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Monthly Archives: November 2013

Pater Tom immer noch in islamistischer Hand

Die Hoffnung nicht aufgeben!

Stuttgart: Einladung zur Mahnwache „Religionsfreiheit weltweit“ – 7.12.13

Wo: Kronenstrasse, Ecke Königstrasse, Stuttgart
Wann: Samstag, den 7. Dezember 2013
Uhrzeit: 10.00 bis 16.00 Uhr
Wetterbedingte Änderungen sind möglich

Die weltweite Verletzung des Grundrechts auf Religionsfreiheit gemäß der UN-Menschenrechtserklärung von 1948, Artikel 18, nimmt zu. Christen zählen zu den am stärksten betroffenen Opfergruppen, dies gilt besonders für Konvertiten in islamischen Ländern. Bedroht sind unter vielen anderen aber auch die Rohingya-Muslime in Myanmar/Burma, die Anhänger der Bahá’í -Religion im Iran, Pakistaner durch das Blasphemiegesetz, oder auch Uighuren in China. Sie alle haben eines gemeinsam: Ihr Recht auf religiöse Selbstbestimmung wird eingeschränkt oder ganz verwehrt. In Übereinstimmung mit der UN-Erklärung, sowie dem völkerrechtlich bindenden Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, will der neu gegründete ‘Arbeitskreis Religionsfreiheit’ der IGFM die öffentliche Wahrnehmung für diese Problematik schärfen und den Betroffenen religiös motivierter Gewalt oder staatlicher Gewalt gegen religiöser Minderheiten helfen.

Mahnwache zum Mitmachen
Wir laden Sie ein, gemeinsam für das Recht auf Religionsfreiheit einzustehen: Freiheit für den christlichen Pastor Behnam Irani, gegen Verfolgung der Bahais im Iran, gegen Diskriminierung der Rohingya Muslime in Myanmar, gegen das willkürlich angewandte Blasphemiegesetz in Pakistan und gegen die Bestrafung bei Religionswechsel einzutreten. Bringen Sie Freunde und Familie mit.

Was mache ich?
Kerzen und Plakate halten, Unterschriften sammeln, Info-Flyer verteilen, mich und andere informieren…

Mitbringen
Transparente für Religionsfreiheit und Menschenrechte weltweit – oder Länderspezifisch

Nicht mitbringen
Transparente mit islamkritischen Texten und Embleme jedweder Organisationen

Weitersagen
Gemeindemitglieder und Freunde informieren. Geben Sie diese Einladung gerne weiter. Den größten Erfolg erzielen Sie, wenn Sie die Aktion im persönlichen Umfeld vorstellen. Nur Mut.

Gefangene des Monats Dezember: Drei iranische Christen

Ebrahim, Masoud, SevadaAm 21. August 2013 stürmten  zivilgekleidete iranische Sicherheitskräfte das Büro einer Versicherungsgesellschaft in der 1,5 Mio-Einwohner-Stadt Karadsch am Fuß des Elburs-Gebirges. Die drei anwesenden Christen –  Masoud Mirzaei sowie seine beiden Besucher Sevada Aghasar und Ebrahim Firouzi – wurden festgenommen. Einen Haftbefehl konnten die Staatsmitarbeiter nicht vorweisen.

Erst im Oktober konnte über  Mohabat News* bestätigt werden, dass Sevada Aghasar und Ebrahim Firouzi  in separaten Einzelzellen des berüchtigten Evin Gefängnisses in der Nähe der Hauptstadt Teheran inhaftiert sind. Zur Situation von Masoud Mirzaei liegen derzeit keine Informationen vor. Ungewöhnlich ist die Festnahme eines armenischen Christen. Der 24jährige Sevada Aghasar, Jahrgang1989, gehört seit seiner Geburt der armenisch-orthodoxen Kirche an, die im Iran offiziell geduldet ist und nur in Armenisch ihren Gottesdienst halten darf. Die Landessprache Farsi (Persisch) ist den Armeniern als Liturgiesprache verboten. Sevada hat nach IGFM- Informationen christliche Bücher und Filme in Farsi übersetzt und christliche Face-Buch-Aktivitäten entwickelt. Sevada ist unverheiratet, er stammt wie seine Eltern und seine Schwester aus der Hauptstadt Teheran.

