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Monthly Archives: Mai 2014

Pater Tom immer noch in islamistischer Hand

Die Hoffnung nicht aufgeben!

Dringende Appellbitte für eine sudanesische Christin

Es handelt sich um Meriam Yahia Ibrahim Ishag, eine 27jährige Lehrerin, die aus einem kleinen Ort im Westen des Sudan stammt. Sie ist die Tochter einer äthiopisch-orthodoxen Mutter und eines sudanesischen Muslim. Ihr Vater verließ die Familie, als sie sechs Jahre alt war. Ihre Mutter erzog sie christlich und zog später in die sudanesische Hauptstadt Khartoum, wo sie 2011 verstarb. Meriam Ibrahim ist seit 2012 mit Daniel Wani verheiratet. Er stammt aus dem Südsudan und ist sudanesischer und US-Staatsbürger. Das Paar hat einen Sohn (Martin Wani), der bei der Verurteilung der Mutter 20 Monate alt war. Meriam war zu diesem Zeitpunkt im achten Monat schwanger.

100 Peitschenhiebe und Hinrichtung. Nach der im Sudan geltenden Scharia – dem islamischen Rechtssystem – wird jede Person als Muslim betrachtet, bei der mindestens ein Elternteil muslimisch ist. Die eigene Überzeugung gilt dabei als irrelevant. Muslimischen Frauen ist es außerdem verboten, ihren Ehepartner frei zu wählen: Ihr Mann muss Muslim sein.

Meriam Ibrahim wurde am 17. Februar 2014 verhaftet, nachdem ein angeblicher Verwandter ihre Ehe mit einem Christen anzeigte. Die Ehe wird von den Behörden als nichtig betrachtet. Meriam wurde umgehend wegen “außerehelichem Verkehr” nach Art. 146 und “Apostasie” (Abfall vom Islam) nach Art. 126 des sudanesischen Strafgesetzbuchs angeklagt. Die Behörden zogen den Pass ihres Mannes ein und verweigern ihm, seine Frau zu sehen.

Abbas al Khalifa, Richter am Gericht von El Haj Yousif, Khartoum, gab ihr am 12. Mai 2014 eine dreitägige Frist zur “Reue”, um sich dem Islam zuzuwenden. Mehre islamische Geistliche drängten sie zu diesem Schritt. Am 15. Mai erklärte Meriam Ibrahim im Gericht: “Ich bin eine Christin und habe niemals Apostasie begangen.” Das Gericht verurteilte sie daraufhin zum Tod durch den Strang. Die Vollstreckung ist aufgeschoben, bis zwei Jahre nach der Geburt ihres zweiten Kindes (dem Ende der Stillzeit). Sie ist außerdem wegen “außerehelichem Verkehr” zu 100 Peitschenhieben verurteilt worden.

Gefangenschaft. Meriam Ibrahim wird mit ihrem kleinen Sohn im Frauengefängnis von Omdurman (im Großraum Khartoum) gefangen gehalten. Ihr Ehemann darf sich nicht um das Kind kümmern, da er Christ ist und die Behörden die Kinder als Muslime betrachten.

Meriam Ibrahim ist während der Haft körperlich und psychisch misshandelt worden. Medizinische Versorgung und Vorsorgeuntersuchungen für ihre bevorstehende Niederkunft werden ihr verweigert.

Zur Unterstützung des Appells können Sie die Unterschriftliste Sudan: Todesstrafe für „Abfall vom Islam“ herunterladen und in Ihrem Umkreis um Unterschriften bitten. Die Liste – die nicht komplett ausgefüllt sein muß – bitte dann an die IGFM in Frankfurt senden. Herzlichen Dank! 

Pakistanisches Ehepaar wegen Blasphemie zum Tode verurteilt

Toba Tek Singh (Provinz Punjab). Am 4. April 2014 verurteilte Richter Mian Amir Habib die verarmten christlichen Eheleute Shafaqat Emmanuel und Shagufta Kasuar wegen angeblicher Blasphemie zum Tode durch den Strang, wie die IGFM-Mitgliedsorganisation CLAAS (Lahore) berichtete. Shafaqat Emmanuel soll am 18. Juli 2013 mehrere blasphemische Text- Nachrichten per Mobiltelefon an den Imam Mohammed Hussain verschickt haben. Der zeigte den 43-Jährigen umgehend an und ließ ihn festnehmen. Shafaqat Emmanuel ist ein nach einem schweren Unfall im Jahr 2004 von der Hüfte abwärts gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt.  Er ist Hausmeister und des Lesens und Schreibens kaum mächtig, seine 38 jährige Frau Shagufta arbeitet als Putzfrau an einer Schule.

