann. Denn solange in seinem Ausweis Religion: „Muslim“ steht, so lange gilt jedes Kind eines muslimischen Vaters automatisch auch als Muslim. Da ihm das verweigert wurde, klagte er offiziell im Oktober 2007 auf das Menschenrecht auf Religionswechsel. Am 29. Januar 2008 entschied ein Gericht in Kairo, dass es für einen Muslim gegen das Gesetz sei, den Islam zu verlassen. Nur der Wechsel von anderen Religionen in den Islam sei zulässig.

Sein Fall erregte in Ägypten erhebliches Aufsehen, damit aber auch das Interesse von Extremisten, die in der Scharia vorgesehene Strafe für Abfall vom Glauben zu vollstrecken, nämlich die Hinrichtung. Im Februar 2008 legte Hegazy Berufung gegen das Urteil ein. Das höchste ägyptische Gericht weigerte sich, den Antrag anzunehmen.

Nach Angaben eines Anwalts wird ihm jetzt zusätzlich die „Beleidigung einer Offenbarungsreligion“ vorgeworfen. Die Ankläger gehen davon aus, dass allein das Verlassen des Islams diese Religion in ein schlechtes Licht setzt. Die Anklage aufgrund der Verurteilung vom 18. Juni 2014 wird weiter aufrechterhalten und soll am 11. November 2014 erneut verhandelt werden. Hegazys Frau und seine 2 Kinder leben mittlerweile in Deutschland.

Aufgrund der vom Volk im Januar 2014 mit breiter Mehrheit angenommenen Verfassung gilt in Ägypten das umfassende Recht auf Religionsfreiheit. 2013 haben in Ägypten tatsächlich nach dem Sturz von Mursi zahlreiche Angriffe auf Christen stattgefunden, besonders in Oberägypten. Dies zu dokumentieren ist keinerlei Straftat.

Protestieren Sie mit diesen Hinweisen beim ägyptischen Staatspräsidenten gegen die Inhaftierung Hegazys. Bitten Sie um seinen Schutz und seine umgehende Freilassung sowie um das uneingeschränkte Recht auf Religionswechsel:

Seine Exzellenz Staatspräsident Abdel Fatah al-Sisi, via
Ägyptische Botschaft in Berlin, Stauffenbergstr. 6-7, 10785 Berlin

Tel. 030 477 54 70, Fax 030 477 10 49, Embassy@egyptian-embassy.de

Für den Appell können Sie den >>> Musterbrief verwenden, der mit Absender, Datum und Unterschrift zu versehen ist. Er ist für die Versendung im Fensterbriefumschlag gestaltet. 

Appellbitte für den marokkanischen Christen Jamaa Ait Bakrim

Bereits seit über 10 Jahren ist der jetzt 50jährige marokkanische Christ und Konvertit Jamaa Ait Bakrim im Gefängnis. Was ist Grund? Er ist Christ geworden und hat anderen davon erzählt:

Nachdem der 1964 als Moslem Geborene in seinem Heimatland ein Studium der Politikwissenschaften absolviert hatte, fand Jamaa in den 90er Jahren in Europa zum christlichen Glauben. In den Niederlanden als Asylbewerber abgelehnt und nach Marokko abgeschoben, verbrachte er bereits 1994 sieben Monate wegen „Evangelisierens“ in Haft und mehrere Monate in einer Nervenheilanstalt. 1996 kam der inzwischen von seiner Familie Verstoßene für ein Jahr wegen Aufstellen eines Kreuzes ins Gefängnis.

Am 28. Dezember 2005 verurteilte ihn ein Gericht in Agadir wegen „Proselytismus“ und „Zerstören fremden Eigentums“ zu 15 Jahren Gefängnis. Jamaa hatte vor seinem Laden zwei nicht mehr benutzte hölzerne Telefonstangen weggeschafft. Seit Ende 2005 durchgehend inhaftiert, ist er derzeit als Gefangener Nr. 26574 im Zentralgefängnis in der Stadt Kenitra eingesperrt.

Der Fall wurde im Juni 2010 von amerikanischen Kongressabgeordneten zur Sprache gebracht, die ebenso wie Menschenrechtsbeobachter die außergewöhnliche Bestrafung nicht in der Zerstörung zweier unnützer Holzpfosten, sondern in Jamaas offenem christlichen Glaubensbekenntnis sehen.

2012 hatte in Marokko ein staatlicher Rat islamischer Geistlicher eine Fatwa zur Hinrichtung von Konvertiten aus dem Islam erlassen.