Der  28jährige Ebrahim Firouzi  ist Konvertit aus dem Islam und wurde bereits mehrfach wegen seiner evangelistischen Tätigkeiten inhaftiert. Ihm wurde jetzt angebliche Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad vorgeworfen. Beiden Christen wurde Ende September ein kurzer Besuch durch Familienangehörige in der Evin -Haftanstalt erlaubt.

Bisher wurden keine offiziellen Anklagen erhoben. Vor kurzem noch hatte Ali Younesi, Berater von Präsident Hasan Rouhani, in Zeitungsinterviews erklärt, dass niemandem wegen seines Christ – oder Jude – Seins seine Rechte verwehrt werden dürfen. *Quelle: Mohabat News

Protestieren Sie mit Hinweis auf diese öffentlichen Äußerungen gegen die Inhaftierungen (ohne Nennung von Mohabat News und IGFM) und bitten Sie Präsident Rouhani mit Hinweis auf den vom Iran ratifizierten „Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ um umgehende Freilassung der Gefangenen. Adresse siehe >>>Musterbrief.

Franziskus I: Appell für Religionsfreiheit in Nahost

Wird der Nahe Osten, Ursprungsregion der Christenheit, christenfrei? Die Christen stehen in Syrien zwischen den Fronten des unseligen Bürgerkriegs. Es gab gezielte Tötungen durch islamistische Gruppen und viele sind bereits geflohen. Wie die in Würzburg erscheinende Zeitung „Die Tagespost“ in der heutigen Ausgabe berichtet, hat Papst Franziskus I. in einem eindringlichen Appell die Achtung der Menschenrechte, besonders der Religionsfreiheit, für die Menschen im Nahen Osten gefordert. „Wir können uns einen Nahen Osten ohne Christen nicht vorstellen, die dort seit 2000 Jahren den Namen Jesu bekennen und als Bürger in das soziale, kulturelle und religiöse Leben ihrer Nationen eingebunden sind“, sagte er am Donnerstag bei einer Audienz für die Vollversammlung der vatikanischen Ostkirchen-Kongregation. Jeder Katholik schulde den Kirchen dieser Region Dankbarkeit: „Von ihnen können wir unter anderem Geduld und Ausdauer in der täglichen, manchmal mühevollen Ausübung des ökumenischen Geistes und des interreligiösen Dialogs lernen.

Das geografische, historische und kulturelle Umfeld, in dem sie seit Jahrhunderten leben, hat sie zu natürlichen Gesprächspartnern zahlreicher anderer christlicher Konfessionen und anderer Religionen gemacht.“

Er sei sehr besorgt über die Lebensbedingungen der Christen, die in vielen Regionen des Nahen Ostens unter den Spannungen und aktuellen Konflikten leiden müssen, sagte der Papst. Er verwies auf die Lage in Syrien, im Irak, Ägypten und in anderen Regionen des Nahen Ostens. „Der Bischof von Rom wird keine Ruhe finden, solange es Männer und Frauen irgendeiner Religion gibt, die in ihrer Würde verletzt werden, die um das gebracht werden, was sie zum Überleben brauchen, die ihrer Zukunft beraubt werden und gezwungen sind, ein Leben als Flüchtlinge und Vertriebene zu führen. Heute rufen wir gemeinsam mit den Hirten der Ostkirchen dazu auf, dass das Recht aller auf ein würdiges Leben und auf das freie Bekenntnis des eigenen Glaubens respektiert werden möge“, führte Franziskus aus. – HJE

„Gefangene des Monats“: Vier kamen frei!