Das festgenommene Ehepaar hat vier minderjährige Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren. Es handelt sich um ein höchst fragwürdiges, unplausibles Urteil, bei dem die Justiz unter Druck gesetzt wurde. CLAAS hebt die Voreingenommenheit der Richter gegen religiöse Minderheiten hervor. Gerichte beugen sich einer Entscheidung des föderalen Scharia-Gerichtshofes, bei Blasphemie gegen den Islam immer die Todesstrafe statt „lebenslänglich“ auszusprechen, so die CLAAS-Mitteilung aus Lahore.

Die fraglichen SMS-Mitteilungen, die Mohammed und den Koran verunglimpfen, gingen von Frau Shaguftas Mobiltelefon aus, das sie bereits einen Monat vorher verloren hatte. Es ist gut möglich, dass die in gutem Urdu vorgelegten Textbotschaften von jemandem gesendet worden sind, der dem Ehepaar schaden wollte. Die Anklagevertreter konnten weder das Mobiltelefon noch die SIM-Karte vorlegen; beide Angeklagte können kein korrektes Urdu schreiben und es gibt kein erkennbares Motiv. Eine Abrechnung der Telefongesellschaft reichte dem Gericht als Indiz, um die angebliche Schuld des Paares festzustellen.

Die Anwälte der Verurteilten, die selbst bedroht werden, haben inzwischen Berufung beim Hohen Gericht der Provinzhauptstadt Lahore eingelegt.

Sie können helfen, indem Sie an den pakistanischen Staatspräsidenten Mamnoon Hussain appellieren, sich für das unter höchst fragwürdigen Umständen zum Tode verurteilte Ehepaar einzusetzen. Bitten Sie auch um Schutz und Unterstützung für die vier Kinder.

Dafür können Sie den vorbereiteten Appellbrief versenden, den Sie nur mit Absender, Datum und Unterschrift versehen müssen.
Adressierung:  Seine Exzellenz Präsident Mamnoon Hussain, via Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, Schaperstraße 29, 10719 Berlin, Fax-Nr. 030 21244210. >>>Download Musterbrief

Pakistan: Junger Arbeiter wird zum Märtyrer

Lahore/Frankfurt am Main. Der IGFM-Partner CLAAS berichtete uns über das mutige Glaubenszeugnis des jungen Arbeiters Haroon in der pakistanischen Metropole Lahore. Wie viele Christen in Pakistan war Haroon froh, einen einfachen Job als Reinigungskraft gefunden zu haben, und zwar bei einer islamischen Bank seiner Heimatstadt. Umer Farooq, ein junger islamischer Kollege, arbeitete dort als Sicherheitskraft. Umer, ein überzeugter Moslem, redete immer wieder auf Haroon ein, sich zum Islam zu bekennen. Er versprach ihm sogar, ihn mit einer reichen islamischen Dame zu verheiraten und in ein besseres, luxuriöses Leben zu kommen. Haroon erzählte seinem Vater von dem ständigen Ansinnen Umers. Dieses sollte er ignorieren, so der Vater. Am 16. April 2014 – Mittwoch in der Karwoche – ging Haroon, der auch Sunny genannt wurde, morgens wie üblich zur Arbeit. Während der Arbeit fing Umer Farooq erneut ein Gespräch über Religion an und übte Druck auf ihn aus, zum Islam überzutreten. Haroon fragte ihn höflich, warum er ihn zum Islam zwingen wolle, weil sein Herz dazu nicht bereit wäre. Er lehnte es klar ab, zum Islam überzutreten, weil er ein aufrichtiger Nachfolger von Jesus Christus sei. Umer Farooq wurde aggressiv und eröffnete das Feuer auf Haroon, der im Kopf getroffen wurde und auf der Stelle starb. Bald danach begann Umer Farooq laut zu schreien, dass Haroon Selbstmord begangen hätte.

Die Polizei nahm den Sicherheitsmitarbeiter umgehend in Haft, aber sie erstellte zunächst keinen Bericht, weil sie den Mordfall in einen Selbstmord umändern wollte. Als die örtlichen Christen vom Mord an Haroon hörten, veranstalteten sie eine Demonstration vor der Polizeistation. Dann erstellte die Polizei der Station Naulakha in Lahore einen Erstinformationsbericht. Umer Farooq ist in Polizeigewahrsam und der Fall ist in Untersuchung. CLAAS wird uns über den weiteren Verlauf informieren.

Sinai: Christen in großer Bedrängnis

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