Der als gemäßigt geltende marokkanische König Mohammed VI trägt den Titel „Verteidiger der Gläubigen“. Unter 35 Millionen Einwohner Marokkos gibt es etwa 8000 Christen.

Appellieren Sie an König Mohammed VI, sich für die umgehende Freilassung von Jamaa Ait Bakrim und die unverkürzte Freiheit des Religionswechsels einzusetzen. Sie können einen >>>Musterbrief herunterladen, der nur um Absender, Datum und Unterschrift zu ergänzen ist. Die Vorlage ist zur Verwendung in einem Fenster-Briefumschlag gestaltet. Es entstehen 0,60 €für Porto an die marokkanische Botschaft in Berlin.

Die Appelladresse lautet: Seine königliche Hoheit Mohammed VI via Botschaft des Königreiches Marokko, Niederwallstraße 39, 10117 Berlin, E-Mail: info@rabat.diplo.deFax-Nr. 030 20076191

PS: Marokko hatte vor 35 Jahren den Internationalen Pakt für bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der Religionsfreiheit garantiert. 

Bundesweite Demo für assyrische Christen im Irak

Frankfurt am Main. Am 18. Juli 2014 ereignete sich in der irakischen Stadt Mosul (ursrprünglich Ninive) eine große Tragödie: Die Häuser von Menschen christlich-assyrischer Herkunft wurden mit einem arabischen „N“ markiert, was für „Nasrani“ steht. Nasrani (Nazarener) ist im Koran der negative Begriff für Christen, denn das eigentliche Wort „Christ“ bedeutet im arabischen „Masihi“ (Messias). Sie sollten in diesem menschenverachtendem Ritus entweder zum Islam konvertieren, eine christliche Kopfsteuer zahlen oder den Tod hinnehmen. Man gab ihnen Zeit bis zum nächsten Tag. Noch in der selben Nacht war Mosul das erste Mal seit 2000 Jahren christenfrei und das erste Mal seit über 7000 Jahren assyrerfrei.
Solch ein Stigma erinnert uns an die Zeit, in der in Deutschland Terror und Schrecken eingefallen war und die der Welt nie wieder dargelegt werden darf.

Deswegen möchten wir etwas bewegen, denn Schweigen ist ein Zeichen der Akzeptanz!
Bundesweit soll eine friedliche Kundgebung stattfinden, mit welcher wir die Welt
öffentlichkeit dazu bewegen wollen, zu intervenieren und sich für die Menschenrechte gemäß der UN-Konventionen einzusetzen, denn der Massenexodus der christlich-indigenen Bevölkerung Mesopotamiens hat aufgrund der fundamental-islamistischen Gruppierung der ISIS, die ein islamisches Kalifat ausgerufen haben, seine grauenhaften Konturen angenommen. Mit dem Ziel der Gründung eines Kalifats begehen sie religiöse sowie ethnische Massaker an der unschuldigen Zivilbevölkerung. Wir plädieren daher für eine Sicherheitszone unter westlichem Schutzmandat für die Christen und andere Minderheiten in der Ninive-Ebene.

Aus diesem Grunde veranstalten wir unter dem Slogan „A Demand for Action“, eine Initiative, die vom berühmten schwedisch-assyrischen Filmregisseur und Journalisten Nuri Kino gegründet wurde, in Solidarität mit den unterdrückten christlichen Assyrern eine weltweite Aktion, die in über 12 Ländern und in Deutschland parallel laufend in über 12 Städten, diese Kundgebung und Solidaritäts-Aktion. Diese wird am Samstag, den 02. August 2014 stattfinden; dazu gehören Städte, wie Stuttgart, Augsburg, München, Wiesbaden, Frankfurt, Hannover, Paderborn, Essen, Gronau, Gütersloh, Bremen und Hannover.

Dabei werden wir T-Shirts mit dem arabischen Buchstaben „N“bedruckt tragen und Info-Flyer verteilen, um auf das ungeheure Leiden dieser Menschen hinzuweisen und um uns mit diesen zu solidarisieren.

Treffpunkt am Samstag in Frankfurt ist die Zeil (16 Uhr). Wir freuen uns auf jede Unterstützung und jeden, der seine Solidarität zeigt. – Silvia Kulan, Assyrischer Jugendverband Mitteleuropa e.V. 

Unterschreiben für Gerechtigkeit:

Machen Sie mit: Petition für ein Tribunal über den Islamischen Staat (IS)

Ihre Hilfe für Verfolgte und Bedrängte

Algerien