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea benennen gemeinsam Monat für Monat einen Gefangenen und rufen zur Unterstützung durch Appellbriefe an den Staatschef des jeweiligen Verfolgerlandes auf. Es wird oft die Frage gestellt, was diese Appellbriefe bewirken. Die Übersicht des IGFM-Arbeitskreises Religionsfreiheit zeigt, dass von den so unterstützten Gefangenen der letzten zwölf Monate immerhin vier frei kamen. Dies ist ohne Zweifel eine Ermutigung. – Heinz J. Ernst

Myanmar: Flüchtlinge ertrinken aufgrund religiöser Verfolgung

Die Lage der religiösen Minderheiten in verschiedenen Ländern ist verzweifelt. Dies führt zu Bootsunglücken, wie wir sie in einem anderen Zusammenhang immer wieder erleben. Dazu gibt es seitens der IGFM den Appell an die Oppositionsführerin von Myanmar Aung San Suu Kyi, sich deutlich für Frieden und ein sofortiges Ende der Gewaltspirale in ihrem Land auszusprechen. Als „moralische Autorität“ müsse sie sich an ihrem Einsatz für die Befriedung des Vielvölkerstaates messen lassen. Am Sonntag, dem 3. November 2013, sank ein Boot besetzt mit 70 Rohingya-Muslimen, die vor der andauernden Gewalt buddhistischer Mobs flüchteten. Nur acht Menschen konnten lebend geborgen werden, so die IGFM.

Jüngste Opfer der Gewalt sind 62 Flüchtlinge, welche in ihrem Fischerboot am Sonntag die Ortschaft Ohn Taw Gyi gegen 3 Uhr verließen, kurz darauf kenterten und ertranken. Schon am 26. Oktober ertranken mindestens zehn Rohingyas im Grenzfluss zu Bangladesch. 31 weitere wurden von myanmarischen Sicherheitsbehörden festgenommen. Die Flüchtlinge waren unterwegs nach Malaysia und Bangladesch, um sich vor den andauernden gewalttätigen Übergriffen in der nördlichen Arakan-Provinz in Sicherheit zu bringen.

In der letzten Woche sollen über 1.500 Rohingyas über den Seeweg das Land verlassen haben – von Januar bis Oktober 2013 seien es über 24.000 gewesen, so verlässliche Quellen. Da sie in ihrer Heimat keine Überlebensmöglichkeit sehen, flüchten Rohingyas unter oftmals lebensgefährlichen Bedingungen in Nachbarländer.

Nobelpreisträgerin zeigt eine „nicht zu rechtfertigende Sprachlosigkeit“. Insbesondere das beharrliche Schweigen von Aung San Suu Kyi – Nobelpreisträgerin von 1991 – zu den humanitären Verbrechen gegen die Muslime schockiert die Menschenrechtler. Ihre ausweichenden Aussagen sind, gemessen an ihrem moralischen Anspruch, eine Bankrotterklärung. Hintergrund sind gewalttätige Ausschreitungen von Buddhisten, maßgeblich der Volksgruppe der Bamaren zugehörig, gegen die ethnische Minderheit. Die Rohingyas werden als eine der „meist bedrohten Minderheiten der Welt“ angesehen.

Verantwortung übernehmen. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin stellt fest: „Frau San Suu Kyi ist die einzige international bekannte Persönlichkeit des Landes mit moralischer Autorität. Sie sollte diese im Sinne der Menschenrechte einsetzen.“ Zudem fordert er die Europäische Union auf, Vorbehalte gegenüber der ehemals als „Pariastaat“ bezeichneten Republik nicht vorschnell fallen zu lassen. „Solange führende Politiker des Landes sich nicht für eine Befriedung des eigenen Landes einsetzen, darf keine finanzielle Aufbauhilfe ausgezahlt werden.“

Freiheit für Behnam Irani!

Der Arbeitskreis Religionsfreiheit weltweit setzt sich für den iranischen Konvertitenpastor Behnam Irani ein, der zu zu 6 Jahren Haft verurteilt wurde. Hier sein Steckbrief und sein Leidensweg:

Behnam IraniTätigkeit: Leiter einer Hauskirche
Verhaftungen: 2006, 2010, 2011
Verurteilung: zu insgesamt 6 Jahren Haft

Zur Person. Pastor Behnam Irani (*1960) – IGFM „Gefangener des Monats Juli 2010“ – lebte und arbeitete in Karaj nahe Teheran. Er ist mit Christine, einer armenischen Christin, verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder: eine Tochter, Rebecca (*2001) und einen Sohn, Adriel (*2008). Behnam Irani konvertierte im Jahre 1992 vom Islam zum christlichen Glauben und arbeitet seit 2002 als Pastor. Behnam Irani ist Pastor und Mitglied der evangelischen „Church of Iran“.

Verhaftung und Prozess. Behnam Irani wurde in der Vergangenheit bereits mehrere Male verhaftet. Da er als Leiter einer Hauskirche in Karaj fungiert, wurde er im Dezember 2006 wegen seiner kirchlichen Arbeit zum ersten Mal verhaftet – kam jedoch im Januar 2007 auf Kaution frei. Am 23. Februar 2008 wurde er von der 30. Kammer des Berufungsgerichtes in Teheran zu einer fünfjährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Das Gericht erklärte, dass der Staatsanwalt eigentlich die Todesstrafe wegen Apostasie („Abfall vom Islam“) hätte fordern müssen. Dies wurde damit begründet, dass Iranis Eltern und er selbst muslimisch geboren seien, er erst als Volljähriger zum Christentum übertrat und auch Mitmenschen mit „falschen Mitteln“ zur Konversion überredet habe. Somit sei gemäß islamischem Recht die Todesstrafe notwendig. Eine weitere Begründung für die Urteilsfindung wurde nicht gegeben.

Am 14. April 2010 verhafteten Sicherheitsbeamte Irani während eines Gottesdienstes. Nachdem er 2 Monate in Haft verbrachte, wurde er im Juni 2010 auf Kaution freigelassen. Im Januar 2011, wurde er wegen „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ angeklagt und zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Am 31. Mai 2011 erging ein Haftbefehl gegen Irani und er musste seine einjährige Haftstrafe antreten. Am 18. Oktober 2011 informierten ihn die iranischen Behörden zudem darüber, dass er darüber hinaus seine frühere 5-jährige Haftstrafe im Gefängnis verbüßen müsse. Seither sitzt er im Ghezel-Hesar-Gefängnis ein. Berichten zu Folge wurde er dort physisch und psychisch misshandelt. Die ersten Monate seiner Haftstrafe musste er in Einzelhaft verbringen. Er leidet unter großen gesundheitlichen Problemen (u.a. einem blutigen Darmgeschwür), die im Gefängnis nicht adäquat behandelt werden. Im Juli 2012 soll er Blut erbrochen und daraufhin bewusstlos geworden sein. Die dringend notwendige medizinische Versorgung wird ihm verweigert.

Haftbedingungen: Das Ghezel-Hesar-Gefängnis ist das größte Gefängnis der Provinz Alborz, in dem vorwiegend Personen einsitzen, die wegen Drogendelikten mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Wie die meisten iranischen Gefängnisse, so ist auch dieses chronisch überbesetzt. Zudem hat das Gefängnis traurige Berühmtheit erlangt: Berichten zufolge werden Häftlinge systematisch gefoltert und misshandelt. Zudem sind die Hygienebedingungen dort verheerend und die medizinische Versorgung der Häftlinge unzureichend.

Hintergrund. Christen stellen im Iran eine religiöse Minderheit dar und müssen zahlreiche Repressionen seitens des Regimes ertragen, unter anderem müssen christliche Gemeinden Erklärungen unterzeichnen, dass sie nicht missionieren. Außerdem werden Gottesdienstbesucher seitens der Polizei kontrolliert. Im Iran ist es einem Muslim nicht möglich, auf legalem Wege seiner Religion zu wechseln oder religionslos zu sein. Der Übertritt vom Islam zum Christentum und Atheismus können mit dem Tode bestraft werden. Dies hat dazu geführt, dass sich ein Netz von Hauskirchen entwickelte. Bibelstunden und Gottesdienste werden in privaten Wohnungen abgehalten.

Wie können Sie helfen? Sie können Unterschriften sammeln mit Hilfe einer vorbereiteten Liste, die Sie dann der IGFM senden – und/oder dem Gefangenen selbst ins Gefängnis schreiben – siehe folgende Links:

[Haftadresse in Farsi als pdf-Datei …]
[Wie schreibe ich einem Gefangenen …]
[zur Unterschriftenliste]
[zum Appellvorschlag für Behnam Irani …]
[Wie schreibe ich einen Appell? …]

Unterschreiben für Gerechtigkeit:

Machen Sie mit: Petition für ein Tribunal über den Islamischen Staat (IS)

Ihre Hilfe für Verfolgte und Bedrängte

Algerien